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Im Netz kursieren Aufnahmen eines seltenen Meeresbewohners. Dem Taucher Els van den Eijnden ist es gelungen, einen Haarstern zu filmen.
Bangkok – Das Meer ist in seiner Artenvielfalt für viele ein geheimnisvoller und faszinierender Ort. Auch die Aufnahmen eines Meeresbewohners hatte zuletzt viele Menschen staunen lassen: der sogenannte Haarstern – mit wissenschaftlichem Namen Crinoidea. Dem professionellen Taucher Els van den Eijnden ist es gelungen, ein seltenes Exemplar vor der Küste Thailands zu filmen.
Taucher filmt Haarstern im Meer – und geht damit viral
Auf dem Video ist in Nahaufnahme ein schwimmender Haarstern zu erkennen. Häufig wird seine Art auch als Federstern bezeichnet. Denn Haarsterne und Seelilien, die zum Stamm der Stachelhäuter zählen, haben meist federartige Armansätze, die in alle Richtungen abstehen. In diesem Fall dürfte der Meeresbewohner rund 20 bis 30 schwarz-weiße Glieder haben, die allesamt aussehen, als könnten dies auch die Federn eines Vogels sein. Mittlerweile haben hunderttausende das Video der seltenen Kreatur gesehen.
Auch die Bewegungen des Haarsternes sind auf dem Video von Van Eijnden gut zu erkennen. Die „Federn“ bewegen sich wellenartig und permanent rauf und runter. Damit scheint sich das Wesen offenbar fortzubewegen. Viele seiner Artgenossen sind jedoch pflanzenartig mit einem Stiel im Meeresboden verankert. In diesem Fall scheint er sich im Meer frei zu bewegen.
Professional diver, Els van den Einden, has managed to capture rare footage of a bizarre underwater creature called Crinoidea, also known as feather star. pic.twitter.com/apPZy2fjW0
— Science Is Fun (@sciencefunn) March 31, 2023
„Bizarre Meereskreatur“: Haarstern-Aufnahmen faszinieren das Netz
Das Netz ist von den Aufnahmen fasziniert. Ein User kommentiert auf Twitter unter einem Beitrag der Seite Science Is Fun, die das Wesen als „bizarre Meereskreatur“ betitelt: „So würde etwas aussehen, was man im Ozean von Pandora finden würde“. Ein anderer schreibt: „Ich glaube, da ist gerade eine neue Art aus dem Weltall auf die Welt gekommen“.
Und in der Tat handelt es sich bei Haarsternen und Seelilien um eine besondere Art. Laut meerwasser-lexikon.de seien Haarsterne sehr spezielle Stachelhäuter, die, selbst wenn sie als primitiv gewertet werden würden, eine beeindruckende Evolution durchgemacht hätten. Menschen bekommen Haarsterne übrigens nur äußerst selten zu Angesicht. Der Grund dafür ist wohl auch, dass Haarsterne für Aquarien ungeeignet seien und deshalb nur in freier Wildbahn entdeckt werden könnten. Zu mindestens die Aufnahmen von Van Eijnden lassen nun erahnen, wie solch eine Begegnung sein könnte.
Der Meeresboden bietet viel Raum für wissenschaftliche Entdeckungen. So soll ein Diamant auf eine verborgene Wasser-Welt hindeuten.
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