Beliebte Urlaubsländer leiden unter Rekordhitze: „Das hält man nicht mehr aus“
VonRobin Dittrich
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In einigen europäischen Städten herrschen Rekordtemperaturen. Vielerorts wird sogar die höchste Alarmstufe für Hitze ausgerufen. Das sagen deutsche Touristen.
Bremen – In Italien, Spanien, Griechenland und der Türkei hält die Hitzewelle noch immer an. Einige deutsche Touristen äußerten sich jetzt zu den Temperaturen jenseits der 40 Grad. Viele von ihnen verzweifeln regelrecht. Doch auch Deutschland wurde in diesem Sommer bereits von einer Hitzewelle und Unwettern überrollt.
Deutsche Urlauber leiden in Touristen-Hotspots Europas unter der Hitze
Noch immer herrschen in vielen Ländern am Mittelmeer Temperaturen über 40 Grad. Touristen sowie Einheimische, die nicht an solche Temperaturen gewöhnt sind, leiden. In Rom sorgen 28 geöffnete Gesundheitszentren dafür, dass Menschen in dem beliebten Urlaubsort mit Trinkwasser versorgt werden. Vor dem Kolosseum sagte eine Touristin: „Das hält man nicht mehr aus.“ Auch ein Reisender aus Braunschweig äußerte sich zur Hitzewelle: „Dass es heiß wird, war klar, aber nicht, dass wir 40 Grad und mehr haben.“
Andere deutsche Touristen, die bereits vor längerer Zeit ihren Urlaub buchten, verzweifeln in dem Urlaubs-Hotspot ebenfalls. Vor einem halben Jahr rechneten sie schlichtweg nicht mit solchen Temperaturen. Nicht nur in Italien, sondern auch in Spanien macht die Hitzewelle vielen Menschen zu schaffen. Auch dort wurde in mehreren Orten die höchste Alarmstufe für Hitze ausgerufen. Ein Einheimischer sagte dazu: „Man hält’s nicht aus, es wird jedes Jahr heißer.“ Die durchschnittliche Wassertemperatur in Spanien ist so hoch wie seit dem Jahr 1940 nicht mehr.
Deutsche Touristin in Spanien hat einfaches Mittel gegen die Hitzewelle
Eine deutsche Touristin an der Ostküste Mallorcas will sich die Laune von der Hitze nicht verderben lassen. Obwohl sie sagt, dass „die Sachen ständig durchgeschwitzt“ sind, liebt sie die Hitze nach eigener Aussage. Ihr Rezept: Eine kalte Wassermelone, Pool und Klimaanlage. Auf Mallorca war es am Dienstag so heiß wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen, das teilte der nationale Wetterdienst Aemet mit. In Sa Pobla, 40 Kilometer nördlich der Insel-Hauptstadt Palma, wurde die Höchsttemperatur von 43,9 Grad gemessen.
In Murcia, Alicante und Almeria wurden sogar 44 Grad erwartet. Mit der Hitzewelle steigt vielerorts auch die Waldbrandgefahr. Auf der Kanareninsel La Palma mussten bereits 4000 Menschen evakuiert werden, die Feuerwehrleute kämpfen noch immer gegen den Brand an. In Griechenland wird sogar gegen drei große Feuerfronten gekämpft. Am Mittwoch (19. Juli) teilte ein Sprecher mit, dass es keine Entwarnung gibt. „Am Wochenende wird das Waldbrandrisiko wieder sehr hoch sein“, sagte der griechische Meteorologe Theodoros Giannaros.
Die Gletscher schmelzen – So verändert der Klimawandel die Erde
Laut des Griechen hat der Hitzesommer noch lange kein Ende gefunden: „Das Schlimmste liegt noch vor uns.“ In der Türkei bleiben Strände in beliebten Urlaubsorten vielerorts leer. In der Provinz Adana wurden Menschen sogar zu Dankesgebeten für den Erfinder der Klimaanlage aufgerufen. Wie die türkische Wetterbehörde mitteilte, liegen die Temperaturen in den Mittelmeerregionen drei bis acht Grad über den in dieser Jahreszeit sonst üblichen Temperaturen. Viele Wissenschaftler sind sich einig, dass der Klimawandel dazu führt, dass Hitzewellen immer weiter zunehmen und länger andauern. (rd/dpa/afp)