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„Kostbare Perle“: Schönster See Italiens ausgezeichnet – es ist nicht der Gardasee

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Der Molveno-See in Trentino ist zum „schönsten See Italiens“ ernannt worden. (Archivbild)
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Alpen-Romantik in Trentino: Eine Bergsee-Perle nahe Trient hat jetzt den Titel „schönster See Italiens“ erhalten. Nicht zum ersten Mal.

Trient – Steile Alpen-Gipfel, die über smaragdgrüne Wiesen in kristallklares, türkisblaues Bergsee-Wasser zu fließen scheinen. Diese Alpensee-Romantik genießen Einheimische und Urlauber nicht nur in Bayern, Österreich und der Schweiz, sondern natürlich auch in Trentino-Südtirol. Besonders beliebt bei deutschen Urlaubern ist dank Dolce-Vita-Flair der Gardasee. Doch in der Region Trentino- Südtirol wurde jetzt ein anderer Bergsee zum „schönsten See Italiens“ ernannt.

Die Ehre kommt dem knapp vier Kilometer langen Molveno-See in der Provinz Trient zu. Schon zum neunten Mal hat der Blue Guide des Verbraucherverbandes Legambiente sowie der Touring den Molveno-See damit zum „schönsten See Italiens“ ernannt.

„Kostbare Perle inmitten einer Schatztruhe“: Schönster See Italiens ausgezeichnet

„Molveno ist wunderschön und nachhaltig und bleibt dank der Qualität des Wassers, des Strandes, der Dienstleistungen und der Sicherheit ein hervorragendes italienisches Reiseziel“, schreibt die Nachrichtenagentur Ansa zu der Auszeichnung.

Luftaufnahme vom Molveno-See in Südtirol, Italien. (Archivbild)

Der See liegt direkt neben der knapp 1100 Einwohner zählenden Gemeinde Molveno knapp 14 Kilometer nordwestlich von Trient auf einer Höhe von 846 Metern. Im Westen des Molveno-Sees liegt das UNESCO-Weltkulturerbe der Brenta-Dolomiten. Im Süden sorgen das Monte-Gazza-Massiv und der Paganella für Alpen-Romantik. Als „kostbare Perle in einer noch kostbareren Schatztruhe“ beschrieb der Schriftsteller Antonio Fogazzaro den Molveno-See schon vor mehr als 100 Jahren. Worte, die bis heute nicht treffender sein könnten.

„Sind wirklich stolz“: Italien-Bergsee erhält Auszeichnung – Bürgermeister sieht nun große Pflicht

„Es ist eine neue Bestätigung. Wir sind wirklich stolz darauf“, erklärt Molvenos Bürgermeister Matteo Sartori der Nachrichtenagentur Ansa. Es sei eine „prestigeträchtige Anerkennung“. Sie nehme seinen Ort aber auch in die Pflicht, sich „verstärkt auf die Aufwertung und den Schutz des natürlichen und kulturellen Erbes unseres Territoriums einzusetzen“.

Ranking: Die 15 schönsten und beliebtesten Urlaubsorte Italiens

Siena campo
Platz 15 belegt Siena in der Toskana. Mit der schönen Altstadt und unnachahmlichen Bauwerken zieht die Stadt Urlauber immer wieder in ihren Bann.  © Marco Brivio
Roca Vecchia in Apulien: Die Aufnahme der „Höhle der Poesie“ bei Sonnenuntergang
Roca Vecchial in Apulien: Die Aufnahme der „Höhle der Poesie“ bei Sonnenuntergang steht nur symbolisch für die vielen herrlichen Strände und Landschaften im Südosten Italiens. Rang 14 im IPPEN-Ranking. © IMAGO/Manuel Romano
Sizilien Letojanni
Die Strände Siziliens sind einzigartig und bezaubernd. Bei Check24 belegt die Insel daher den zwölften Platz. In diesem Ranking Platz Nummer 13. Auf dem Foto sieht man den Strand von Letojanni.  © Matthias Tödt
Mailänder Dom
Die norditalienische Metropole Mailand ist bekannt für die wunderschöne Altstadt und etliche teure Modemarken. Hier sieht man den Dom im Zentrum der Stadt. Im Ranking belegt Mailand den elften Platz. Bei Check24 sogar Platz 7.  © Oliver Weiken
Lago Maggiore
Auf Platz 11 ist der prachtvolle Lago Maggiore. Ein Teil des Sees ist in der Schweiz. Bei weg.de ist der Lago Maggiore sogar auf dem siebten Platz der beliebtesten Urlaubsorte in Italien.  © Nando Lardi
Bozen, Italien, Südtirol
Auch Südtirol ist unter Italien-Fans besonders beliebt. Hier erhascht man einen Blick über die Alpen auf die Stadt Bozen.  © Micha Korb
Elba sonnenuntergang
Die kleine Insel Elba ist momentan noch ein Geheimtipp. Hier erlebt man bezaubernde Natur und typische italienische Dörfer. Daher ein verdienter Platz neun.  © Karsten Jeltsch
Cinque Terre Italien
Unter Urlaubern ist außerdem die Cinque Terre besonders beliebt. Die meisten der fünf Dörfer erreicht man nur zu Fuß oder mit einer Bahn.  © Augst / Eibner-Pressefoto
Marina Grande capri
Nicht umsonst ist die kleine Insel Capri im Golf von Neapel ein regelrechter Touristenmagnet. Hier vor Ort kann man nicht nur durch wunderschöne Dörfer schlendern, sondern auch das Meer und die Natur genießen.  © Günter Gräfenhain
Colosseum in Rome
Italiens Hauptstadt Rom hat für alle Gäste etwas zu bieten und belegt daher den sechsten Platz. So zum Beispiel das weltberühmte Kolosseum. Im Ranking von Check24 belegt Rom sogar den zweiten Platz.  © Givaga
Venedig platz acht
Venedig ist mit seinen vielen Kanälen und kleinen Gassen einzigartig. Ein Besuch lohnt sich definitiv, allerdings sollte man am besten im Frühling oder Herbst in die Stadt kommen. Venedig belegt daher den fünften Platz der Top 15 Urlaubsziele in Italien, bei Check24 ist die Stadt an der Adria sogar Erster.  © Frank Bienewald
Florenz-skyline
Das bezaubernde Florenz in der Toskana belegt den vierten Platz. Hier kann man sich durch kleine Gassen treiben lassen und ohne Ende Kultur genießen. © alimdi / Michelle Gilders
Amalfiküste Italien
Die Amalfiküste südlich von der Metropole Neapel belegt den dritten Platz im Ranking um die schönsten Urlaubsorte in Italien.  © Günter Gräfenhain
Costa Smeralda
An der Costa Smeralda auf Sardinien gibt es Strände, die teilweise welchen in der Karibik gleichen. Nicht umsonst belegt sie daher den zweiten Platz. Auch auf dem Reiseportal weg.de zählt die Küste auf Sardinien zu den schönsten Reisezielen in Italien. © Emmanuele Contini
Desenzano del Garda
Den ersten Platz der beliebtesten und schönsten Urlaubsorte in Italien belegt laut weg.de ganz klar der Gardasee. Hier sieht man das wunderschöne Städtchen Desenzano del Garda am Abend.  © Imago / Augst / Eibner-Pressefoto

Im Blue Guide wird seit mehr als 20 Jahren der Titel „schönster See Italiens“ vergeben. Für eine gute Bewertung zentral sind auch Faktoren, wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Am beliebten Gardasee droht dagegen aktuell Ungemach: Ein Badestrand ist wegen Bakterien gesperrt. (rjs)

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