Mehrere Schwerverletzte

Unfall-Gondel wieder in Betrieb: Seilbahn-Behörde spricht über Absturz-Ursache

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Schlimmer Unfall in Österreich. Eine Gondel stürzte im Skigebiet Hochoetz in Tirol am Dienstagvormittag ab. Mehrere Menschen wurden schwer verletzt.

Update vom 12. Januar, 11.39 Uhr: Die Absturz-Gondel ist wieder in Betrieb. Drei Tage nach dem verheerenden Unfall fährt die Acherkogelbahn wieder. Alle sicherheitsrelevanten Überprüfungen haben stattgefunden, außerdem wurden Maßnahmen entlang der ergriffen, teilen die Bergbahnen mit. Die Untersuchung der Seilbahn-Behörde habe festgestellt, eine „Verkettung von mehreren ungünstigen Gegebenheiten“ habe am Dienstag zum Unglück geführt.

Rätselhafte Ursache für Gondel-Drama in Tirol: Polizei mit neuen Details – auch deutsches Ehepaar verletzt

Update vom 11. Januar, 12 Uhr: Wie konnte das passieren? Sechs Menschen wurden bei dem Gondel-Unglück am Dienstag (9. Januar 2024) in Österreich verletzt – vier davon schwer. Der 49-jährige Vater der verunglückten Familie aus Dänemark befindet sich weiter in einem kritischen Zustand. Im Innsbrucker Klinikum wurde er stundenlang operiert. Sein Bruder (46) sein Sohn (20) und seine Tochter (19) liegen nach dem Gondel-Absturz mit schwersten Verletzungen im Krankenhaus.

„Wir konnten den 20-jährigen Sohn des 49-Jährigen befragen“, sagte Hubert Juen, Bezirkskommandant der Polizei in Imst der Krone. Der 20-Jährige stehe jedoch unter Schock und könne sich derzeit an nichts mehr erinnern. Der 46-jährige Onkel habe demnach keine Angaben zur Unfallursache machen können. „Sie wissen nicht, wie es geschah“, so Juen.

Vermutlich ist ein Baum auf das Tragseil der Acherkogelbahn gekracht, fiel wohl auf die Verankerung der Gondel. Daraufhin stürzte die 8er-Kabine, in der sich die dänische Familie befand, etwa 12 Meter in die Tiefe. Die abstürzte Gondel wurde, laut ORF, inzwischen beschlagnahmt und aus dem Skigebiet transportiert.

Update vom 10. Januar, 13.30 Uhr: Einen Tag nach dem Absturz einer Gondel im österreichischen Oetz geht die Suche nach der Ursache weiter. Sehr wahrscheinlich werde dafür ein Gutachter bestellt, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch in Innsbruck. Eine Kabine der Acherkogelbahn war am Dienstag wahrscheinlich von einem umstürzenden Baum aus der Verankerung gerissen worden und etwa zehn Meter tief in den Schnee gestürzt.

Vier Urlauber einer Familie aus Dänemark im Alter von 19, 20, 46 und 49 Jahren wurden schwer verletzt. Einer von ihnen wurde in kritischem Zustand in die Klinik nach Innsbruck geflogen. Auch ein deutsches Ehepaar im Alter von 58 und 62 Jahren, das in der Gondel vor der Unglückskabine saß, war betroffen und hatte sich als verletzt gemeldet. Das Ehepaar werde am Mittwoch von der Polizei zum Hergang befragt, hieß es seitens der Behörden. Das deutsche Gondel-Ehepaar kommt aus Plötzkau im Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt), weiß IPPEN.MEDIA aus Polizeikreisen.

Gondel stürzt in Tiroler Skigebiet in die Tiefe: Auch Deutsche verletzt

Update vom 10. Januar, 9 Uhr: Eine Familie aus Dänemark wurde bei dem Absturz einer Gondel der Acherkogelbahn schwer verletzt. Die vier – ein Vater mit seinem Sohn (19) und Tochter (17) sowie der Onkel der Kinder saßen am Dienstagvormittag in einer 8-er-Gondel. Um 10.22 Uhr bei der Bergfahrt stürzte ihre Kabine der Polizei zufolge zehn bis zwölf Meter in unwegsames Gelände ab. Ein Baum war nach ersten Erkenntnissen auf das Tragseil gekracht und verursachte den Unfall.

Zwei weitere Urlauber aus Deutschland wurden durch die Schwingung des Tragseils verletzt, so die Polizei. Die beiden Wintersportler im Alter von 58 und 62 Jahren befanden sich in einer vorausfahrenden Gondel. Zuvor hieß es, dass sich am Nachmittag drei weitere Verletzte gemeldet hatten. Über die Schwere ihrer Verletzung war vorerst nichts bekannt.

8er-Gondel stürzt in Tiroler Skigebiet in die Tiefe: Betreiber nennt Unfallursache – neue Details zu Insassen

Erstmeldung vom 9. Januar 2024

Imst/Tirol – Am Dienstagvormittag kam es im Tiroler Skigebiet Hochoetz im Bezirk Imst zum Absturz einer Gondel. Vier Menschen sind schwer verletzt, teilte die Polizei mit. Die Verletzten wurden mit einem Tau von einem Hubschrauber aus geborgen und in die Krankenhäuser nach Zams und Innsbruck gebracht. Wie ORF Tirol berichtet, soll sich eine Person in kritischem Zustand auf der Intensivstation befinden.

Gondel-Absturz erschüttert Tirol – Die Bilder vom Unglückstag in Österreich

Bei dem Absturz einer Gondel in Österreich sind vier Insassen schwer verletzt worden. Die Gondel ist am Dienstagvormittag im Skigebiet Hochoetz in Tirol (Imst) abgestürzt.
Bei dem Absturz einer Gondel in Österreich sind vier Insassen schwer verletzt worden. Die Gondel ist am Dienstagvormittag im Skigebiet Hochoetz in Tirol (Imst) abgestürzt. © ZOOM.TIROL/APA/dpa
Gondel-Absturz in Österreich: Vier Skifahrer aus Dänemark sind bei dem Unglück am Dienstag (9. Januar) schwer verletzt worden.
„Wir wissen nur, dass es sich um einen Vater, dessen Sohn und Tochter sowie einen Onkel handelt. Es dürfte also eine Familie sein“, sagt der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant Michael Haid. Die Familie kommt wohl aus Dänemark, wollte vermutlich ihren Skiurlaub genießen. Alle vier verletzten sich schwer, einer sogar lebensgefährlich. Außerdem berichteten drei weitere Personen von Verletzungen durch die Schwingung des Tragseils. © BMI/FLUGPOLIZEI/dpa
Gondel-Unglück in Österreich: Die Betreiber rätseln ob der Unfallumstände.
Die Betreiber rätseln ob der Unfallumstände. Offenbar sei ein Baum auf das Seil gefallen, was das Unglück ausgelöst haben könnte. Eigentlich ist entlang der Gondeltrasse eine Schneise in den Wald gerodet. Wieso aber daneben ein Baum stehen kann, der so hoch ist, dass der auf die Gondel stürzt? „Es wurden alle Vorschriften eingehalten“, so Benjamin Rohrer, Pressebeauftragter der Bergbahnen Hochoetz. © ZOOM.TIROL/APA/dpa
Unfallstelle der Gondel in Tirol
„Die Gondel stürzte senkrecht in die Tiefe“, berichtet Michael Haid vom zuständigen Bezirkskommando der Polizei in Imst. Mehrere Hubschrauber wurden alarmiert, um die Verletzten zu bergen. © BMI/FLUGPOLIZEI/dpa
Das Bild zeigt das Skigebiet Hochötz.
Das Bild zeigt das Skigebiet Hochötz. Nach dem Unglück wurden die restlichen Gondeln mitsamt Insassen evakuiert und vom Seil genommen, der Gondelbetrieb ruht. Das Skigebiet ist aber über andere Bergbahnen weiter erreichbar.  © APA/ZOOM.TIROL/dpa
Bei der Bergung wird ein Retter zusammen mit einem Verletzten mit einer Seilwinde in einen Hubschrauber gezogen, der über der Absturzstelle einer Gondel der Acherkogelbahn steht.
Bei der Bergung wird ein Retter zusammen mit einem Verletzten mit einer Seilwinde in einen Hubschrauber gezogen, der über der Absturzstelle einer Gondel der Acherkogelbahn steht. Eine Kabine war am Dienstag wahrscheinlich von einem umstürzenden Baum aus der Verankerung gerissen worden und etwa zehn Meter tief in den Schnee gestürzt. Einen Tag nach dem Absturz der Gondel geht die Suche nach der Ursache weiter.  © Liebl Daniel/Tiroler Tageszeitung/dpa

Bei den Verunglückten handelt es sich nach Angaben der Polizei um zwei Männer und zwei Jugendliche einer Familie aus Dänemark. Einen Vater mit seinem Sohn und Tochter und einem Onkel, sagte Bezirkspolizeikommandant Michael Haid dem ORF.

Grund für Gondel-Unfall wohl umgestürzter Baum

Gondel-Absturz in Österreich: Vier Skifahrer aus Dänemark sind bei dem Unglück am Dienstag (9. Januar) schwer verletzt worden.

Nach ersten Informationen dürfte ein umgestürzter Baum der Grund für den Seilbahnunfall an der Acherkogelbahn im Tiroler Ötztal gewesen sein. Der Baum ist wohl auf ein Tragseil gefallen und hat die Achtergondel zum Absturz gebracht. Die Gondel soll rund sieben Metern in die Tiefe gefallen sein. Keine der anderen rund 60 Gondeln der Acherkogelbahn sind aus Tragseil gefallen.

Wie Michaela Burger von den Bergbahnen Hochoetz gegenüber Kurier mitteilt, dürften mehrere Bäume aus bisher ungeklärten Gründen in die Seilbahntrasse gestürzt sein. Ein technischer Defekt wurde genauso wie menschliches Fehlverhalten zunächst ausgeschlossen. Noch am Dienstagmorgen (9. Januar) sei die Trasse im Zuge einer Kontrollfahrt kontrolliert und nichts Auffälliges festgestellt worden.

Derzeit sei die genaue Unfallursache noch Gegenstand von Untersuchungen, so Burger. Sachverständige müssten klären, „wie das passieren konnte.“ Laut Polizeikommandant Juen sei davon auszugehen, dass ein Baum die Gondelhalterung direkt getroffen habe. Andernfalls sei es sehr unwahrscheinlich, dass sich die Gondel überhaupt hätte lösen können.

Rettungseinsatz an der Achterkogelbahn in Österreich: Eine Gondel ist im Tiroler Skigebiet abgestürzt.

Nach Gondelabsturz in Hochoetz: Betrieb im restlichen Skigebiet läuft weiter

Wie unter anderem der ORF Tirol berichtete, wurde die Bahn laut Aussagen des Bergbahnunternehmens umgehend außer Betrieb genommen. Eine Webcam zeigt die stillstehende Acherkogelbahn. Im restlichen Gebiet würde der Skibetrieb jedoch weiterlaufen.

Erst vor wenigen Wochen ist im selben Skigebiet ein Jugendlicher (14) bei einem Skiunfall ums Leben gekommen. Ebenfalls in Tirol und nur weniger Kilometer entfernt wurde Anfang Januar 2024 ein 14-jähriges Mädchen bei einem Unfall auf der Piste getötet.

Rubriklistenbild: © BMI/FLUGPOLIZEI/dpa

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