Interview

Wetter-Vorhersage für November: DWD-Experte prognostiziert „Kälteeinbruch in den nächsten Tagen“

  • schließen

Steht eine markante Wetterwende bevor? Die eine aktuelle DWD-Prognose für November 2024 sind da. Manches ist erstaunlich.

München – Der Herbst geht in die letzte Runde. Es ist wohl Zeit, einen Blick auf den November 2024 zu werfen. Fällt der erste Schnee jetzt bereits im November? Oder geht es einfach mit der ungewöhnlich warm weiter? Die Wetter-Prognose vom Deutsche Wetterdienst (DWD) zeigt einen deutlichen Trend.

DWD-Prognose für den November 2024

„Bei uns sieht es aufgrund der aktuellen Klimavorhersagen so aus, als würde es im November in den ersten zwei Wochen normal kalt werden und dann würde es eher milder, insbesondere im Westen und Süden“, sagt DWD-Pressesprecher Dr. Andreas Walter auf Anfrage von IPPEN.MEDIA.

KalenderwocheDWD-Basisklimavorhersage
4. bis 10. November 2024normal
11. bis 17. November 2024normal
18. bis 24. November 2024warm
25. bis 1. Dezember 2024warm im Süden und Westen

November-Prognose 2024: „Normal kalt“ – laut DWD in den ersten zwei Wochen

„Normal kalt“, bedeutet nicht kälter, dem Mittel entsprechend, erklärt Meteorologe Walter. Im November liegt die Temperatur im 30-jährigen Mittel (Referenzzeitraum 1991 bis 2020) bei einem Wert von 4,8 Grad Celsius.

Die aktuellen Modell-Klimavorhersagen für Temperaturen seien laut Walter relativ gut belastbar. Der DWD-Pressesprecher betont jedoch, dass es im November 2024 immer mal wieder zu einem Wintereinbruch kommen könnte. „In den nächsten Tagen gibt es einen Kälteeinbruch.“ Schon in den ersten November-Prognosen zeichnete sich laut einem Wetter-Experten eine „deutliche Temperaturabweichung“ ab.

Wintereinbruch im November? Eine Kaltfront ist auf der DWD-Grafik für Samstag (2. November 2024) deutlich zu sehen, allerdings bleibt der Schnee in Deutschland aus.

Gibt es den ersten heftigen Wintereinbruch im November?

So erreicht uns am Freitag (1. November 2024) laut der aktuellen DWD-Wetterprognose „von Norden her hinter einer Kaltfront auch etwas kältere Luft, vor allem im Norden und Osten des Landes, allerdings in abgeschwächter Form“, teilt Meteorologe Adrian Leyser von der DWD-Wettervorhersagezentrale mit. „Immerhin reicht es am Wochenende dann für gebietsweisen Nachtfrost“. Über Nord- und Osteuropa kommt es dagegen zu einem ersten kräftigen Wintereinbruch mit Frost und Schnee.

DWD warnt vor ersten Frostnächten am Wochenende (2. und 3. November)

Wettertechnisch gesehen, ist demnach in Deutschland in der Nacht auf Sonntag (3. November) beim Aufklaren mit leichtem Frost zu rechnen, so der DWD. Doch zeichnet sich in der ersten Novemberwoche bis zum Donnerstag (7. November) ruhiges Hochdruckwetter ab.

Klimatologisch betrachtet gehe der Trend bei den Temperaturen im November nach oben. „Es wird tendenziell wärmer“, so DWD-Pressesprecher Walter. Das geht auch aus den DWD-Daten der November-Wert für ganz Deutschland hervor:

  • 2021: 4,9
  • 2022: 6,4
  • 2023: 5,6

Die ersten DWD saisonale Klimavorhersagen für den Winter 2024/2025 lassen auch auf einen wärmeren Winter schließen:

  • Klimavorhersage für Frühwinter (November bis Januar): Normal bis wärmer als im Referenzzeitraum (1991 bis 2020), durchschnittlich höher als 1,9 Grad Celsius.
  • Klimavorhersage für Winter (Dezember bis Februar): Normal bis wärmer als im Referenzzeitraum, durchschnittlich höher als 0,9 Grad Celsius.

Bislang ist es ein erster Blick auf eine klimatische Tendenz. Und natürlich kann es an einzelnen Tagen oder Wochen dennoch deutlich wärmer oder kälter sein, betont der DWD. Saisonale Klimavorhersagen über einen längeren Zeitraum seien generell mit Unsicherheiten verbunden. „Aktuell ist es nur der erste Ausblick“, erklärt auch DWD-Klimatologe Andreas Paxian der fr.de. (ml)

Rubriklistenbild: © Screenshot DWD

Kommentare