VonMoritz Bletzingerschließen
Ein heftiges Unwetter löst in Italien einen verheerenden Erdrutsch aus. Zwei Menschen werden vermisst, die Rettungsarbeiten laufen auf Hochtouren.
Caserta – Unwetter-Katastrophe nahe Neapel. In der süditalienischen Gemeinde San Felice a Cancello sind nach einem Erdrutsch zwei Personen vermisst. Die Feuerwehr berichtete, dass mehrere Wohngebäude geräumt werden mussten. Eine Schlammlawine, die Autos und Motorroller mit sich zog, strömte durch die Straßen. Viele Keller und Garagen standen unter Wasser.
Unwetter-Drama in Italien: Zwei Vermisste nach massivem Erdrutsch nahe Neapel
Der Schlamm und das Geröll, die sich ihren Weg von einem Hügel bahnten, stammten aus einem Gebiet, in dem Anfang August ein Waldbrand einen Pinienwald zerstört hatte. Die Aufräumarbeiten zogen sich durch die gesamte Nacht.
Die Behörden gaben bekannt, dass es sich bei den beiden Vermissten um einen Mann (42) und seine Mutter (74) handelt. Sie waren am Dienstagnachmittag (27. August) mit einem kleinen Fahrzeug zu einem Grundstück in der Nähe der Gemeinde unterwegs. Jetzt sucht die spezialisierte Feuerwehreinheit „Gos“ unter anderem mit Drohnen. Das Fahrzeug wurde zwischenzeitlich in einer Böschung gefunden.
„Straßen wie Sturzbäche“: Italien-Metropolregion von heftigen Unwettern getroffen
In anderen Bereichen der Region, die im Hinterland der Metropole Neapel liegt, verursachten heftige Regenfälle chaotische Zustände. Vor diesen Regenfällen hatte es dort über Wochen hinweg kaum Niederschläge gegeben, während die Temperaturen oft über 35 Grad lagen. Heftige Hagel-Unwetter im Norden von Italien hatten am Montag dort große Schäden verursacht.
Die Nachrichtenagentur Ansa berichtet von enormen Schäden in der Provinz, spricht von „Straßen wie Sturzbäche“. In Baiano wurde die Hauptstraße demnach völlig überflutet, in Mugnano del Cardinale riss die Flut geparkte Autos mit. Beinahe das gesamte Hinterland von Neapel ist betroffen. Am schlimmsten die Gemeinden in der Region Irpinia. Die Großstadt Neapel kämpft derweil vor allem mit immer wiederkehrenden Erdbeben des Supervulkans. (moe/dpa)
