Eldorado für Kriminelle

Als er vor seiner Villa aus dem Taxi stieg: Polizei fasst endlich Most-Wanted-Rentner aus Österreich

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Die sonnige Mittelmeerküste Spaniens hat auch eine Schattenseite. Hier tummeln sich gesuchte Verbrecher. Für einen Österreicher fand das Luxusleben nun ein Ende.

Alicante – Dort leben, wo andere Urlaub machen. Ein Traum, der für einen 70-jährigen Mann aus Österreich an der Costa Blanca in Alicante (Spanien) wahr wurde. Doch auch wenn der Österreicher einen luxuriösen Lebensstil pflegte, als Vorbild taugt er nicht. Der 70-jährige Rentner war ein europaweit gesuchter Verbrecher. Nun wurde er vor seiner Villa verhaftet.

Österreichischer „Most-Wanted-Opa“ suchte Zuflucht im spanischen Alicante

Wie die Kronen Zeitung berichtet, ist der sogenannte „Most-Wanted-Opa“ nicht nur in Österreich auf der Fahndungsliste, sondern sogar einer der ältesten meistgesuchten Kriminellen Europas. Grund dafür dürften laut der österreichischen Tageszeitung mehrere Straftaten gewesen sein, darunter auch Anlagebetrug. Damit soll er sich mehr als neun Millionen Euro erschlichen haben.

Ein Österreicher (70) führte in der spanischen Stadt Alicante ein betuchtes Leben. Nun wurde der gesuchte Verbrecher dort verhaftet.

Illegal ergaunertes Geld, das wohl auch sein Leben in der spanischen Küstenstadt Alicante finanzierte. Dort lebte der Österreicher mit gemeinsam mit seiner Frau in einer Luxusvilla im Nobelviertel der Stadt. Spaniens Mittelmeerküste ist offenbar ein Zufluchtsort für Verbrecher. Mehr als 200 international gesuchte Justizflüchtlinge und Kriminelle verhaftete Spaniens Polizei 2023 von Barcelona über die Costa Blanca bis zur Costa del Sol innerhalb nicht einmal eines Jahres.

Einer der ältesten meistgesuchten Verbrecher (70) vor Luxusvilla festgenommen

Genau dort ging nun auch der große Fisch aus der Alpenrepublik ins Netz. Spanische Beatme der Guardia Civil machten den 70-jährigen Mann vor der Haustür seines Domizils dingfest, als dieser gerade aus dem Taxi gestiegen war. Hinweise von Ermittlern aus Österreich hatten das entscheidende Indiz geliefert.

Auf der Liste der meistgesuchten Europäer befinden sich auch nach der Verhaftung des in Spanien lebenden Mannes, noch immer zwei Österreicher. Darunter Martin Schnabl, der unter Verdacht steht, als Kopf einer kriminellen Vereinigung im großen Stil Suchtmittel verkauft haben soll, und niemand geringerer als Tibor Foco. Der mittlerweile 68-Jährige wurde 1987 rechtskräftig wegen des Mordes an einer Prostituierten zu lebenslanger Haft verurteilt. 1995 gelang Foco aber die Flucht und seither fehlt von ihm jede Spur.

Bei weitem nicht Millionen von Euro, dennoch aber eine beträchtliche Summe nahm auch eine andere mutmaßliche Betrügerin aus Österreich ein. Eine Oberösterreicherin soll 806 Kuchen verkauft und dabei rund 72.000 Euro unversteuert kassiert haben. 

Rubriklistenbild: © Martin Silva Cosentino/IMAGO

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