VonMartina Lipplschließen
Tiefdruckwirbel verursachen derzeit extremes Wetter in Italien. Die Schäden an beliebten Badestränden sind enorm.
Jesolo – Ein Adria-Tief brachte Schneemassen in den Alpen. An der Adria-Küste in Italien schüttete es stundenlang. Das schlechte Wetter setzte besonders dem beliebten Urlaubsort Jesolo zu. Sturmflut und Winde verursachten schwere Schäden am Sandstrand.
Unwetter wüten in Italien – Zwei Kilometer Strand an Adriaküste in Jesolo verschwunden
In Jesolo Pineta wurden auf einer Länge von zwei Kilometern tausende Kubikmeter Sand ins Meer gespült. Heftige Windböen und zwei Meter hohe Wellen hinterließen Spuren, berichtet die italienische Tageszeitung Il Gazzettinio. Nach ersten Schätzungen sind 5.000 Kubikmeter Sand verschwunden.
Diesmal vermischten sich der „Scirocco“( Südostwind) mit dem „Libeccio“ (Südwestwind). „Die Böen drückten frontal auf den Strand und nicht wie sonst üblich seitlich“, sagte Antonio Facco, Präsident des Strandverbandes von Jesolo Federconsori Arenili laut der Zeitung. In den nächsten Tagen lasse sich bei Ebbe der Sand wahrscheinlich wieder zurückholen. Der Sand wäre nicht so weit weg verfrachtet.
„Das Problem ist weniger der diesmal aufgetretene Schaden, sondern dass es immer wieder passiert. Da reicht schon ein bisschen Schirokko und der Strand ist wieder beeinträchtigt“, sagte Alberto Maschio, Strandverantwortlicher der Gemeinde Jesolo, dem privaten Fernsehsender Antenna Tre Veneto.
Italienischer Badeort Jesolo will Sandstrand retten
Der Ferienort will seinen Strand in Zukunft vor Erosionen schützen. 567.500 Euro stehen dafür 2024 bereit, berichtet der Strandverband auf seiner Facebookseite. So soll neuer Sand in das Gebiet geschafft werden, um die Küste wiederherzustellen. Erst vergangenen Sommer wüteten Unwetter auch an der Adria. Im Herbst fegte eine riesige Wasserhose über die Toskana. Dabei herrschte beim verheerenden Hochwasser im Frühjahr 2023 in vielen Regionen an der Adriaküste Alarmstufe rot.
Die Schlechtwetter-Phase in Italien hält nach Prognosen der Meteorologen bis Anfang März an. In den Alpen rechnen die Wetterexperten erneut mit starken Schneefällen auch teils unter 1000 Metern. Regenfälle mit Hagel, Gewittern und starken Windböen sind auch wieder in Venetien zu erwarten.(ml)
