Italien ist nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Wasser drang in ein Touristen-Schiff ein. Es drohte auf dem Meer zu sinken.
Grado – „May Day“! Dieses Notfall-Signal schickte am Mittwoch ein Schiff in Italiens Norden an die Zentrale. Vier Meilen vor der Küste drang Wasser in den Motorraum des auch mit Urlaubern besetzten Bootes ein. Es drohte zu sinken. Ein Großaufgebot an Rettungskräften eilte zu den Passagieren und konnte am Ende Schlimmeres verhindern.
Das Schiff mit insgesamt 76 Passagieren kam nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa von der bei Touristen beliebten Adria-Stadt Grado am östlichen Ende des Golfs von Venedig. Von der auch „Sonnen“- oder „Gold-Insel“ genannten Ortschaft sollte es über den Hafen von Monfalcone nach Triest gehen. Doch auf der Strecke drang plötzlich Wasser in den Motorraum des Schiffes mit dem Namen „Audace“ ein.
Urlauber-Schiff in Italien droht zu sinken: Große Rettungsaktion folgt
Die Besatzung kämpfte offenbar vergeblich gegen das Leck. Es bestand die akute Gefahr, dass das Schiff sinken könnte.
Nach dem „May Day“-Notruf um kurz vor Mittag machte sich ein Großaufgebot an Einsatzkräften auf den Weg zu der Meerstelle. In der Einsatzzentrale wurde die höchste Warnstufe für einen schweren Gesundheitsnotstand ausgegeben. Zahlreiche zwischen Triest und Lignano Sabbiadoro stationierte Boote der Küstenwache eilten genauso zu Hilfe, wie die Taucheinheit der Finanzpolizei und die italienische Feuerwehr. Diese setzte auch einen Hubschrauber bei der Aktion ein. Aus dem Helikopter veröffentlichten die Vigili del Fuoco später ein Video ihres Einsatzes.
#Gorizia, intervento dalle 11:50 #vigilidelfuoco e @guardiacostiera per un’imbarcazione con 76 persone a bordo in fase di affondamento 4 miglia a largo di Grado. Tutti i passeggeri sono in salvo sulle scialuppe, in corso trasbordo su motobarca #vf
Italien entgeht See-Katastrophe: Urlauber in Sicherheit gebracht
Bei aufgerauter See wurden alle Passagiere sowie die vier Besatzungsmitglieder auf Rettungsinseln evakuiert. Später wurden sie nach Angaben der Feuerwehr mithilfe von Motorbooten in den Hafen von Grado zurückgefahren.
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Die Ursache für das Leck in dem Urlauber-Schiff, auf dem auch zahlreiche Touristen aus dem Ausland gewesen sein sollen, ist bis jetzt noch unklar. Nach Ansa-Angaben drang das Wasser von der Bug-Seite des Schiffes in das Innere ein.