Tornados vor Italien: Urlauber bestaunen gleich drei Wirbelstürme an der Adriaküste
VonPatrick Mayer
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Vor Italiens Küste entwickelt sich am Sonntag auf der Adria ein beeindruckendes Naturphänomen. Strandgäste verfolgen das Schauspiel mehrerer Tornados.
Porto Tolle – Es ist Hochsaison, Urlaub in Italien heißt es auch für sehr viele Touristen aus Deutschland. Etliche von ihnen zieht es an die Adriaküste in Venetien, gegenüber den Stränden des kroatischen Istriens. Zwischen Bibione, Lido di Jesolo und Ravenna lässt es sich hier gut Urlaub machen. Und wohl auch so manches Naturschauspiel mitverfolgen.
Wie der Corriere del Veneto berichtet, bildeten sich am Sonntagmorgen (3. August) gleich drei gewaltige Wirbelstürme vor der Küste des beliebten Ferienortes Porto Tolle am Delta des Po-Flusses. Die drei Wasserhosen waren laut des Berichts über zwei Stunden lang zu sehen und zogen die Blicke hunderter Schaulustiger auf sich, die am Strand des Villaggio Barricata ihren Urlaub verbrachten. Der riesige Fluss Po, der eine herausragende Bedeutung für die italienische Landwirtschaft hat, fließt hier in das Adriameer ab.
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Die Wasserwirbel entstanden durch kalte Luftfronten, die über die Adria zogen, schrieb die italienische Nachrichtenagentur ANSA zu dem Naturphänomen, von dem die Behörden keine offiziellen Bilder verbreiteten. Wie lokale Medien berichten, waren die Wasserhosen nicht nur vom Strand in Porto Tolle aus zu sehen, sondern auch von den Nachbarorten Chioggia, Sottomarina und Rosolina aus.
Zahlreiche Urlauber zückten den Berichten zufolge ihre Handys, um das seltene Naturschauspiel festzuhalten. Die Videos und Fotos der Wasserhosen verbreiteten sich rasend schnell in sozialen Netzwerken, wie Il Gazzettino berichtet. Den Aufnahmen zufolge tauchten die drei Tornados gleichzeitig auf, in einem geringen Abstand zueinander, sodass manche Fotos die drei Wasserhosen parallel zeigten.
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Für die Urlauber am Strand bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr, da sich die Wasserhosen weit draußen auf dem Meer bildeten und dort auch wieder auflösten. Die Küstenwache hatte dennoch eine Warnung herausgegeben, dass Boote sich nicht den Wasserhosen nähern sollten, wie der Corriere del Veneto berichtet. So imposant die Fotos sein mögen, so sehr hat Italien an einzelnen Orten in der Hochsaison auch mit Folgen des teils widrigen Wetters zu kämpfen.