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Beim Textilmaschinenzulieferer SMC Heiningen mussten bereits Stellen abgebaut werden, Ende April gehen die Lichter aber ganz aus. Mutterkonzern Groz-Beckert zieht die Reißleine.
Albstadt/Heiningen - Die aktuelle Wirtschaftskrise geht auch an der Textilindustrie nicht vorbei. Der Metzinger Modekonzern Hugo Boss reagierte im vergangenen Jahr mit Sparmaßnahmen auf einen Gewinneinbruch und bei Groz-Beckert in Albstadt (Baden-Württemberg) waren tausende Mitarbeiter ab Anfang 2024 in Kurzarbeit. Wie der internationale Marktführer für die Herstellung von textilen Präzisionswerkzeugen in einer Pressemitteilung erklärt, muss das Tochterunternehmen SMC GmbH in Heiningen (Baden-Württemberg) Ende April 2025 die Türen sogar komplett schließen.
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Das Traditionsunternehmen Groz-Beckert ist mit rund 2.200 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber im baden-württembergischen Zollernalbkreis und betreibt bereits seit rund 20 Jahren den Betrieb der SMC GmbH in Heiningen im Landkreis Göppingen. Der Zulieferer für Textilmaschinen, der nicht mit der SMC Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Egelsbach (Hessen) zu verwechseln ist, kämpft bereits seit langem mit sinkenden Absatzzahlen und hohen Kosten und soll deshalb zum 30. April stillgelegt werden.
Groz-Beckert schließt Tochterunternehmen – Mitarbeiter können in Transfergesellschaft wechseln
In der Pressemitteilung erklärt der Mutterkonzern Groz-Beckert, dass „drastische Absatzrückgänge“ und „stark gestiegene Kosten“ in Verbindung den sich veränderten Rahmenbedingungen die Gründe für die Entscheidung seien. In den vergangenen Jahren habe man mithilfe zahlreicher Maßnahmen – darunter einem Stellenabbau im Jahr 2023 sowie der Einführung von Kurzarbeit – versucht, das Unternehmen wieder profitabel aufzustellen. „Da die Absätze jedoch weiterhin rückläufig sind und positive Perspektiven fehlen, sind weitere Restrukturierungen nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll möglich“, heißt es aus Albstadt. „Daher wird die SMC GmbH zum 30. April 2025 ihren Betrieb einstellen.“
| Name | Groz-Beckert KG |
|---|---|
| Gründung | 1852 |
| Sitz | Albstadt, Baden-Württemberg |
| Branche | Textilindustrie, Werkzeugbau |
| Mitarbeiter | 9.595 weltweit |
| Umsatz | 880 Millionen Euro (2023) |
Die noch 37 Mitarbeiter der SMC GmbH in Heiningen wurden der Mitteilung zufolge bereits am 7. Januar über die geplante Stilllegung des Betriebs informiert. Um die Schließung möglichst sozialverträglich zu gestalten, sollen die Mitarbeiter die Möglichkeit erhalten, zum 1. Mai 2025 in eine Transfergesellschaft zu wechseln, die ihnen für bis zu zwölf Monaten eine Weiterbeschäftigung ermöglicht. „In dieser Zeit werden die betroffenen Mitarbeiter durch gezielte Qualifizierungs- und Vermittlungsmaßnahmen dabei unterstützt, sich auf dem externen Arbeitsmarkt erfolgreich zu positionieren.“
SMC GmbH in Heiningen: Maschinen, Werkzeuge und Bestände wurden bereits verkauft
Die SMC GmbH, die im Jahr 2006 von der Groz-Beckert KG übernommen wurde, produziert Zylinder für Rundstrickmaschinen. Die Produktionsmaschinen, Werkzeuge und Materialbestände des Unternehmens wurden laut der Mitteilung bereits im Rahmen eines Asset Deals an den chinesischen Strickmaschinen-Konzern Santoni (Shanghai) verkauft. Für den Albstädter Mutterkonzern läuft es derzeit aber ebenfalls nicht rund. Groz-Beckert hatte im Oktober 2024 einen Stellenabbau angekündigt und erklärt, 50 Millionen Euro an Kosten einsparen zu wollen. Auch im neuen Jahr kämpfen die Maschinenbauer darum, einen Stellenabbau zu verhindern.
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