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Moritz Bletzingerschließen
„Non-Bathing“ ist der neue Trend: Weniger Duschen für eine bessere Haut und zum Schutz der Umwelt. Ein Selbstexperiment zeigt überraschende Ergebnisse.
Kassel – Für viele Menschen ist die tägliche Dusche ein absolutes Muss. Es gibt jedoch auch Personen, die nur ein bis zweimal pro Woche oder sogar seltener duschen. Der Trend „Non-Bathing“ propagiert genau das: Aus gesundheitlichen oder ökologischen Gründen auf das tägliche Duschen zu verzichten. Die Annahme dahinter: Man spart nicht nur Wasser, sondern verbessert auch das Hautbild. Aber ist das wirklich der Fall?
Duschen nur einmal pro Woche: Für eine bessere Haut und weniger Trockenheit?
In einer Reportage des Bayerischen Rundfunks hat Reporterin Ariane Alter ein Selbstexperiment gewagt. Sie durfte nur einmal pro Woche duschen. Auch Deodorant war verboten. Nur bestimmte Körperbereiche wie Achseln und Füße durfte die Reporterin häufiger mit einem Waschlappen reinigen.
Nach zwei Wochen stellte ein Arzt fest, dass sich das Hautbild verbessert hatte. Darüber hinaus hatte die Haut einen höheren Feuchtigkeitsgehalt als vor dem Selbstversuch. Dass die Reporterin in dieser Zeit nur einmal geduscht hatte, bemerkte niemand in ihrem Umfeld anhand ihres Geruchs. Sollten wir also alle nur noch einmal pro Woche duschen?
Dusche ich zu oft? Säureschutzmantel der Haut kann Schaden nehmen
Es scheint, dass zu häufiges Duschen nicht besonders gesund für die Haut ist. Die Dermatologin Stefanie Derendorf empfahl, insbesondere im Winter weniger zu duschen und stattdessen rückfettende Seifen zu verwenden. Heißes und zu viel Wasser könnten den Säureschutzmantel der Haut angreifen. Und der Zustand der Haut verrät viel über unsere Gesundheit, vor allem im Gesicht.
Das Verbrauchermagazin Öko-Test rät ebenfalls dazu, nicht jeden Tag zu duschen. Aus dermatologischer Sicht sind zwei Duschen pro Woche ausreichend. Das Wasser sollte lauwarm und nicht heiß sein. Alten Schweiß sollten Sie aber regelmäßig abwaschen. Öko-Test empfiehlt, drei Körperstellen mit Wasser, Waschlappen und milder Seife häufiger zu reinigen: Gesicht, Achseln und Intimbereich (nur mit Wasser).
Nur alle sieben Tage duschen?
Ist die Haut gesund und nutzt man milde Pflegeprodukte, spricht laut Öko-Test nichts gegen die tägliche Dusche. Sieben bis zehn Minuten gelten als ideale Duschdauer. Dabei muss man nicht immer den gesamten Körper einseifen. Nur Körperbereiche wie Füße und Achseln sollten mit Duschgel gereinigt werden. Für den Rest reicht lauwarmes Wasser.
Der Trend „Non-Bathing“ hat auch in der Welt der Prominenten Fuß gefasst. Berühmtheiten wie Jake Gyllenhaal, Mila Kunis und Ashton Kutcher haben öffentlich zugegeben, seltener zu duschen. Im Badezimmer lässt sich viel Wasser einsparen, eine Erfindung aus der Schweiz könnte die Klospülung revolutionieren und großen Teil dazu beitragen. (kas)
Für diesen von der Redaktion geschriebenen Artikel wurde maschinelle Unterstützung genutzt. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung von Redakteur Moritz Bletzinger sorgfältig überprüft.
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