Droht der Winter zum Desaster zu werden?

Erste Winter-Prognose mit ernüchternder Aussicht

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Sommerliche Temperaturen lassen aktuell noch keinen Gedanken an den Winter aufkommen. Ein Wetter-Experte wagt trotzdem bereits eine erste Prognose - mit ernüchternden Aussichten.

München – Sommer-Fans dürften in diesem Jahr voll auf ihre Kosten kommen: obwohl bereits der Herbst begonnen hat, können sich viele Regionen auch aktuell noch über hohe Temperaturen und zahlreiche Sonnenstunden freuen. Wer nun denkt, dass die sommerlichen Temperaturen auch dem Winter einen Strich durch die Rechnung machen könnten, der liegt ganz richtig. Ein Wetter-Experte wagt bereits jetzt den Blick auf die kommenden Monate. Vor allem Schnee-Fans dürfte der Ausblick allerdings so gar nicht gefallen.

Wetter in Deutschland: Erste Prognosen da - Wetter-Modell zeigt zu warmen Winter

Ganz sicher ist sich Diplom-Meteorologe Dominik Jung über den Winter selbst noch nicht. Wie der Experte in seinem aktuellen Wetter-Video erklärt, seien die ersten Prognosen noch nicht in Stein gemeißelt. Eine erste Tendenz durch Wetter-Modelle hat der Experte bereits trotzdem in dem aktuellen Video festgehalten. Geht es nach dem US-Wetterdienst NOAA und ersten Prognosen, könnte der kommende Winter beispielsweise 1 bis 2 Grad zu warm ausfallen. Eine weitere Prognose der NOAA zieht es jedoch in Betracht, dass der Winter gar nur um 0,5 bis 1 Grad über dem neuen Klimamittel 1991 bis 2020 liegen könnte. Damit könnte sich der Winter trotzdem im Bereich der wärmsten Winter seit den Wetteraufzeichnungen einordnen, werde jedoch vorerst nicht der wärmste Winter aller Zeiten.

Ob sich viele Regionen in diesem Winter auf viel Schnee einstellen können, bleibt abzuwarten. (Symbolbild)

Wie der Wetter-Experte weiter erklärt, könne damit gerechnet werden, dass der Winter insgesamt zumindest eher nass und mild ausfalle: „Das spricht für die klassische West-Wind-Wetterlage“, so Jung weiter. Vor allem im Süden und im Westen Deutschlands könne der Winter somit sogar nasser als gewohnt ausfallen. Vor allem in höheren Lagen könne sich dadurch aber auch Schnee ergeben. Doch große Schnee-Hoffnungen sollten Winter-Fans in die kommenden Monate eher nicht setzen.

Wetter-Experte prognostiziert zu warmen Winter - „zwei weiße Kleckse im Norden“

Vor allem im Dezember könnte sich der Schnee in vielen Teilen Deutschlands nämlich schwertun. Wie der Wetter-Experte in dem Video weiter erklärt, sei damit zu rechnen, dass der Dezember ebenfalls 1 bis 2 Grad zu warm ausfallen könnte. Auch der Januar drohe demnach, „recht warm“ zu werden. So Dominik Jung in seinem aktuellen Wetter-Video weiter. „Wir können es kurz machen, auch im Februar gibts nicht viel Neues zu berichten. Aber immerhin, wir sehen zwei weiße Kleckse im Norden“. Wie der Wetter-Experte erklärt, könne dies bedeuten, dass der Januar in diesen Regionen zumindest „normal temperiert“ ausfallen könnte.

Während der Winter somit deutlich zu warm werden könnte, bleibt auch der Herbst in zahlreichen Regionen außergewöhnlich sommerlich. Aktuell pendelt der Herbst in Deutschland zwischen Sommerhitze und Sturmgefahr. Während in Deutschland bei bis zu 29 Grad noch mal die Badeseen gefragt waren, gab es im Norden Schwedens ein Schneechaos – so früh wie seit 93 Jahren nicht mehr.

Rubriklistenbild: © Expa/Johann Groder/dpa

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