Kultlokale öffnen

Party-Saison auf Mallorca beginnt: Neue Regeln für Ballermann-Touris – Strafen bis zu 3.000 Euro

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Der Party-Tourismus auf Mallorca beginnt. Nach der Einführung eines Verhaltenskodex im vergangenen Jahr gibt es jetzt weitere Regeln am Ballermann.

Palma – Der Sommer steht vor der Tür und damit beginnt auch wieder die Party-Saison auf Mallorca. Dieser Tage legen die Kultlokale wieder so richtig los. Die ersten großen Feten nach dem Winter werden von den meisten Party-Urlaubern traditionell besonders exzessiv gefeiert. Nach Corona hat der Party-Tourismus am Ballermann noch einmal zugenommen.

Feiern am Ballermann ist zukünftig nur unter strengen Regeln möglich. Die beliebte Urlaubsinsel im Mittelmeer will weg vom Billig-Image des Sauftourismus an der Playa de Palma. (Symbolbild)

Im vergangenen Jahr übergaben sich Betrunkene auf den Straßen, lieferten sich Prügeleien und ließen allgemein gute Manieren oft vermissen. Dabei sind die Opening-Partys gar nicht die wirkliche Eröffnung der Lokale. Einige Einrichtungen sind rund um das Jahr geöffnet, andere hatten bereits Ende März ihre Türen wieder geöffnet. Doch Exzess-Tourismus ist auf Mallorca schon lange nicht mehr erwünscht.

Party-Regeln am Ballermann: Lokale auf Mallorca beschließen Verhaltenskodex

Die Diskotheken am Ballermann bemühen sich daher, die Partys nicht völlig aus dem Ruder laufen zu lassen. Im vergangenen Jahr haben die Nachtclubs einen Verhaltenskodex aufgestellt, wonach Betrunkene nicht mehr eingelassen werden. Ein Dresscode schreibt ein Mindestmaß an Bekleidung am Ballermann vor. Verhalten, welches weit entfernt von zivilisiertem Benehmen ist, soll zukünftig nicht mehr toleriert werden.

Die beliebte Urlaubsinsel im Mittelmeer will weg vom Billig-Image des Sauftourismus an der Playa de Palma. Berichten des ARD-Boulevardmagazins Brisant zufolge gelten am Ballermann jetzt folgende Benimmregeln:

  • Party erst ab 18: Jüngeren Menschen ist der Zutritt zu Clubs und Discos verboten.
  • Bekleidungsregel: Party-Urlauber müssen in Clubs und Discos angemessen bekleidet sein und dürfen an der Promenade nicht mit nacktem Oberkörper herumlaufen.
  • Härtere Zugangskontrollen: Bei Auffälligkeiten in der Warteschlange (betrunken, aggressiv, Tätowierungen mit Neonazi-Symbolen o.ä.) muss die Person draußen bleiben.
  • Hausverbot: Personen, die negativ auffallen, bekommen in allen Lokalen Hausverbot, Lokalbetreiber informieren einander und haben einen direkten Kanal zu Polizei.
  • Drogen: Der Konsum von illegalen Drogen ist in Partylokalen verboten.
  • Rauchen: Bereits seit 2021 ist Rauchen auf Restaurant-Terrassen sowie beim Gehen auf offener Straße verboten, jetzt wird strenger kontrolliert.
  • Alkohol All-inklusive: In Ballermann-Hotels ist das seit 2020 eingeschränkt, nun komplett verboten.
  • Alkohol: Der Verkauf von Alkohol nach 21.30 Uhr sowie Trinkgelage auf der Straße, „Flatrate-Saufen“ und Werbung für Alkohol sind verboten.
  • Lärmbelästigung: Megafone, Lautsprecher und Kostüme sind verboten.
  • Benimmregeln: Geschlechtsverkehr in der Öffentlichkeit, im Auto oder am Hotelfenster sowie Wildpinkeln, Müll hinterlassen und Anpöbeln sich beschwerender Anwohner ist verboten.
  • Regeln am Strand: Aufblasbare Sexpuppen oder Handtücher mit anzüglichen Bildern sowie Hütchenspiele oder das Anbieten von Massagen am Strand sind verboten.
  • Lokale: Außenbereiche müssen von der Straße abgegrenzt werden, Bars und Discotheken sind verpflichtet, getrennte Ein- und Ausgänge zu haben.

Ballermann auf Mallorca: Bei Missachtung der Regeln drohen hohe Strafen

Wer am Ballermann Party machen will, muss sich also an gewisse Benimm-Regeln halten, die die Inselregierung von Mallorca beschlossen hat. Die Sangria-Eimer und nicht jugendfreie Kostüme sollen verschwinden, Lieder über Sex, Alkohol und Drogen sollen in bekannten Lokalgrößen wie dem „Bierkönig“, dem „Bamboleo“, „Oberbayern“ oder auch im „Megapark“ keine Bühne mehr bekommen. Die Polizei greift zukünftig noch härter gegen Gewalt, Strandpartys und Müll durch. Bei Verstößen gegen den Verhaltenskodex drohen Bußgelder in Höhe von 100 bis zu 3.000 Euro.

Gut versorgt unterwegs: Das gehört in die Reiseapotheke

Verschiedene Medikamente, Verbandszeug und Sonnencreme liegen ausgebreitet auf einem Tuch.
Im Urlaub in wärmeren Gegenden ist es am schönsten, die meiste Zeit barfuß zu laufen. Da hat man sich leicht eine kleine Verletzung zugezogen. Denken Sie also unbedingt an den Verbandskasten. © Imago
Eine Frau gibt sich Augentropfen in die Augen.
Zu viel Zug von der Klimaanlage und schon droht eine Bindehautentzündung. Dem beugen Augentropfen vor. © Imago
400mg Filmtabletten von der Firma Zentiva.
Schmerztabletten helfen gegen Kopfweh und andere Leiden. © Bernd Feil/Imago
PWeiße Tabletten in der Packung.
Etwas falsches am üppigen Buffet erwischt? Mit einem Mittel gegen Übelkeit vermeiden Sie unschöne Urlaubsmomente. © Sven Weber/Imago
Eine Frau hält sich mit einer Hand den Bauch und in der anderen Hand eine weiße Pille.
Das Gleiche gilt für Durchfallerkrankungen. Als Mittel gegen Durchfall sind vor allem Kohletabletten ratsam. Sie befördern durchfallerregende Keime aus dem Darm. © Andriy Popov/Imago
Ein Mann erhält eine Impfung in den rechten Oberarm.
Impfungen sind schon vor der Abreise wichtig. Gehen Sie auf Nummer sicher und nehmen Sie Ihren Impfpass mit auf die Reise. © Michael Bihlmayer/Imago
Eine Frau in Sandalen trägt an jeder Ferse ein Pflaster.
Blasenpflaster für unterwegs sind gerade dann sinnvoll, wenn Sie längere Touren und Wanderungen unternehmen. Es empfiehlt sich auch, ein kleines Päckchen Pflaster für Kratzer und Abschürfungen einzustecken. © Imago
Flüssige Medizin wird auf einen Löffel gegeben.
Halspastillen und Hustensaft sind ebenso wichtige Begleiter auf Reisen. Vor allem dann, wenn es im Urlaubsland kälter als erhofft ist. © Imago
Junge Frau trägt Sonnenschutz auf ihre Haut auf.
Kühlendes Spray und Mittel gegen Sonnenbrand gehören zu den Basics im Urlaub. © Petra Schneider-Schmelzer/Imago
Eine Mücke befindet sich der Haut.
Mittel gegen Juckreiz sind wichtig, ebenso ein Spray gegen Mücken und andere Insekten. © Imago
Taschentücher und ein Nasenspray befinden sich auf einem Tisch.
Ein Nasenspray verschafft bei Schnupfen  Erleichterung. © Sascha Steinach/Imago

Besonders betroffen von diesen Regelungen sind die Bereiche der sogenannten Schinken- und Bierstraße, sowie die Umgebung der Diskothek „Megapark“. Die Polizei in Mallorca hat jedoch angekündigt, an der gesamten Playa de Palma vermehrt strenge Kontrollen durchzuführen. Auch in der Innenstadt von Palma sollen die neuen Maßnahmen durchgesetzt werden. (hg/dpa)

Rubriklistenbild: © Clara Margais/dpa

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