„Schier bodenlose Kluft“

Unglück auf dem Berg: Urlauberin stürzt von schmaler Alpen-Brücke in den Tod

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Beim Begehen der Brücke stürzte die Frau aus noch zu klärenden Gründen in die Tiefe.
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Zu einem tragischen Vorfall kam es in den Schweizer Alpen. Am Donnerstag (8. Juni) stürzte eine Urlauberin in den Tod.

Gimmelwald – Zu einem schlimmen Bergunglück ist es bereits am Donnerstag (8. Juni) in den Schweizer Alpen gekommen. Dabei ist eine Touristin ums Leben gekommen.

Wie aus einem Bericht der Kantonspolizei Bern hervorgeht, handelt es sich bei der Verunglückten um eine 31-jährige Frau aus Kanada. Sie sei beim Begehen der Nepalbrücke in Gimmelwald (Lauterbrunnen) in die Tiefe gestürzt und dabei gestorben.

Alpen-Unglück: Frau stürzt in der Schweiz in den Tod

Die Polizei ermittelt. Dabei soll ein Unfallgeschehen im Vordergrund stehen. Nach ersten Erkenntnissen war die Frau mit mehreren anderen Personen auf dem Klettersteig von Mürren nach Gimmelwald unterwegs. Nach Angaben des Alpen-Clubs SAC ist die Route „technisch nur mäßig schwierig“. Dafür locken die atemberaubenden Ausblicke Urlauber.

Auf der Tour überquerte die Gruppe auch die schmale und ganze 80 Meter lange Nepalbrücke, die „über eine schier bodenlose Kluft“ führt, wie der Schweizer Alpen-Club SAC schreibt. Gegen 14 Uhr kam es laut Behörden-Angaben zu dem Unglück und die Frau stürzte in die Tiefe.

Auf dem Klettersteig gilt eigentlich Sicherungspflicht. Zwei Karabinerhaken werden in ein Stahlseil eingeklinkt. Doch gegenüber der Blick bestätigte die Polizei: „Sie war zu dem Zeitpunkt des Sturzes ungesichert“. Die Ausrüstung, um sich abzusichern, habe die Frau allerdings bei sich getragen. Wie es zu diesem Umstand kommen konnte, ist Teil der Ermittlungen. Die Brücke und die Ausrüstung seien nach aktuellem Stand nicht beschädigt und mangelhaft gewesen.

Urlauberin stürzt von Brücke: Etliche Einsatzkräfte im Einsatz

Zwar rückten sofort Rettungskräfte aus. Sie konnten aber nur noch den Tod der jungen Frau feststellen. Im Einsatz waren sowohl Gebirgsspezialisten, Mitarbeiter der Kantonspolizei Bern, Mitarbeiter der Alpinen Rettung Schweiz sowie ein Helikopter von Air-Glacier. Nun ermittelt auch die Staatsanwaltschaft.

Viel Glück hatte ein Wanderer in den Chiemgauer Alpen. Er überlebte einen 80-Meter-Sturz.

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