VonJuliane Reyleschließen
Sintflutartiger Regen trifft Deutschland. Wo droht jetzt Hochwasser, welche Regionen sind besonders gefährdet? Eine aktuelle Unwetter-Prognose und Tipps.
Heftiger Starkregen, Sturm und sogar Schnee: Über Deutschland rollt eine gefährliche Unwetterlage. Von über 30 Grad und einer Mini-Hitzewelle am Wochenende zu tiefen Temperaturen mit Niederschlag, wie wetter.net die Wetter-Entwicklung ankündigt. Vor allem in der Mitte und im Süden des Landes drohen in den kommenden Tagen sintflutartige Regenfälle, überflutete Straßen und steigende Flusspegel.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt bereits vor einer kritischen Situation mit regionalem Hochwasser und Wetter in extremer Form.
Unwetter bringt extreme Regenmengen nach Deutschland: Bis zu 100 Liter möglich
Bis Dienstagabend (23. September) zieht ein breites Regenband vom Südwesten bis in die östlichen Mittelgebirge. Besonders betroffen sind laut Diplom-Meteorologe Dominik Jung und wetter.net die südwestdeutschen Mittelgebirge: Innerhalb von 24 Stunden können dort 45 bis 55 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. In einigen Regionen rechnen die Wetter-Experten bis Mittwoch sogar mit bis zu 100 Litern.
Auch die östlichen Mittelgebirge bekommen kräftige Regengüsse ab. In hohen Lagen sind zudem Sturmböen mit Geschwindigkeiten von 70 bis 90 km/h möglich. Doch schon am Montag (22. September) sind lokale Überschwemmungen, vollgelaufene Keller und Verkehrschaos nicht ausgeschlossen.
Kurzzeitige Wetterberuhigung am Dienstag – Hochwasser bleibt Bedrohung
Am Dienstag gibt es laut Wettermodellen eine kurze Entspannung. Doch die Böden sind bereits so stark durchnässt, dass zusätzliche Niederschläge kaum noch aufgenommen werden. Die Folge: steigende Pegel, Hochwassergefahr und zunehmendes Risiko für Überschwemmungen. Wer in Flusstälern lebt, sollte die Lage daher weiter sehr aufmerksam verfolgen.
Neue Regenfront ab Mittwoch: Wo Deutschland besonders betroffen ist
Ab Mittwoch (24. September) verschärft sich die Unwetter-Lage erneut. Vor allem in Nordbayern, Südthüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz und im nördlichen Baden-Württemberg droht anhaltender Dauerregen. Innerhalb von 24 Stunden können 40 bis 65 Liter pro Quadratmeter Niederschlag zusammenkommen – eine enorme Belastung für die bereits überfüllten Flüsse und Bäche.
Besonders gefährdet sind deshalb kleinere Flusssysteme, die schnell über die Ufer treten können. Aber auch größere Ströme geraten zunehmend unter Druck. Für viele Regionen in Süd- und Mitteldeutschland zeichnet sich damit eine akute Hochwasserlage ab, wie Dominik Jung von wetter.net erklärt.
Das sollten Bürger jetzt beachten:
- Keller und tieferliegende Räume rechtzeitig sichern
- Auf offizielle Wetterwarnungen achten
- Fahrten in von Unwetter betroffene Gebiete möglichst vermeiden
- Sicherung von Fahrzeugen und Außenbereichen prüfen
Wetter in Deutschland: Ist der Sommer jetzt endgültig vorbei?
Nach dem sonnigen Wochenende, teilweise mit Temperaturen über 30 Grad, kommt jetzt der extreme Wettersturz. Vielerorts ist jetzt mit Temperaturen um die 12 bis 13 Grad zu rechnen, nachts kühlt es weiter ab, wie die Prognosen der Meteorologen zeigen. Der Sommer verabschiedet sich nicht nur mit sintflutartigen Regenfällen – in höheren Lagen ist sogar Schnee möglich, wie wetter.net berichtet. Damit schlägt die Wetterlage abrupt in den Herbst um. Ob wohl ein goldener Oktober und Herbst kommt? Der 100-jährige Kalender macht eine bittere Wetter-Prognose für den Herbst.
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