Tiefsee-Katastrophe

Video zeigt die letzte Aufnahme der Unglücks-Kapsel, bevor sie zur Titanic abtauchen wollte

  • schließen

Das Titanic-U-Boot „Titan“ soll schon am Sonntag implodiert sein. Eine Fotografin veröffentlicht die letzte Aufnahme der Unglücks-Kapsel.

Boston – Seit vergangenen Sonntag (18. Juni) galt das Titanic-U-Boot „Titan“ als verschollen. An Bord waren fünf Menschen, unter ihnen Stockton Rush, der Chef der Betreiberfirma der Unglücks-Kapsel. Aber auch ein gerade erst 19-Jähriger nahm an der Expedition aus Liebe zu seinem Vater teil. Nach tagelanger Suche herrscht jetzt traurige Gewissheit. Das Tauchboot implodierte wohl in Millisekunden, wodurch die Passagiere völlig überrascht wurden.

Das Ganze passierte schon am Sonntag, also kurz nach dem Verschwinden der „Titan“. Am Donnerstag (22. Juni) fand die US-Küstenwache dann die ersten Trümmerteile. Eine Fotografin, die auf der Videoplattform TikTok unter dem Namen abbijaxxxon bekannt ist, veröffentlichte jetzt die wohl letzte Aufnahme des U-Boots. Die 22-Jährige arbeitet laut Bild auf dem Mutterschiff des implodierten Tauchboots.

Eine junge Fotografin filmte, wie das „Titan“-Tauchboot zur Titanic aufbrach.

22-jährige Fotografin macht letzte Aufnahme der Unglücks-Kapsel „Titan“

Auf dem Video zu sehen ist die junge Fotografin, die zufrieden in ihre Handykamera guckt. Im Hintergrund erkennt man ganz klein das U-Boot „Titan“, was sich anscheinend auf den Tauchgang zur Titanic vorbereitet. Dass es sich hierbei um die letzten Aufnahmen des Tauchboots vor dem Verschwinden und der Implosion handelt, konnte zu diesem Zeitpunkt noch keiner wissen. Sonst hätte die 22-Jährige das Ereignis wohl nicht so lapidar mit den Worten „gucke gerade zu, wie ein U-Boot zur Titanic abtaucht“ kommentiert.

Die Bilder zum Drama um das Titanic-U-Boot: Das letzte Foto der „Titan“ – und die ersten Trümmer

Leonardo Di Caprio und Kate Winslet, die Hauptdarsteller des Films „Titanic“
Sie schufen den Mythos um die 1912 gesunkene „Titanic“: Leonardo Di Caprio und Kate Winslet, die Hauptdarsteller des Films „Titanic“. Der Film gewann elf Oscars. 130 Millionen Besucher zog es in den USA ins Kino, immerhin 18 Millionen in Deutschland. © imago/EntertainmentPictures
Titanic
Die überreste des gesunkenen Luxusdampfers „Titanic“ liegen in rund 3800 Metern Tiefe (undatiertes Archivfoto). © epa PA/epa/dpa
Das Wrack der Titanic.
Titanic Wrack U-Boot.jpg © Atlantic Productions/Magellan/Imago
In diesem aus einem Video von Atlantic Productions entnommene Standbild zeigt einen Teil des 1912 gesunkenen Luxusdampfers, „Titanic“.
In diesem aus einem Video von Atlantic Productions entnommene Standbild zeigt einen Teil des 1912 gesunkenen Luxusdampfers, „Titanic“.  © Atlantic Productions/dpa
Atlantik
Hier liegt das Wrack der „Titanic“ im Atlantik. © Google/dpa
Titan
Dieses vom American Photo Archive herausgegebene Foto zeigt das Tauchboot „Titan“ von OceanGate Expeditions, das zur Besichtigung der Wrackstelle der „Titanic“ eingesetzt wurde. © American Photo Archive/Alamy/PA Media/dpa
Das Archivbild der „Titan“ zeigt den Start des Tauchboots von der Plattform aus.
Das Archivbild der „Titan“ zeigt den Start des Tauchboots von der Plattform aus: Eine Reise zur Titanic kostet Privatpersonen mit dem U-Boot rund 250.000 Dollar. © OceanGate Expeditions / AFP
Dieses Archivbild zeigt das Titanic-Tauchboot „Titan“ im Atlantik.
Titanic-Tauchboot „Titan“ im Atlantik verschollen (Archivfoto). Das kleine U-Boot ist knapp sieben Meter lang und fünf Personen bis in eine Tiefe von 4.000 Metern befördern.  © OceanGate Expeditions/AP/dpa
Der Innenraum des vermissten Tauchboots „Titan“.
Dieses von American Photo Archive zur Verfügung gestellte Foto zeigt den Innenraum des vermissten Tauchboots „Titan“ von OceanGate Expeditions mit den damals reisenden Passagieren. Im Inneren des Tauchboots hat die Besatzung wenig Platz und nur eine bestimmte Menge Sauerstoff, wie eine ältere Fotoaufnahme zeigt. © American Photo Archive Alamy
Hamish Harding
Hamish Harding im Juni 2023 in London. Der britische Geschäftsmann und Abenteurer ist an Bord des Tauchboots, das in der Nähe des „Titanic“-Wracks im Atlantik vermisst wird. © Dirty Dozen Productions/PA Media/dpa
Stockton Rush, CEO von OceanGate, aufgenommen in Seattle. Der CEO von OceanGate ist unter den fünf Passagieren des verschollenen Tauchbootes, das am Abend des 18. Juni in der Nähe des Titanic-Wracks als vermisst gemeldet wurde.
Stockton Rush, CEO von OceanGate, aufgenommen in Seattle. Der CEO von OceanGate ist unter den fünf Passagieren des verschollenen Tauchbootes, das am Abend des 18. Juni in der Nähe des Titanic-Wracks als vermisst gemeldet wurde. © Greg Gilbert/dpa/Archivbild
U-Boot wird nahe Titanic-Wrack vermisst
Das U-Boot Titan ist auf dem Weg zur untergegangenen Titanic verschollen. © Dirty Dozen Productions/dpa
Das letzte Foto der Tauchkapsel „Titan“, bevor sie auf Titanic-Tauchgang ging: Keine zwei Stunden später verlor das Mutterschiff „Polar Prince“ den Kontakt.
Das letzte Foto der Tauchkapsel „Titan“, bevor sie auf Titanic-Tauchgang ging: Keine zwei Stunden später verlor das Mutterschiff „Polar Prince“ den Kontakt. © FP PHOTO / DIRTY DOZEN PRODUCTIONS / HANDOUT
Jamie Frederick, der Kapitän der US-Küstenwache
Jamie Frederick, der Kapitän der US-Küstenwache, leitet die Suche nach dem verschwundenen U-Boot. Ein Wettlauf gegen die Zeit. © Joseph Prezioso / AFP
Karte wo das Tauchboot vermisst wurde
Die Trümmer des Tauchbootes auf dem Weg zur Titanic wurden gefunden. Eine Karte zeigt, wie nahe es dem versunkenen Schiff gekommen ost.  © Google/dpa
Suleman Dawood (l) und sein Vater waren Insassen des „Titanic“-U-Bootes.
Suleman Dawood (l) und sein Vater waren Insassen des „Titanic“-U-Bootes. © AFP PHOTO/DAWOOD HERCULES CORPORATION
OceanGate-CEO Stockton Rush soll laut mehreren Berichten die Sicherheitsvorkehrungen der „Titan“ nicht ordnungsgemäß beachtet haben.
OceanGate-CEO Stockton Rush soll laut mehreren Berichten die Sicherheitsvorkehrungen der „Titan“ nicht ordnungsgemäß beachtet haben. © imago
Trümmer des Tauchboots „Titan“, das vom Meeresboden in der Nähe des Wracks der Titanic geborgen wurde, werden am Pier der kanadischen Küstenwache vom Schiff „Horizon Arctic“ entladen. Die US-Küstenwache sucht nach der Ursache des Unglücks.
Trümmer des Tauchboots „Titan“, das vom Meeresboden in der Nähe des Wracks der Titanic geborgen wurde, werden am Pier der kanadischen Küstenwache vom Schiff „Horizon Arctic“ entladen. Die US-Küstenwache sucht nach der Ursache des Unglücks. © Paul Daly/dpa

Neben der letzten Aufnahme der „Titan“ findet man auf dem TikTok-Kanal der Fotografin außerdem ein Video, welches den 77-jährigen Franzosen Paul-Henri Nargeolet zeigt. Dieser soll die versunkene Titanic wohl schon 37 Mal gesehen haben. Jetzt starb er mit den anderen vier Passagieren bei dem Tiefsee-Unglück. (Jakob von Sass)

Rubriklistenbild: © Screenshot/TikTok/AFP PHOTO/DIRTY DOZEN PRODUCTIONS/HANDOUT

Kommentare