Deutschlands Discounter-Imperium Aldi Süd entstand aus einem familienbetriebenen Tante-Emma-Laden in Essen und hat inzwischen fast 2000 Filialen.
Mülheim an der Ruhr – Alles begann 1913 mit einem kleinen Tante-Emma-Laden und einem Brothandel in Essen-Schonnebrock, heute kann sich Aldi – aufgeteilt in Aldi Nord und Aldi Süd – regelrecht als Discounter-Imperium bezeichnen. Die Brüder Karl und Theo Albrecht etablierten in Deutschland den Prototypen des Discounters: Ein Sortiment, das die Grundversorgung abdeckt, günstige Preise, Verzicht auf aufwendige Werbung, spartanisches Interieur, Selbstbedienung. Das Konzept funktioniert.
| Gründung | 1961 |
|---|---|
| Filialen In Deutschland | Fast 2000 |
| Mitarbeiter | Fast 50.000 |
Aldi Süd hat sich entwickelt und viele Filialen eröffnet
Seit 1962 expandiert Aldi (ein Akronym aus Albrecht Diskont) als reiner Discounter und hat sich über die Jahre gemausert: Galt er früher als Arme-Leute-Laden, in dem man von der Palette kauft, hat er heute auch Markenprodukte und Bio-Artikel im Sortiment und bietet die Lieferung von aktionsweise geführten Artikeln wie Notebooks, Gartenmöbeln und Kaffeemaschinen an.
Aldi-Süd-Filialen finden sich in Süd- und Westdeutschland. Es gibt in Deutschland insgesamt fast 2000 Filialen. Doch auch außerhalb Deutschlands kann man bei Aldi Süd einkaufen. Weltweit gibt es über 6500 Filialen, unter anderem in diesen Ländern:
- Australien
- Großbritannien
- Irland
- Italien
- Österreich
- Schweiz
- Slowenien
- Ungarn
- USA
Aldi organisiert die Filialen dezentral über eigenständige Regionalgesellschaften – im Gebiet von Aldi Süd gibt es 30 dieser Regionalgesellschaften, denen jeweils 50 bis 70 Filialen unterstellt sind.
Bei Aldi Süd kann man nicht nur in den Filialen einkaufen, sondern auch online
Aldi Süd ist nicht nur im Lebensmittelhandel tätig, sondern auch im Online-Geschäft. Lebensmittel kann man dort nicht bestellen, aber größere Artikel, die der Discounter aktionsweise anbietet: Beispielsweise PKW-Anhänger, Betten und Küchengeräte wie Mixer. Geliefert wird allerdings nur im Gebiet von Aldi Süd und direkt nach Hause, nicht in die Filiale. Dennoch kann man die Bestellung vor Ort in einer Filiale bezahlen, indem man vor der Tätigung der Bestellung eine Guthaben-PIN kauft, mit der man dann den Betrag online einlösen kann.
Vor Ort in der Filiale kann man bei Aldi Süd auch Bargeld abheben. Ab einem Einkaufswert von fünf Euro können Kunden mit EC-/Girokarte und Debit- oder Kreditkarte von Mastercard bis zu 200 Euro Bargeld gebührenfrei abheben.
Was verdienen die Mitarbeiter man bei Aldi Süd?
Aldi Süd beschäftigt in Deutschland fast 50.000 Mitarbeiter, weltweit sind es nach Angaben des Unternehmens mehr als doppelt so viele. Für alle Mitarbeitenden zahlt Aldi Süd, genauso wie Aldi Nord, 14 Euro als Stundenlohn und liegt damit über dem Mindestlohn. Zudem erhalten Auszubildende im ersten Lehrjahr bereits über 1000 Euro. Außerdem gibt es Urlaubs- und Weihnachtsgeld, sowie sechs Wochen Urlaub, berichtet das Unternehmen auf seiner Website. (Ines Alberti)
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