„Schreckliche Gewalttat“

Zwei Kinder bei Schüssen an US-Schule getötet: Polizei gibt weitere Details zum Täter bekannt

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  • Sandra Sporer
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    Patrick Huljina

An einer katholischen Schule in Minneapolis sind bei einem Schusswaffen-Angriff zwei Kinder getötet worden. Das FBI prüft nun sogar einen möglichen Terrorakt.

Update vom 28. August, 6.45 Uhr: Nach dem tödlichen Angriff auf die Annunciation Catholic School in Minneapolis sind weitere Details über den Schützen und die Umstände der Tat bekannt geworden. Der 23-jährige mutmaßliche Schütze Robin W. hatte eine persönliche Verbindung zu der Schule und Kirche. Wie Polizeichef Brian O‘Hara bekanntgab, war der Täter früher offenbar selbst Schüler der Einrichtung und ein Familienmitglied arbeitete für die Kirche.

Vor der Tat veröffentlichte der Schütze ein sogenanntes Manifest auf YouTube, das nach Angaben der Polizei „verstörende Inhalte“ enthielt. Auf einer Waffe des Tatverdächtigen, der sich nach den Schüssen selbst umbrachte, sollen Kritzeleien gestanden haben. US-Heimatschutzministerin Kristi Noem hob drei Beispiele in einem X-Post hervor, die auf einem Magazin eines Gewehres zu finden gewesen sein sollen: „Für die Kinder“, „Wo ist Dein Gott?“ und „Tötet Donald Trump“ - also den US-Präsidenten.

Ob es sich dabei um eine der Waffen handelte, die er bei der Gewalttat im US-Bundesstaat Minnesota im Norden der USA benutzte, führte sie in ihrer Erklärung nicht aus. Die Ermittler führten indes einige Durchsuchungen durch – eine in der Kirche und drei in Wohnungen im Großraum Minneapolis, die mit dem Schützen in Verbindung stehen.

Polizeichef mit Update zu tödlicher Schießerei an US-Schule

Update vom 28. August, 5.15 Uhr: Zwei Kinder starben, 14 weitere wurden bei dem Amoklauf an einer katholischen Schule in Minneapolis zum Teil schwer verletzt. Wie Brian O‘Hara, der Polizeichef von Minneapolis, in einer nächtlichen Pressekonferenz bekanntgab, dürften diese ihre Verletzungen „glücklicherweise voraussichtlich überleben“.

Schock und Trauer in Minneapolis sitzen tief. Am 27. August eröffnete ein 23-jähriger Mann während eines Gottesdienstes das Feuer, zwei Kinder sterben dabei.

Der Täter hatte nach Polizeiangaben drei Waffen bei sich: ein Gewehr, eine Schrotflinte und eine Pistole. DIe Waffen soll er alle legal erworben haben. Im US-Bundesstaat Minnesota ist eine Genehmigung erforderlich, um Schusswaffen zu kaufen und auch, um diese in der Öffentlichkeit zu tragen, informiert der US-Sender CNN.

„Teil des normalen Ablaufs“ – Detail rettet bei Amoklauf in den USA vielen wohl das Leben

Dass nicht noch mehr Kinder und Menschen bei dem Amoklauf zu Schaden gekommen sind, ist laut O‘Hara vor allem einem Detail zu verdanken. „Einige Türen wurden nach Beginn der Messe verschlossen, was Teil des normalen Ablaufs ist“, erklärte der Polizeichef gegenüber CNN. Das habe wohl eine noch größere Tragödie verhindert. Die Kinder der Schule sollen laut Handbuch der Institution zudem mehrmals jährlich entsprechende Übungen für den Ernstfall durchführen.

Tödliche Schüsse an katholischer Schule: FBI prüft Terrorakt

Update vom 27. August, 22 Uhr: Die US-Bundespolizei FBI untersucht die tödlichen Schüsse auf Kinder im Umfeld einer katholischen Schule als mögliches Terrorverbrechen. Man prüfe, ob es sich um einen inländischen Terrorakt und ein Hassverbrechen gegen Katholiken handele, teilte der FBI-Direktor Kash Patel auf der Plattform X mit.

Während eines Schulgottesdienstes in Minneapolis hatte ein Schütze am Morgen (Ortszeit) nach Polizeiangaben durch die Fenster einer Kirche auf Kinder auf Kirchenbänken geschossen. Zwei Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren starben. Laut FBI wurden zudem 14 Kinder und drei Erwachsene verletzt. Der verdächtige Schütze ist auch tot. Heimatschutzministerin Kristi Noem zufolge handelt es sich um einen 22 Jahre alten Mann, der sich demnach als Transperson bezeichnen solle. Transpersonen sind Menschen, die sich dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugewiesen wurde, nicht zugehörig fühlen.

Tödliche Schüsse an einer katholischen Schule in Minneapolis. Das FBI prüft einen möglichen Terrorakt.

Papst erschüttert nach Schuss-Angriff auf Schule in USA – „zutiefst traurig“

Update vom 27. August, 21 Uhr: Nach dem Amoklauf an einer katholischen Schule in Minneapolis meldete sich auch der Vatikan zu Wort. Der Papst sei „zutiefst traurig“ über den Vorfall. „Er spricht allen Betroffenen dieser schrecklichen Tragödie sein tief empfundenes Beileid aus und versichert ihnen seine geistige Nähe, insbesondere den Familien, die nun um den Verlust eines Kindes trauern“, zitiert CNN einen Sprecher des Vatikan.

Donald Trump hat die Flaggen des Weißen Hauses als Trauerbekundung auf halbmast setzen lassen. Auch die Flaggen von Botschaften und Konsulaten im Ausland sowie Militärstandorten und öffentlichen Gebäuden in den USA werden auf Anordnung des Präsidenten bis Sonntag auf halbmast fliegen.

Update vom 27. August, 18.20 Uhr: Zwei Kinder wurden durch die Schüsse in der katholischen Schule in Minneapolis getötet, wie Brian O‘Hara, der Polizeichef der Stadt Minneapolis verlauten ließ. Zudem seien mindestens 17 Personen verletzt worden, 14 davon Kinder. Zwei der Verletzten befinden sich aktuell in kritischem Zustand, so der Polizeichef weiter. Er beschrieb die Tat als „vorsätzliche Gewalttat gegen unschuldige Kinder und andere Menschen, die Gott verehren“, zitiert CNN ihn.

Originalmeldung vom 27. August: Minneapolis – Am Mittwoch (27. August) eröffnete ein bewaffneter Angreifer an der katholischen Annunciation-Schule in Minneapolis das Feuer. Laut Medienberichten sollen dabei mindestens zwei Menschen getötet und mehr als ein Dutzend weitere verletzt worden sein. Berichten von CNN zufolge ist der Schütze tot – er soll sich nach Angaben von Ermittlern selbst erschossen haben.

Die Polizei ist an der Schule der Annunciation Church in Minneapolis im Großeinsatz.

Die Polizei von Minneapolis rückte mit einem Großaufgebot von 65 Einheiten aus. Auch das FBI und die Bundespolizei ATF wurden alarmiert. Minnesotas Gouverneur Tim Walz zeigte sich erschüttert: „Ich bete für unsere Kinder und Lehrer, deren erste Schulwoche durch diese schreckliche Gewalttat überschattet wurde“, erklärte er auf der Plattform X.

Amoklauf an Schule in Minneapolis – US-Präsident Trump meldet sich zu Wort

Die Behörden richteten eine Sammelstelle für Angehörige ein, um Familien mit ihren Kindern zusammenzuführen. Sie betonten, dass keine weitere Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe. Eine Pressekonferenz der Ermittler ist für den Mittwochnachmittag (Ortszeit) angekündigt.

Auch US-Präsident Donald Trump wurde über den Vorfall informiert. Er bat die Amerikaner um Gebete. „Bitte schließen Sie sich mir im Gebet für alle Beteiligten an“, schrieb er auf Truth Social. Das FBI sei schnell vor Ort gewesen, so Trump weiter. Kristi Noem, die Ministerin für Heimatschutz, nahm ebenfalls Stellung. Auf der Plattform X sprach sie von einem „schrecklichen Schusswaffenvorfall“ an einer katholischen Schule, den ihr Ministerium beobachte. (sp)

Rubriklistenbild: © STEPHEN MATUREN/Getty/Afp

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