Kolumne von Meteorologe Dominik Jung

Deutschland vor heftigem Temperatursturz: Nach Sonnenschein kommen Tage voller Wetterextreme

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Noch zeigt sich der Spätsommer von seiner schönsten Seite, doch ein markanter Wetterumschwung steht bevor – mit teils gefährlichen Folgen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Während viele derzeit noch die wärmenden Sonnenstrahlen und spätsommerliche Temperaturen genießen, zieht sich über Europa bereits eine Wetterfront zusammen, die in den kommenden Tagen für eine drastische Wende sorgt. Schon in der Nacht zum Sonntag (21. September) erreichten erste kräftige Gewitter den Nordwesten und Westen des Landes und arbeiten sich zügig bis in die Mitte vor.

Nach dem grandiosen Altweibersommer wird es ab Sonntag im Südwesten und Süden richtig nass. Das sind die Regensummen bis Mittwoch (24. September).

Dabei ist nicht nur mit Blitz und Donner zu rechnen – auch lokale Unwetter sind möglich. Vor allem heftiger Starkregen könnte punktuell für Überflutungen sorgen. Noch sind die Bedingungen vielerorts angenehm, doch die Ruhe ist trügerisch: Der Herbst macht sich mit voller Wucht bemerkbar.

Wetter-Umschwung in Deutschland: Von Sonnenschein zu Gewitter und Sturm

Am Sonntag (21. September) breiten sich die Gewitter weiter aus und erreichen den Osten sowie den Süden Deutschlands. Hier steigt die Gefahr, dass sie von Starkregen, Hagel und stürmischen Böen begleitet werden. Besonders kritisch sind lokale Unwetterlagen, bei denen Regenmengen in kurzer Zeit Bäche und kleinere Flüsse anschwellen lassen können. An der Nordsee drohen zusätzlich stürmische Böen bis 85 km/h, die selbst robuste Bäume zum Schwanken bringen.

In der Nacht zum Montag (22. September) nimmt das Risiko im Südwesten noch zu: Dort kann sich gebietsweise anhaltender Regen einstellen, der innerhalb weniger Stunden enorme Mengen von bis zu 50 Litern pro Quadratmeter bringen könnte – eine deutliche Belastungsprobe für Keller, Straßen und die Kanalisation.

Ausblick für die neue Woche: Dauerregen und neue Gewittergefahr

Wer hofft, dass der Montag Besserung bringt, muss sich leider gedulden. Auch zu Beginn der neuen Woche hält die unbeständige Witterung an. Besonders im Süden können sich länger andauernde Regenfälle festsetzen, mit Mengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in nur 24 Stunden. Für die Natur sind diese Niederschläge ein Segen nach einem trockenen Sommer, für Anwohner in gefährdeten Regionen jedoch ein Risiko.

Der Ausblick bis Mittwoch (24. September) zeigt: Das wechselhafte und gefährliche Wetter bleibt bestehen. Am Dienstag (23. September) trifft es vor allem den Südwesten, am Mittwoch dann auch die Mitte des Landes. Neben schauerartigem Regen drohen erneut einzelne Gewitter, die örtlich markanten Starkregen bringen können. Damit ist klar: Die spätsommerliche Ruhe verabschiedet sich, und Deutschland muss sich auf Tage voller Wetterextreme einstellen. In den Alpen sinkt die Schneefallgrenze bis auf 1000 Meter.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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