- VonEmil Nefzgerschließen
Sie haben bereits Geld in einen Aktien-ETF investiert, möchten aber eine Immobilie kaufen – nur was sollten Sie mit Ihrem Depot machen? Diese Optionen haben Sie.
Sie haben Geld in einem Aktien-ETF angelegt, möchten jetzt aber doch eine Immobilie kaufen? Was machen Sie dann mit Ihrem ETF? Ihre hart erarbeiteten Anteile möchten Sie vielleicht nicht aufgeben. Aber sollten Sie es? Diese Optionen haben Sie:
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1. Erkaufen Sie sich Sicherheit
Eine Immobilie ist wahrscheinlich die teuerste Anschaffung Ihres Lebens. Außerdem müssen Sie sie in der Regel finanzieren, also einen Kredit dafür aufnehmen. Dabei lohnt sich jeder Euro, den Sie zu Beginn selbst beisteuern können, um den Kredit so niedrig wie möglich zu halten, Zinsen zu sparen und dadurch eine garantierte Rendite einzufahren.
Das heißt: Das Depot zu verkaufen und Ihr Geld komplett als Eigenkapital zu nutzen, ist die sicherste Variante. So stecken Sie möglichst viel Geld in das Abbezahlen Ihrer Immobilie und können gut planen. Der Nachteil: Sie müssen Ihre ETF-Gewinne beim Verkauf versteuern.
2. Das Depot weiterführen und auf Rendite hoffen
Die Alternative dazu: Sie lassen Ihr Depot weiterlaufen, stecken aber kein weiteres Geld mehr hinein. So müssen Sie nicht jetzt schon ETF-Gewinne versteuern und haben die Chance auf weitere Rendite. Diese könnten Sie später zum Beispiel in eine Sondertilgung investieren.
Das Risiko: An der Börse kann es – wie derzeit – auch abwärts gehen und der Wert Ihres Depots massiv schrumpfen. Dann hätten Sie mit Option 1 das bessere Geschäft gemacht, und eine Sondertilgung ist keine Option mehr.
Der größte Nachteil: Für diese Variante brauchen Sie viel flüssiges Vermögen, das Sie zusätzlich in die Immobilie stecken können. Die Nebenkosten für den Kauf der Immobilie oder des Grundstücks zahlen Sie aus Ihrem Eigenkapital. Dazu kommt noch der Anteil des Kaufpreises, den Sie ohne Kredit selbst bezahlen. Zehn Prozent sollten es mindestens sein, zwanzig Prozent wären die optimale Variante. Dieses Geld müssen Sie erst einmal auf der hohen Kante haben.
3. Der Mittelweg: Sie verpfänden Ihr Depot an die Bank
Sie könnten auch beide Varianten kombinieren. Sie behalten das Depot, verpfänden es aber als Sicherheit an die Bank. Dann müssen Sie keine Gewinne versteuern und bringen trotzdem möglichst viel in Ihre Finanzierung ein. Klingt erstmal gut – es gibt aber ein ziemlich großes Problem.
Der Wert eines Depots kann sich verändern und zum Beispiel massiv schrumpfen. Deshalb rechnen Banken nur einen Teil des Werts an – diese Variante bringt Ihnen also viel weniger, als Ihr Depot leerzuräumen, und schränkt den Kreis finanzierender Banken stark ein. Eine Verpfändung ist deshalb auch eher unüblich.
So oder so gilt: Vergleichen Sie möglichst viele Angebote für Ihre Baufinanzierung, damit Sie auch wirklich einen guten Zins bekommen. Wenden Sie sich in jedem Fall an eine Kreditvermittlung, wir empfehlen Dr. Klein, Interhyp und Baufi24. Auch Hüttig & Rompf sowie PlanetHome sind empfehlenswert.
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Dieser Artikel liegt IPPEN.MEDIA im Zuge einer Kooperation mit Finanztip, Deutschlands führendem Geldratgeber, vor – das Original zu diesem Beitrag „Depot fürs Eigenheim verkaufen – oder doch lieber beleihen?“ stammt aus dem wöchentlichen Finanztip Newsletter vom 4. April 2025.
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