- VonDominik Jungschließen
Der goldene Herbst lässt aktuell noch auf sich warten. Am letzten Septemberwochenende droht nun Bodenfrost und am Alpenrand sogar Schnee.
München - Das Wetter fährt in Deutschland weiter Achterbahn. Noch am Montag wurden im Osten des Landes mehr als 26 Grad erreicht, am kommenden Wochenende (28. und 29. September) wird es dagegen deutlich frischer sein. Geht es nach Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net, kommt es sogar zu Bodenfrost.
An den Alpen sinke zugleich die Schneefallgrenze auf unter 1000 Meter. „Das werden ganz schön turbulente Tage. Los geht es schon am Donnerstag (26. September) mit Gewitter und Starkregen. Diese können im Westen zu Überschwemmungen und Aquaplaning führen“, so der Wetter-Experte.
Bayern und Österreich betroffen: Fotos zeigen Winter-Einbruch in zahlreichen Regionen




Wetter-Achterbahn geht weiter: Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen
Der US-Wetterdienst NOAA warnt demnach vor Regensummen um 40 bis 60 Liter pro Quadratmeter und das binnen nur 24 Stunden. Das könne laut Jung am Donnerstag zwischen Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und Bayern zu Problemen führen. Kleine Bäche könnten demnach rasch ansteigen und über die Ufer treten, außerdem seien durch den vielen Regen Erdrutsche möglich.
In den übrigen Regionen von Deutschland sind laut dem Wetter-Experten einzelne Schauer unterwegs, zudem werde es windig. Der Herbst drehe in den letzten Septembertagen voll auf. Nach einem windigen bis stürmischen und teils nassen Freitag (27. September) rauschen die Temperaturen laut Jung am Samstag und Sonntag in den Keller. Polarluft erreiche Deutschland aus Nordwesten.
Besonders bemerkbar mache sich das am Sonntagmorgen (29. September). Die Frühwerte liegen dann in ganz Deutschland zwischen ein und acht Grad. Regional komme es in der Landesmitte und im Süden zu Bodenfrost. Am Alpenrand sinke die Schneefallgrenze stellenweise auf unter 1000 Meter ab. In den Alpen soll es also zu einem neuen Wintereinbruch kommen.
Zeigt sich der Sommer noch einmal? Experte mit aktueller Prognose
Sonntag beruhige sich laut dem Wetter-Experten die Wetterlage dann wieder ein wenig. Es werde zwar bei Werten um zehn bis 16 Grad recht kühl, allerdings könne sich immer wieder die Sonne durchsetzen. Alles in allem stehe vielen Regionen ein angenehmer Tag bevor, doch schon am Montag soll es erneut nass werden.
Wie Meteorologe Dominik Jung weiter erklärt, interessieren sich viele Leute zudem für ein mögliches Sommer-Comeback im Oktober. „Natürlich kann es das und das war es ja auch schon mal gewesen. Im vergangenen Jahr kam es Mitte Oktober zu Spitzenwerten um 25 bis 30 Grad. Ob uns das dieses Jahr im Oktober auch erwartet, kann man aktuell aber noch nicht vorhersagen“, so der Experte.
Rubriklistenbild: © Roberto Pfeil/dpa
