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Durch das Unwetter in Kroatien werden laut einem Bericht gewaltige Schlammmassen an die Küsten Istriens gespült. Urlauber brauchen wohl noch Geduld.
München/Rijeka/Zagreb - Ausgelöst durch heftige Regenfälle haben der Süden Österreichs, Slowenien und Teile Kroatiens Ende der Woche mit schweren Unwettern und Überschwemmungen zu kämpfen.
Unwetter in Kroatien: Schlammmassen bedrohen Urlaubsstrände in Istrien
In Slowenien sind ganze Dörfer durch Erdrutsche von der Außenwelt abgeschnitten, Stand Freitagabend (4. August) kamen eine Frau und zwei Touristen aus den Niederlanden in dem Balkan-Land durch die Unwetter ums Leben. Bergwachten, Feuerwehren und Rettungsdienste waren im Dauereinsatz.
Auch das beliebte Urlaubsland Kroatien mit seinen rund vier Millionen Einwohnern trifft es in diesem auf dem Westbalkan regenreichen Sommer einmal mehr heftig. In der Hauptstadt Zagreb (rund 760.000 Einwohner) trat stellenweise der Fluss Save über die Ufer. Und in Istrien bedrohen regelrechte Schlammmassen die steinigen, aber dennoch bei Urlaubern beliebten Strände.
Konkret: Das „heute journal“ des ZDF veröffentliche Aufnahmen vom Freitag (4. August), wie sich Schlammlawinen aus den hügeligen Landschaften im Landesinneren ihren Weg in die Buchten des Adriatischen Meeres bahnen. Unter anderem mündet der Fluss Mirna bei Novigrad in die Adria, dasselbe gilt für die Rasa zwischen Pula und Rabac.
Unwetter in Kroatien: Überschwemmungen in Opatija, Rijeka und Zagreb
Im mondänen Kurort Opatija sowie in der benachbarten Großstadt Rijeka (rund 130.000 Einwohner) in der Kvarner Bucht haben die heftigen Regenfälle Straßen unter Wasser gesetzt. Die „Rekordmengen an Regen“ sollen laut ZDF am Samstag vorerst noch anhalten. Kroatischen Medien zufolge werden in der Nacht insbesondere in Zagreb weitere Überschwemmungen erwartet.
Wie in Slowenien sind auch hier die Boden durch die vergangenen regenreichen Wochen gesättigt und können kaum noch weiteres Wasser aufnehmen. Seit Monaten ringt Kroatien mit örtlichem Extremwetter und stellenweise Überflutungen. So traten zum Beispiel im Mai in der Hügellandschaft rund um Krapina an der slowenischen Grenze viele Bäche über die Ufer. Am 19. Juli hatten orkanartigen Böen für Bilder der Verwüstung in Zagreb gesorgt, zwei Menschen starben. Unlängst hatte zudem ein schwerer Sturm an der bosnisch-kroatischen Grenze zwischen Orasje und Zupanja für schwere Schäden gesorgt, als etwa ganze Dächer abgedeckt wurden.
Unwetter in Kroatien: Besserung wohl erst ab Sonntag
Laut ZDF ist Besserung erst ab Sonntag (6. August) in Sicht. Bis dahin müssen Einheimische und Urlauber zugleich auf dem nördlichen Westbalkan widrigen Wetterbedingungen trotzen. (pm)
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