„Gefahr für Leib und Leben“

Überschwemmungen in BaWü: Evakuierungen in mehreren Gemeinden – neue Wetter-Sorge am Montag

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  • Michelle Brey
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  • Bettina Menzel

Unwetter in Baden-Württemberg. Im Ostalbkreis werden mehrere Gemeinden wegen Überschwemmungen evakuiert. Die aktuelle Lage im News-Ticker.

Update vom 3. Juni, 9.47 Uhr: In Baden-Württemberg sind derzeit insbesondere der Ostalbkreis, der Rems-Murr-Kreis, Göppingen, Uhningen und Ebersbach betroffen. Im Leintal kommt es zur Evakuierung mehrerer Gemeinden. Laut Innenministerium sind in vielen Ortschaften starke Überschwemmungen zu verzeichnen. Die weitere Entwicklung bleibt unklar. „Angesichts der dynamischen Lageentwicklung muss jederzeit mit Änderungen des Einsatzgeschehens gerechnet werden“, warnt ein Sprecher.

Die Ostalb unter Wasser: Mehrere Gemeinden werden wegen Überschwemmungen evakuiert.

Alarmstufe Rot gilt auch am Bodensee und im angrenzenden Allgäu. Der Deutsche Wetterdienst mahnt vor Regenmengen von 20 bis 35 Litern pro Quadratmeter. „Gefahr für Leib und Leben.“ Hochwasser und Erdrutsche könnten die Folge sein. Die Bevölkerung wird dazu aufgefordert, Vorkehrungen gegen Hochwasser zu treffen. In Bayern, nördlich des Bodensees, hat Regensburg als erste Metropole den Notstand erklärt. Dort steigt der Pegel der Donau unaufhörlich und hat am frühen Morgen eine Höhe von 5,90 Metern erreicht.

Update vom 2. Juni, 21.24 Uhr: Der DWD hat am Sonntagabend neue Warnungen für mehrere Kreise in Baden-Württemberg herausgegeben. In Stuttgart, dem Rems-Murr-Kreis, Ostalbkreis sowie in Schwäbisch-Hall gilt Alarmstufe Orange bis Rot, teils sogar Lila – und damit auch die höchste Warnstufe. Es wird vor schwerem Gewitter mit Starkregen und Hagel gewarnt (Stand: 21.25 Uhr). Stark regnen soll es vor allem im Südosten, zwischen Konstanz und Ulm.

Mehrere Orte nahe der Donau und der Schmutter in Bayern an der Grenze zu Baden-Württemberg müssen zudem evakuiert werden. Betroffen sind Auchsesheim und Heißesheim sowie Teile von Nordheim, Mertingen, Asbach-Bäumenheim und Urfahrhof.

Der DWD warnt in Baden-Württemberg vor neuen, starken Gewittern und Regenfällen.

Update vom 2. Juni, 18 Uhr: Die Gemeinde Meckenbeuren im Bodenseekreis warnt vor Hochwasser-Tourismus. „Eine große Behinderung für die Einsatzkräfte stellen die zahlreichen Hochwassertouristen und Gaffer dar, die sich zum Teil in Lebensgefahr bringen“, heißt es in einer Mitteilung. Spaziergänger werden gebeten, „das Hochwassergebiet zu meiden, Sperrungen an Brücken und Straßen zu respektieren“, wie eine Sprecherin sagte. Immer wieder müssten Polizei und Feuerwehr Erwachsene und Kinder auf die lebensgefährliche Strömung aufmerksam machen.

Hochwasser-Alarm in BaWü: In mehreren Gemeinden sorgen Wassermassen für Überflutungen, wie hier im Raum Stuttgart.

Hochwasser in BaWü: Erdrutsch lässt ICE-Waggons entgleisen

Update vom 2. Juni, 15.15 Uhr: Durch einen 30 Meter breiten Erdrutsch sind in Schwäbisch Gmünd zwei Waggons eines ICE mit 185 Menschen an Bord entgleist. Die Passagiere kamen am Samstagabend aber mit dem Schrecken davon. Verletzt wurde niemand, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Die Passagiere seien mit Bussen weitergereist, erklärte eine Sprecherin am Sonntag. Der ICE 510 war auf dem Weg von Köln nach München. Wegen der Aufräumarbeiten war die Strecke über Stunden gesperrt. Am Sonntagnachmittag hatte die Bahn die Strecke zwischen Aalen und Stuttgart eingleisig freigegeben.

Update vom 2. Juni, 11.30 Uhr: Im Bodenseekreis stehen Teile der Gemeinde Meckenbeuren unter Wasser. Der Fluss Schussen sei in den Ortsteilen Kehlen und Brochenuell über das Ufer getreten und habe Straßen geflutet. Das sagte eine Gemeindesprecherin am Sonntag. Verletzte gab es demnach zunächst nicht. Der Pegelstand des Flusses sei am Samstagabend auf mehr als 4,86 Meter gestiegen. Seitdem falle er langsam ab. Normalerweise sei der Schussen dort nur 45 Zentimeter tief. 

Rund 1300 Menschen seien angehalten gewesen, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Es habe sich um eine Evakuierung auf freiwilliger Basis gehandelt. Manche Bewohner seien in ihren Häusern geblieben und hielten sich in den oberen Geschossen auf, hieß es. 

Orte in Baden-Württemberg müssen wegen des Starkregens Wasser abkochen

Update vom 2. Juni, 9.45 Uhr: In Baden-Württemberg sind die Menschen in zwei Orten im Rems-Murr-Kreis und in einem Ort im Ostalbkreis dazu angehalten, das Trinkwasser abzukochen. Das gilt seit Samstagabend. Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz handelt es sich konkret um die folgenden drei Ortsteile:

  • Altdorf
  • Kaiserbach
  • Gschwend

Regenwasser sei in die Versorgung eingedrungen, es käme zu Verunreinigungen. Insgesamt könnten etwa 100 Haushalte betroffen sein, sagte ein Sprecher der zuständigen Wasserversorgung. Inzwischen wurde eine Ersatzversorgung eingerichtet, hieß es weiter. Das Abkochgebot gelte trotzdem die ganze nächste Woche über für Trinkwasser und für Wasser zum Reinigen oder Zähneputzen.

Riesiger Erdrutsch lässt ICE-Waggons entgleisen

Update vom 2. Juni, 6.25 Uhr: Und auch in Baden-Württemberg machen die Wassermassen zahlreichen Landkreisen zu schaffen. Zwei Waggons eines ICE mit 185 Passagieren an Bord sind im baden-württembergischen Schwäbisch Gmünd am späten Samstagabend nach einem Erdrutsch entgleist. Die Passagiere blieben laut einem Bahnsprecher unverletzt und wurden in der Nacht zu Sonntag aus dem Zug evakuiert. „Es hat ein bisschen gerumpelt. Dann war eigentlich alles gut geregelt, keine Panik, alle waren ruhig. Die Einsatzkräfte waren schnell da und haben sich gut um uns gekümmert“, sagte Passagierin Elena Fabian der dpa.

Schwäbisch Gmünd liegt etwa 50 Kilometer östlich von Stuttgart. Dort hatte es wie in weiten Teilen Baden-Württembergs seit Freitag erhebliche Niederschläge gegeben. Dem Bahnsprecher zufolge sprangen die ersten beiden Waggons des ICE 510 auf der Fahrt von München nach Köln gegen 23.20 Uhr aus den Gleisen, kippten aber nicht um. Der Erdrutsch hatte demnach eine Breite von etwa 30 Metern. 

An der Stelle des Erdrutsches verlaufen eine Kreisstraße und die Bahnstrecke parallel - auch ein Auto war deshalb betroffen.

ICE noch nicht geborgen – Strecke bleibt weiter gesperrt

Die Zugpassagiere kamen zunächst in einem nahe gelegenem Kindergarten unter. Dann wurden sie mit Bussen nach Plüderhausen (Rems-Murr-Kreis) und Stuttgart gebracht. Wie lange die Strecke zwischen Aalen und Stuttgart gesperrt bleibt, war zunächst unklar - ebenso, wann wieder Fernzüge zwischen Stuttgart und München fahren können. 

Experten der Bahn und der Bundespolizei hätten mit der Untersuchung der Unfallstelle begonnen, teilte die Stadt Schwäbisch Gmünd am frühen Sonntagmorgen mit. Wann und wie der ICE geborgen werde, könne jedoch erst bei Tageslicht entschieden werden. Die Feuerwehr war nach der Entgleisung mit 85 Einsatzkräften vor Ort, das Deutsche Rote Kreuz mit rund 70 Kräften.

Tausende Sandsäcke gefǘllt - Nächtlicher Einsatz des Technischen Hilfswerks

In einem nächtlichen Einsatz haben Kräfte des Technischen Hilfswerks in Ulm Tausende Sandsäcke für die überfluteten und von Überflutungen bedrohten Gebiete in Baden-Württemberg und Bayern gefüllt. 30 000 Sandsäcke sollten in der Nacht zu Sonntag ausgeliefert werden, sagte Bernd Urban, Leiter des THW-Logistikzentrums. „Wir können momentan 400 Sandsäcke pro Stunde befüllen.“ Für die Säcke gebe es Anfragen aus verschiedenen Einsatzgebieten im Südwesten und auch aus angrenzenden Regionen im benachbarten Bundesland.

Hochwasserlage in Baden-Württemberg bleibt weiter angespannt

Update vom 1. Juni, 14.51 Uhr: Das Hochwasser der Schussen in Meckenbeuren (Bodenseekreis) steigt weiter an. Am Nachmittag betrug der Stand 4,72 Meter, wie eine Sprecherin der Kommune am Samstag mitteilte. Man hoffe, dass der Scheitel bald erreicht werde. Beim letzten Hochwasser im Jahr 2021 stieg der Fluss auf 4, 50 Meter an. Normalerweise führe er nur 45 Zentimeter Wasser. 

Am Freitagabend hatte die Gemeinde rund 1300 Menschen, vorsorglich empfohlen, ihre Häuser zu verlassen. Die meisten seien bei Freunden oder Verwandten untergekommen. Nur ganz wenige Menschen nutzten ein Notquartier. Um möglichen Schäden durch Überflutungen vorzubeugen, seien Schulen, Kindergärten und Festhallen schon im Vorfeld ausgeräumt worden. In der Kommune mit 14.000 Einwohner wurde auch vorsorglich Brücken gesperrt. 

Update vom 1. Juni 2024, 14.18 Uhr: Allmählich zieht die schlimmste Unwetterfront Richtung Osten ab. Nur noch in den drei Landkreisen zur bayerischen Grenze Bodenseekreis, Ravensburg und Biberach zeigt die Unwetter-Karte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) derzeit noch die höchste Warnstufe (Violett). Äußerste Vorsicht gilt aber weiterhin in den anderen Landkreisen, nachdem etliche Straßen und Ortschaften geflutet wurden.

Die Einsatzkräfte haben weiterhin alle Hände voll zu tun, in einigen Regionen seien sie bereits seit 22 Stunden im Einsatz. Einige Menschen mussten mit Booten in Sicherheit gebracht werden. Im Landkreis Biberach wurde eine Einrichtung für betreutes Wohnen mit 15 Bewohnern evakuiert.

Der Regen in Baden-Württemberg lässt etwas nach, die Sorgen bleiben. Einige Orte wurden von den Unwettern geflutet. Feuerwehr und Rettungskräfte sind im Dauereinsatz. (Collage)

Unwetter-Wall direkt vor Stuttgart – Dauerregen im Süden Deutschlands seit dem frühen Morgen

Update vom 1. Juni 2024, 9.07 Uhr: Während in Bayern einige Dörfer bereits Evakuierungen vorbereiten, rückt die Unwetter-Front auch immer weiter Richtung Stuttgart vor. Wie die Unwetter-Karte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigt, gilt bereits für zehn baden-württembergische Landkreise die höchste Unwetter-Warnstufe Violett. Vor Aufenthalten im Freien wird den Regionen vom Ostalbkreis bis zum Bodensee und der bayerischen Grenze dringend abgeraten. Es bestehe Lebensgefahr.

Die Landstraße 383 bei Reutlingen in Baden-Württemberg ist wegen eines Erdrutsches halbseitig gesperrt worden. Die Sperrung zwischen Reutlingen und Gönningen dauere nach Angaben der Polizei von Samstag bis in den Nachmittag an. Grund dafür war demnach der anhaltende Regen. Auch die Flusspegel in der Region stiegen weiter an, es bestehe in vielen Orten Hochwassergefahr.

Besonders den Süden Deutschlands trifft das Unwetter-Tief am Morgen des 1. Juni hart. In Bayern ist die Donau über die Ufer getreten. Für etliche Landkreise gilt die höchste Unwetter-Warnung. (Collage)

Unwetter in Deutschland: Tausend Menschen in BaWü sollen freiwillig Häuser verlassen

Update vom 1. Juni 2024, 6.25 Uhr: In vielen Gemeinden entlang der von Dauerregen belasteten Flüsse in Süddeutschland könnte es am Samstag zu heftigen Überschwemmungen kommen. Auch wenn es in der Nacht zunächst keine großflächigen Überflutungen gab, wird vielerorts ein Jahrhunderthochwasser befürchtet. Vor allem große Teile Baden-Württembergs und Bayerns erwartet ein brenzliges Wochenende. Besonders im Fokus steht dabei die Bodensee-Region: Wegen akuter Überflutungsgefahr wurde rund 1300 Menschen im baden-württembergischen Meckenbeuren geraten, ihr Zuhause zu verlassen. Andere Gemeinden forderten Anwohner am Freitagabend vorsichtshalber auf, Kellerräume zu meiden und nötigenfalls für ein paar Tage woanders zu schlafen. 

Bei der Sicherheitsmaßnahme in Meckenbeuren handele sich nicht um eine Evakuierung, sondern um eine Empfehlung wegen des erwarteten extremen Hochwassers am Fluss Schussen, teilte die Gemeinde in Oberschwaben am frühen Samstagmorgen mit. Eine Evakuierung sei aktuell auch nicht geplant. „Wir hoffen immer noch, dass sich die Wetterlage etwas entspannt und die Hochwasserpegel weniger dramatisch ausfallen als vorhergesagt“, hatte Bürgermeister Georg Schellinger am Freitagabend gesagt. 

Hochwasser-Gefahr steigt: Bewohner sollen Untergeschosse meiden

Nicht weit entfernt in Weingarten bei Ravensburg sollen Bewohner großer Teile der Stadt die Untergeschosse meiden und auf keinen Fall im Keller schlafen. Diese Empfehlung gab die Feuerwehr am Abend heraus. Auch ihnen wurde geraten, bestenfalls bei Verwandten und Freunden außerhalb der von steigenden Pegelständen gefährdeten Gebiete zu übernachten.

„Es ist leider zur Zeit unklar, wie schnell die Pegel im weiteren Verlauf steigen werden. Daher gilt besondere Vorsicht!“, hieß es auf der Seite der Feuerwehr. Laut dem Landkreis Ravensburg war nicht auszuschließen, dass einzelne Städte oder Gemeinden Evakuierungsentscheidungen treffen könnten.

In Lindau am Bodensee wurden am Freitagabend bereits erste Straßen und Unterführungen überflutet und der Stadtbus-Verkehr musste eingestellt werden. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren im Dauereinsatz. Aus einem Mehrfamilienhaus mussten Bewohner evakuiert werden, da durch eingedrungenes Wasser die Möglichkeit eines Kurzschlusses bestand.

Ursprungsmeldung vom 31. Mai 2024: Stuttgart – In den kommenden Tagen erwarten Wetter-Experten im Süden und Osten Deutschland vielerorts Dauerregen – Hessen und Bayern sind besonders stark betroffen, genau wie Baden-Württemberg. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet dort am Freitag (31. Mai) mit schweren Unwettern und heftigen Regenfällen. Den Experten zufolge kann es in Teilen des Bundeslandes zu 50- bis 100-jährlichen Hochwassern kommen, besonders rund um die Flussgebiete.

Lage in Baden-Württemberg verschärft sich am Freitag – starke Unwetter halten teils bis Montag an

In der baden-württembergischen Stadt Mannheim kam es wegen der starken Regenfälle bereits am Donnerstagabend zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen. Vor allem im Stadtteil Seckenheim liefen am Donnerstag Keller voll, die Einsatzkräfte rückten mit Tauchpumpen und Wassersaugern an. Auch Straßen wurden teilweise überflutet, wie es von der Feuerwehr am Abend hieß. Am Freitag verschärft sich die Lage nochmals: Der DWD verhängte in Teilen Deutschlands eine neue Unwetterwarnung. Die Experten gehen dann von 50 bis 60 Litern Regen pro Quadratmeter aus, im Allgäu können sogar bis zu 100 Liter pro Quadratmeter fallen.

Am 23. Mai 2024 baute sich bereits eine Unwetterzelle mit Blitzen über Baden-Württemberg auf. Das Bild zeigt ein Gewitter über der baden-württembergischen Stadt Essingen.

Die Niederschläge an nur einem Tag entsprechen demnach jenen eines ganzen Monats: Laut Statistik des Portals Wetterkontor fallen üblicherweise im gesamten April im Schnitt rund 70 Liter pro Quadratmeter. Besonders stark von Unwettern und Überschwemmungen betroffen ist aller Voraussicht nach der Osten Baden-Württembergs. Zwischen Südschwarzwald und Allgäu prognostiziert der DWD bis etwa Samstagmittag Dauerregen, weiter nördlich sogar bis Sonntagnachmittag. In weiteren Teilen des Bundeslandes dauern die starken Regenfälle bis in die Nacht zum Montag hinein an.

Hochwasser wie einmal alle 100 Jahre: In Baden-Württemberg erwarten Experten Überschwemmungen

Im Osten Baden-Württembergs können die Hochwasser an diesem Wochenende Ausmaße erreichen, die nur einmal in 50 oder 100 Jahren zu erwarten sind, hieß es von der Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) am Freitag. Sehr große Hochwasser sind demnach in den Donau- und Bodenseezuflüssen im Raum Oberschwaben im Verlauf von Freitag bis etwa Samstagmittag zu erwarten. Von enormen Überschwemmungen betroffen sind laut HVZ auch die Bodenseezuflüsse Schussen und Argen sowie die Donauzuflüsse Riss und Rot. Ebenso gehen die Experten von großen Hochwassern in den östlichen Neckarzuflüssen Erms, Fils, Rems und Kocher und von hohen Pegeln in Gundelsheim und Heidelberg, sowie am Hoch- und Oberrhein aus.

Wem die Regenfälle in Baden-Württemberg und anderswo in Deutschland derzeit außergewöhnlich stark und langanhaltend vorkommen, der hat recht: Der diesjährige Frühling war laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes sehr nass – insbesondere in Süd- und Südwestdeutschland. Außerdem war es der wärmste Frühling in Deutschland seit Beginn der systematischen Wetterbeobachtung im Jahr 1881. „Der Klimawandel lässt sich nicht ausblenden“, fasst DWD-Sprecher Uwe Kirsche die Frühjahrsbilanz der Meteorologen in einem Satz zusammen.

Rubriklistenbild: © Jason Tschepljakow/picture alliance/dpa

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