VonNadja Orthschließen
Die Zeitumstellung bringt den Frühling und damit auch längere Tage mit sich. Beginnt die Sommerzeit bereits dieses Wochenende?
München – In Deutschland steht der Frühling kurz bevor. Viele Menschen nutzen die wärmeren Tage, um wieder öfter draußen spazieren zu gehen, Sport zu treiben oder im Außenbereich von Restaurants und Cafés die Sonne im Gesicht zu genießen. Auch die bevorstehende Zeitumstellung trägt ihren Teil dazu bei: Denn die Tage werden nicht nur wärmer, sondern die Abende auch wieder länger. Doch wann genau ist es denn jetzt soweit?
Sommerzeit steht kurz bevor: Am letzten Wochenende im März wird wieder am Zeiger gedreht
Das genaue Datum für die Umstellung auf die Sommerzeit wird nie zufällig gewählt. Jedes Jahr findet sie exakt am letzten Sonntag im März statt. In diesem Jahr fällt dieser Tag auf den 30. März. In der Nacht auf Sonntag, den 30. März 2025, werden demnach die Uhren eine Stunde vorgestellt. Dann tritt wieder offiziell die Sommerzeit ein.
Die Umstellung erfolgt in allen EU-Staaten. Dafür springt der Stundenzeiger am letzten Wochenende im März immer von 2 Uhr nachts eine Stunde nach vorne auf 3 Uhr. Im Winter findet anschließend die Rückstellung von 3 Uhr auf 2 Uhr nachts statt. Das ständige Vor- und Zurückdrehen auf der Uhr kann dabei schnell verwirrend sein. Wer angesichts der Zeitumstellung durcheinander kommt, kann auf einfache Eselsbrücken zurückgreifen.
Umstellung auf Sommerzeit: Elektronische Geräte stellen die Zeit meistens automatisch um
In der Regel ist es nicht notwendig, für die Zeitumstellung etwas zu beachten. Elektronische Geräte wie Funkwecker, Mobiltelefone oder Laptops passen die Zeit automatisch an. Wer seinen Wecker auf dem Handy eingestellt hat, sollte also nichts verändern und alles beim alten belassen. Denn am nächsten Morgen wacht man wieder zur richtigen Zeit auf. Nur bei analogen Armbanduhren, Wanduhren und einigen älteren Haushaltsgeräten muss die Zeit manuell angepasst werden, um nicht aus versehen zu verschlafen.
Die Vorstellung von längeren Sommertagen klingt für einige vielleicht verlockend, doch die ersten Tage nach der Umstellung können durchaus schwer für den ein oder anderen sein. Während bei der Umstellung auf die Winterzeit eine Stunde Schlaf gewonnen wird, wird diese Stunde bei der Umstellung auf die Sommerzeit „entzogen“. Der Sonntag verkürzt sich dadurch auf 23 Stunden. Morgens bleibt es länger dunkel, abends dafür eine Stunde länger hell.
Negative Folgen der Sommerzeit: Warum viele Menschen plötzlich unter Schlafproblemen leiden
Besonders Menschen mit empfindlichem Schlaf leiden oft unter der Zeitumstellung im Frühjahr. Der Verlust einer Stunde kann den Biorhythmus stören, da laut der Krankenkasse DAK die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin beeinträchtigt wird. Es kann mehrere Tage dauern, bis sich der Körper an die neuen Schlafzeiten anpasst. Nach der Umstellung am 30. März könnte man sich vorübergehend müde fühlen, Schwierigkeiten beim Einschlafen haben oder nachts plötzlich aufwachen.
Die Einführung der Sommerzeit in den 1980er Jahren wurde unter anderem mit Energieeinsparungen begründet. Da es abends länger hell bleibt, benötige man weniger Strom, so damals die Aussage. Doch laut dem Bundesamt geht diese Rechnung nicht vollständig auf: „Gleichzeitig ergibt sich durch das Vorverlegen des Aufstehens in die kühleren Morgenstunden ein Mehrverbrauch an Heizenergie im Frühjahr und im Herbst.“ Auch ein potenziell höheres Verkehrsaufkommen durch verlängerte Freizeitaktivitäten am Abend werde nicht berücksichtigt.
Ein Land in Europa hat die Uhrenumstellung endgültig abgeschafft. Im Oktober 2024 erfolgte das letzte Mal die Umstellung auf die Winterzeit, nun bleibt es ganzjährig dabei. (nz)
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