Horror im Sommer

Schlangen-Plage in Italien-Idyll: Bürgermeister warnt Urlauber und Einheimische

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Schlangen-Alarm in Urlaubsort: Bürgermeister warnt vor giftigen Vipern und ruft zu Schutzmaßnahmen auf.
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Sie gilt als eine der gefährlichsten Giftschlangen in Europa. Teils ist sie vor dem Aussterben bedroht. Ein Dorf in Italien schlägt jetzt Alarm.

Pont Canavese – „Vorsicht Vipern“ warnt die italienische Gemeinde Pont Canavese Urlauber und Einheimische. Giftschlangen halten das Dorf im Piemont aktuell in Atem. Menschen sollen sich vor dem Biss einer Viper schützen. Und im Notfall sofort den Rettungsdienst verständigen.

Giftschlangen-Alarm in Italien – Bürgermeister wendet sich an Einheimische und Urlauber

Offiziell warnt jetzt der Bürgermeister Paolo Coppo auf Facebook vor den gefährlichen Reptilien. Es habe zahlreiche Sichtungen rund um Pont Canavese in der Nähe von Turin gegeben. Ein 20-Jähriger wurde bereits in Ponte di Legno auf einem Weg von einer Viper gebissen, berichtet ildolomiti.it. Der junge Mann sei außer Gefahr, Ärzte hätten ihm ein Anti-Viper-Serum verabreicht und in ein Krankenhaus transportiert.

„Der Biss einer Viper ist für alle, insbesondere für Kinder gefährlich“, warnt der Bürgermeister. Coppo appelliert an die Menschen, dicke Socken und feste Schuhe zu tragen. Man solle keinesfalls barfuß oder nur in Sandalen oder Hausschlappen nach draußen gehen.

Vipern-Plage nach nassem Wetter in Italien

Die Zahl der giftigen Vipern ist dieses Jahr ungewöhnlich hoch. Das nasse Wetter zu Beginn des Sommers habe die Ausbreitung der Viper begünstigt, teilt der Bürgermeister mit.

„Wer auf Wegen, insbesondere in der Natur unterwegs ist, sich in der Nähe von Wasserläufen oder an Flussufern aufhält, muss Vorsicht walten lassen“, heißt es in dem Facebook-Post. Im „unglücklichen Fall eines Bisses“ sollen sich Betroffene umgehend an den Rettungsdienst unter der Rufnummer 118 oder die 112 wenden.

So gefährlich ist der Biss einer giftigen Aspisviper

Aspisvipern (bis zu 60 Zentimeter lang) sind an ihrem dreieckigen, kantigen Kopf, ihrem gedrungenen Körper und einem kurzen Schwanz zu erkennen. Die Giftschlange ist in Italien und auch in Deutschland zu finden. Laut dem Naturschutzbund Baden-Württemberg ist die giftige Aspisviper allerdings hierzulande sehr selten und vom Aussterben bedroht.

Italienisches Dorf leidet unter Giftschlangen: Eine Aspisviper ist an ihrem kantigen, dreieckigen Kopf zu erkennen (Symbolfoto).

Die Aspisviper gehört zu den gefährlichsten Giftschlangen in Europa. Glücklicherweise ist ein Biss der Viper laut der Giftzentrale in Bonn (GIZ) selten tödlich. Im Falle eines Bisses sei es wichtig, Ruhe zu bewahren, körperliche Anstrengungen zu vermeiden und rasch einen nächsten Arzt aufzusuchen.

Die betroffenen Extremitäten sollten ruhig gestellt werden. Meist kommt es nach einem Biss zu Schwellungen – je nach Schwere der Vergiftung. In seltenen Fällen kann der Biss der Aspisviper zu einer Lähmung führen. Zu seltenen allgemeinen Vergiftungserscheinungen zählen zudem: Übelkeit, Erbrechen, Herzklopfen, eventuell Schwindel und Bewusstseinstrübung. Auf keinen Fall sollte der Biss ausgesaugt, abgebunden oder ausgeschnitten werden.

Derweil breitet sich auch eine giftige Spinne in Europa aus – in Italien ist ein Polizist nach einem Biss gestorben. (ml)

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