Steinschlag

Unwetter-Chaos in Norditalien: Wassermassen und Steine donnern auf Bergstraße

  • schließen

Italien wurde erneut von einem Unwetter heimgesucht. Ein Video dokumentiert die dramatische Überschwemmung einer Bergstraße.

Valstagna – Italien scheint kaum zur Ruhe zu kommen. Erst vor wenigen Tagen rauschten schwere Unwetter über das beliebte Urlaubsland am Mittelmeer. Sintflutartiger Regen ergoss sich vor allem über den Norden des Landes. Jetzt zeigt ein Video die beängstigenden Wassermassen.

Starkregen hat in Norditalien kleine Rinnsale in Sturzbäche verwandelt. Ein Video von der Zufahrtsstraße zur Hochebene von Asiago offenbart gefährliche Zustände. (Collage)

Schwere Unwetter rauschen über Italien – Sturzbäche überschwemmen Bergstraße

Italien war vergangene Woche von Unwettern mit Starkregen heimgesucht worden. Das sorgte vielerorts für Überschwemmungen. Ein Stadtteil von Mailand stand gänzlich unter Wasser, wie unter anderem die Lokalausgabe des Corriere della Sera berichtete. Aber auch die Bergregionen wurden teils schwer getroffen, etwa die venezianische Provinz Vicenza.

Überschwemmungen gab es auch auf einer Bergstraße, die von der Kleinstadt Valstagna zur Gemeinde Foza auf die Hochebene der Sieben Gemeinden bei Asiago führt. Die schmale, aber wichtige Verbindungsstraße, die sich an riesigen Felswände entlang schlängelt, wurden stellenweise völlig unter Wasser gesetzt. Das zeigte ein Video, das in den sozialen Medien kursiert.

Gefährliche Situation für Autofahrer in Norditalien – Starkregen setzt Bergstraße unter Wasser

Den Aufnahmen eines Autofahrers zufolge donnerten alle paar Meter die gewaltigen Wassermassen über die Felswände und überschwemmten die Straße. Kleine Rinnsale hatten sich regelrecht in reißende Wasserfälle verwandelt – insbesondere für Autofahrer war das ein gefährliches Unterfangen.

Auf der Straße waren auch immer wieder größere Steine zu sehen, die von den Sturzbächen fortgespült wurden. Nach Angaben des italienischen Nachrichtenportals il dolomiti sollen zwischen Valstagna und Foza innerhalb von nur sechs Stunden 120 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen sein.

Wie Il Giornale di Vicenza berichtete, sollen die Wassermassen, die von den Bergwänden abflossen, auch die Stadt Valstagna geflutet haben. Dort standen Straßen und Unterführungen unter Wasser. Auch ein Museum sei überschwemmt worden. Zwar hat sich das Wetter inzwischen wieder beruhigt. Doch während Meteorologen für Deutschland eine große Oktober-Überraschung ankündigten, stehen in Italien ab Mittwoch (16. Oktober) erneut Unwetter auf dem Plan. Ab Donnerstag (17. Oktober) soll es im ganzen Land starke Regenfälle geben, meldete der Nachrichtensender Sky TG24. (kas)

Rubriklistenbild: © Screenshot/Instagram

Kommentare