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Die Ampel hat sich offenbar bei ihren Haushaltsverhandlungen auf einen neuen Plan für das Elterngeld geeinigt. Dabei soll es einen neuen Grenzwert geben.
Berlin – Ursprünglich wollte Familienministerin Lisa Paus (Grüne) das Elterngeld allen Paaren streichen, die ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von mehr 150.000 Euro zur Verfügung haben. Doch nun hat sich die Ampel offenbar für einen neuen Weg entschieden. In den Haushaltsverhandlungen zwischen SPD, Grüne und FDP kam es zu einer Änderung der Elterngeld-Reform. Dabei wurde die Einkommensgrenze für Paare angepasst und nach oben korrigiert. Das berichtet die Bild.
Änderung beim Elterngeld: Ampel hebt die Einkommensgrenze für Paare an
Mit der geplanten Änderung beim Elterngeld werden die Einsparungen, die Bundesfinanzminister Christian Lindner in Höhe von ursprünglich 218 Millionen Euro von Paus gefordert hatte, etwas abgeschwächt. Zunächst hatte die Familienministerin die Streichung des Elterngeldes für Paare mit einem jährlichen Einkommen ab 150.000 Euro ins Auge gefasst, was bisher deutlich mehr Paare betroffen hätte. Nun soll die Einkommensgrenze ab April 2024 zunächst bei 200.000 Euro liegen und ein Jahr später auf 175.000 Euro sinken.
Die geplante Änderung bei der Elterngeld-Reform verkündete der SPD-Politiker Felix Döring am Donnerstag (16. November) im Zuge der Haushaltsberatungen der Ampel.
Weitere Änderung in der Elterngeld-Reform: Parallele Elternzeit wird deutlich verkürzt
Darüber hinaus kam der SPD-Politiker noch auf eine weitere Änderung der Elterngeld-Reform zu sprechen. Während Paare bei der Elternzeit weiterhin in der Lage sein sollen, bis zu 14 Monate Elternzeit in Anspruch nehmen zu können, beinhaltet die Reform, dass die Eltern nur noch einen Monat parallel in Elternzeit gehen können. Bisher waren für Paare drei Monate veranschlagt worden.
„Damit wirken wir einem zunehmenden Parallelbezug entgegen, der mehr Partnerschaftlichkeit entgegensteht“, erklärte Döring bei Welt. Familien bekämen mehr Zeit, sich auf die Änderungen einzustellen. Hintergrund für die Änderung beim Elterngeld soll der Bild zufolge sein, dass die Ampel mit der Reform verhindern will, dass Top- und Besserverdienende die Elternzeit für eine monatelange Reise nutzen. Schließlich soll nach den Vorstellungen der Ampel das Elterngeld nicht Familienfernreisen, sondern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern.
Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

