Drei Menschen tot

Wanderer stürzten 1000 Meter hinab: Ungeklärtes Todesdrama am Matterhorn

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Drei Wanderer stürzen am Matterhorn innerhalb weniger Tage in den Tod. Die Polizei steht vor einem Rätsel bezüglich der Ursache der tödlichen Stürze in der Schweiz.

Zermatt – Bergsteigen gilt in vielen Regionen der Welt als überaus gefährlich. Das Matterhorn in der Schweiz ist als einer der tödlichsten Berge der Welt bekannt, mehrere hundert Menschen starben dort seit Erstbesteigung 1865. Jetzt kam es erneut zu schweren Abstürzen.

Bergsteiger stürzen am Matterhorn 1000 Meter in tief in den Tod

Bereits am Mittwoch, dem 14. August 2024, stürzten zwei Bergsteiger über 1000 Meter in die Tiefe, wie die örtliche Polizei meldete. Die Alpinisten hatten die Hörnlihütte in Zermatt am Morgen verlassen, um das Matterhorn über den Hörnligrat zu besteigen. Als die beiden nach ihrer eingeplanten Tour nicht zurückkehrten, riefen namentlich nicht genannte Drittpersonen das Rettungsunternehmen Air Zermatt.

Das Matterhorn gilt als einer der tödlichsten Berge der Welt. Jetzt starben erneut drei Bergsteiger in der Schweiz.

In Zusammenarbeit mit der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation sandte die Air Zermatt einen Erkundungsflug aus. Dabei wurden zwei Personen in der Nordwand des Matterhorns leblos lokalisiert. Die Retter alarmierten in der Folge die Kantonspolizei Wallis, die sich mit dem Absturz beschäftigte.

Die Ermittler stehen noch immer vor dem Rätsel zur Unfallursache. Vermutet wird laut einem Sprecher der Polizei, dass die beiden Alpinisten in eine Gewitterfront geraten waren: „Die hat sie wahrscheinlich erwischt.“ Auch auf der Zugspitze kommt es immer wieder zu Unfällen.

Todesserie am Matterhorn: Weiterer Alpinist stürzt nur wenige Tage später

Nur wenige Tage später, am 16. August 2024, stürzte ein weiterer Bergsteiger am Matterhorn ab. Dieser hatte sich bereits beim Abstieg über dem Hörnligrat vom Gipfel des Matterhorns befunden. Die Polizei geht davon aus, dass der Kletterer alleine unterwegs war und auf einer Höhe von rund 4200 Metern knapp 800 Meter in die Tiefe stürzte. Die herbeigerufenen Rettungskräfte konnten nach ihrem Eintreffen nur noch den Tod des Alpinisten feststellen.

In Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft hat die Kantonspolizei auch in dem Fall des verunglückten Bergsteigers Ermittlungen eingeleitet. Es sind bei Weitem nicht die einzigen Unfälle am Matterhorn in den letzten Jahren. Das Matterhorn gilt unter Experten als einer der tödlichsten Berge der Welt. Erstmals wurde das Matterhorn im Jahr 1865 bestiegen. Seitdem kamen hunderte Menschen beim Auf- oder Abstieg ums Leben. Auch zu schweren Felsstürzen kommt es am Matterhorn immer wieder. (rd/dpa/afp)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/KEYSTONE | Valentin Flauraud

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