- VonNicola de Paolischließen
Seit 190 Jahren gibt es das Unternehmen bereits, nun rutscht der Spezialist für Garten- und Landschaftspflegegeräte in die Insolvenz.
Uplengen – Immer mehr deutsche Unternehmen rutschen in die Insolvenz. Der niedersächsische Gartengerätehersteller Remarc hat Insolvenz angemeldet. Der Geschäftsbetrieb wird vorerst fortgeführt. Als Hauptgrund für die finanzielle Schieflage nennt die Geschäftsführung eine schwache Auftragslage im Kerngeschäft der Gartentechnik. Das Unternehmen aus Ostfriesland beschäftigt rund 90 Mitarbeiter.
Die Firma besteht seit dem Jahr 1835 und vertreibt Rasenmäher, Häcksler und Laubbläser. Bereits im Juli 2024 habe es Gerüchte über eine drohende Insolvenz gegeben: Wie Remarc-Vertriebsleiter Jörg Kollecker im vergangenen Oktober dem Online-Portal motorist-online.de erklärte, habe das Unternehmen mit finanziellen Engpässen zu kämpfen gehabt. Damals führte das Unternehmen die Schwierigkeiten auf eine verspätet zugesagte Kreditlinie und einen spürbaren Absatzdruck im Fachhandel zurück. Gleichzeitig blickte Kollecker damals noch optimistisch in die Zukunft – wegen einer guten Auftragslage.
Remarc in der Insolvenz: Insolvenzverwalter sucht nach dauerhafter Lösung
Diese guten Aussichten scheinen sich im Frühjahr 2025 nicht bestätigt zu haben. Der jetzige Insolvenzantrag wurde beim Amtsgericht Leer eingereicht und bewilligt. Laut motorist-online.de war dieser Schritt nötig geworden, weil Remarc die Februargehälter nicht zahlen konnte.
In Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter soll der Geschäftsbetrieb weitergeführt und eine dauerhafte Lösung für das Unternehmen gefunden werden. Remarc gibt sich trotz der aktuellen Situation optimistisch – etwa wegen der Elektrifizierung des eigenen Sortiments und neuen Fertigungshallen. Wie Kollecker erklärt, erfahre Remarc zudem viel positives Feedback von Handels- und Industriepartnern.
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