Am helllichten Tag

Österreich: Motorradfahrer warnte Autofahrer gerade noch rechtzeitig – Felssturz trifft Touristenstraße

+
Bei Aggsbach-Dorf ging dieser Felsen auf die Wachauer Bundesstraße nieder.
  • schließen

In der österreichischen Wachau ist in der Nähe des berühmten Schlosses Schönbühel am helllichten Tag ein mächtiger Felssturz auf die Bundesstraße niedergegangen.

Aggsbach-Dorf - Die Wachau in Österreich ist ein Dorado für Touristen: Die Weinstädte Dürnstein und Krems locken mit ihren Kirchen und Schlössern, Kloster Melk ist eine Sehenswürdigkeit von Weltrang, die nicht nur Flusskreuzfahrer bewundern. Vor allem Radfahrer genießen die idyllische Atmosphäre in den Sommermonaten auf dem Donauradweg.

Der Felssturz ereignete sich nur wenige Kilometer von Schloss Schönbühel entfernt.

Auch das Klosterschloss Schönbühel, das auf einem Felsen direkt über der Donau thront, wird gerne besichtigt. Nur wenige Kilometer von dieser Sehenswürdigkeit entfernt ereignete sich am Montag (18. März) ein heftiger Felssturz.

Ein Motorradfahrer konnte gerade noch einen Zusammenstoß vermeiden

Kurz nach 16 Uhr hatte laut heute.at ein Motorradfahrer plötzlich mehrere mannshohe Felsbrocken mitten auf der Fahrbahn entdeckt. Glücklicherweise hatte in dem Moment, als sie niedergingen, niemand die Strecke passiert. Der Motorradfahrer warnte die nachkommenden Autofahrer und verständigte Polizei und Feuerwehr.

Die Trümmer waren aus dem über der Straße gelegenen Wald auf die B33 am rechten Ufer der Donau geknallt. Mithilfe der Straßenmeisterei St. Pölten wurden die Felsen von der Straße schnell beseitigt, die Fahrbahn war zunächst wieder einspurig befahrbar. „Glücklicherweise ist niemandem etwas passiert“, berichtete Thomas Kaufmann, FF-Kommandant von Aggsbach-Dorf, gegenüber noen.at. Der Donauradweg verläuft hier etwas unterhalb der Straße.

Oberhalb der Unfallstelle lagen weitere lockere Felsen im Wald

Ein Geologe untersuchte die Lage vor Ort, um weitere Maßnahmen mit der Feuerwehr zu besprechen. Die Feuerwehr Aggsbach-Dorf wurde von ihren Melker Kollegen mit einer Drohne unterstützt, um das Gelände besser absichern zu können. Nach dem Entdecken weiterer lockerer Felsen in den steilen Hängen oberhalb der Straße wurden diese zum Abgang gebracht und ebenfalls beseitigt. Die Straße war dann am Abend wieder vollständig frei.

Ein Felssturz außerhalb der Alpen ist nicht so alltäglich wie in diesem Hochgebirge. In Norditalien sucht eine ganze Serie solcher Ereignisse die Menschen heim. Am Gardasee wird sogar der Neubau einer Straße diskutiert, weil der ganze Berg porös geworden ist.

Kommentare