VonNadja Orthschließen
Jährlich wird im Oktober die Uhr neu gestellt. Doch: vorwärts oder rückwärts? Und zu welchem Zeitpunkt genau?
München – Während ein Teil der Menschen in Deutschland die halbjährige Zeitumstellung gutheißt, würde der andere Teil lieber darauf verzichten. Unabhängig von den Diskussionen muss auch in diesem Herbst wieder am Zeiger gedreht werden. Die Zeitumstellung im Herbst findet jedes Jahr im Oktober statt. Oft ist jährlich unklar, an welchem Tag genau die Uhrzeit geändert wird und ob der Zeiger vor oder zurückgestellt wird. Hier finden Sie einige hilfreiche Tipps.
Zeitumstellung im Oktober: An diesem Datum wird der Zeiger eine Stunde zurück gedreht
Prinzipiell gilt: Jedes Jahr wird am letzten Sonntag im Oktober um 3 Uhr nachts von der Sommerzeit auf die Winterzeit gestellt. In diesem Jahr fällt der letzte Sonntag des Monats auf den 27. Oktober. Von Sommerzeit auf Winterzeit umstellen bedeutet, dass die Uhrzeit eine Stunde zurückgestellt wird. Um 3 Uhr nachts geht die Uhrzeit also auf 2 Uhr zurück. Dadurch gewinnt in der Winterzeit jeder eine Stunde Schlaf hinzu, weil der Tag später startet, dafür wird es abends aber auch schneller dunkler.
Für einige ist ebenfalls unklar, ob die Uhrzeit auf den verschiedenen Uhren und Geräten im Haus selbstständig umgestellt werden muss. Grundsätzlich schalten sich elektronische Geräte wie Funkwecker, Handys oder Laptop selbstständig um. Nur bei analogen Armbanduhren und Wanduhren sowie einigen älteren Haushaltsgeräten muss die Uhrzeit manuell eingestellt werden.
Zeitumstellung im Herbst: Muss ich meinen Alarm auf dem Handy oder Funkwecker anpassen?
Nochmal als Zusammenfassung: Wer seinen Wecker auf dem Smartphone oder einem Funkwecker hat, kann seinen Alarm auf der gleichen Uhrzeit wie immer lassen und muss nichts verändern. Das Gerät setzt die Zeitumstellung automatisch um, sodass die Uhrzeit zum Aufstehen am nächsten Tag weiterhin korrekt ist.
Der automatisierte Ablauf bei vielen Geräten ändert jedoch nicht, dass sich viele Menschen erstmal an die Zeitumstellung gewöhnen müssen. Oft kann es einige Tage dauern, bis sich der Körper an die neue Uhrzeit gewöhnt hat, vor allem im Bezug auf Sonnenauf- und Untergang.
Eselsbrücken für die Zeitumstellung: Im Sommer geht‘s eine Stunde vor, im Winter zurück
Auch wenn sich viele Uhren automatisch auf die Sommer- oder Winterzeit einstellen, lohnt es sich zu wissen, wann die Uhrzeit nach vorne und wann nach hinten gestellt wird. Dafür gibt es einige Eselsbrücken, die helfen:
- Im Frühling werden die Gartenmöbel vor auf die Terrasse gerückt, im Herbst werden sie zurückgestellt.
- Zum Sommer geht die Temperatur hoch (von 2 auf 3 Uhr), im Winter nach unten (von 3 auf 2 Uhr).
- Die Regel 2 – 3 – 2: Im Sommer gehts von 2 auf 3 Uhr vor und im Winter von 3 zu 2 Uhr zurück.
Und warum schafft die EU angesichts wachsender Kritik die Zeitumstellung nicht einfach ab? Eine große Rolle spielen Polen und Spanien. Dabei gäbe es eine einfache Lösung zur Zeitumstellung. (nz)
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