VonIsabelle Jentzschschließen
Im US-Bundesstaat Alabama ist eine 34-Jährige tödlich verunglückt. Die Mitarbeiterin des Bodenpersonals eines Flughafens wurde von der Turbine eines Flugzeugs eingesaugt.
Montgomery - Flughäfen sind keine Spielplätze. Insbesondere auf dem Vorfeld, beim Be- und Entladen der Flugzeuge, geht es oft hektisch zu. Passagiere müssen aussteigen, das Gepäck entladen werden und das Flugzeug muss neu betankt, gereinigt und technisch überprüft werden, bevor die neuen Passagiere wieder einsteigen. Dabei müssen Regeln, Warnschilder und Hinweise vor allem vom Bodenpersonal beachtet werden, damit keine Unfälle geschehen.
Genau dies ist jedoch am Flughafen von Montgomery, im US-Bundesstaat Alabama, passiert. Eine 34-jährige Frau ist dort an Silvester unter tragischen Umständen ums Leben gekommen. Der lokale TV-Sender WBRC schilderte unter Berufung auf einen vorläufigen Untersuchungsbericht der US-Behörde für Transportsicherheit (NTSB) die Geschehnisse. Demnach wurde die Frau von einer laufenden Turbine eines geparkten Flugzeugs eingesaugt und getötet.
Tödlicher Unfall durch Turbine: Personal sollte sich dem Flugzeug nicht nähern
Die Frau gehörte dem Bericht zufolge zum Bodenpersonal und ignorierte mehrfach die ausgesprochenen Warnungen und Hinweise. Das Personal wurde kurz vor der Landung der Maschine erneut darauf hingewiesen, dass beide Turbinen am Gate noch zwei Minuten weiterlaufen würden, um die Technik abzukühlen. Die Piloten ließen die Turbinen weiter drehen, da es zuvor technische Probleme mit der Energieversorgung eines Hilfstriebwerks gegeben habe.
Während die Turbinen sich weiter drehten, solle sich keine Person der geparkten Maschine nähern, so WBRC. Dem vorläufigen Bericht zufolge, hatte einer der Piloten die Parkbremse gezogen und das Triebwerk am rechten Flügel ausgeschaltet, als ein Alarm losging. Der Alarm signalisierte der Crew, dass die vordere Frachttür geöffnet wurde. Daraufhin lehnte sich der Co-Pilot der Maschine der Fluglinie American Eagle aus dem Cockpit-Fenster, um das Bodenpersonal vor der akuten Gefahr zu warnen.
USA: 34-jährige Frau wurde bei Turbinen-Unfall „von ihren Füßen gerissen“
Videoaufnahmen zeigen die Ereignisse kurz vor dem Tod der Frau. So sei die Frau zunächst mit einem orangefarbenen Sicherheitskegel in der Hand in Richtung des Flugzeughecks gelaufen. Als Nächstes sah man sie entlang der Vorderkante des linken Flügels und wie sie direkt vor das erste Triebwerk lief. „Daraufhin wurde sie von ihren Füßen gerissen“, zitiert WBRC aus dem Untersuchungsbericht. Dann wurde die 37-Jährige in die laufende Turbine hineingezogen. Noch ist unklar, wann die Behörde den endgültigen Untersuchungsbericht vorlegen wird.
Normalerweise wollen Piloten und Pilotinnen mit ihren Maschinen keinerlei Risiko eingehen. Deshalb musste kürzlich eine Maschine in Verona notlanden, weil Rauch im Cockpit austrat. Damit es im Cockpit zu keinen menschlichen Fehlern kommt, dürfen Piloten und Pilotinnen außerdem nie das Gleiche essen. (ij)
