„Sehr niedrige Emissionen“

Nach VW-Abflug: Renault schließt wegweisendes Bündnis für E-Autos und effiziente Verbrenner

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Technologieträger von Renault beim Genfer Autosalon 2024: Der Konzern fährt in Sachen Antriebstechnologie mehrgleisig.
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In Europa wird über Technologie-Offenheit und den Fortbestand von Verbrennungsmotoren diskutiert. Hersteller Renault lässt keinen Zweifel an der eigenen Strategie.

Boulogne-Billancourt/München - Renault führte mit Volkswagen Gespräche über die gemeinsame Entwicklung einer neuen Kleinwagen-Generation, doch die Pläne mit Deutschlands größtem Autohersteller sind gescheitert.

Nach dem Aus der möglichen Kooperation wird der französische Hersteller das Elektroauto nun mit einem chinesischen Partner realisieren. Carnewschina zitiert einen Sprecher von Renaults Elektroauto-Sparte Ampere, dass die Entwicklung „schnell voranschreitet“ und bereits in zwei Jahren abgeschlossen sein soll.

Renault realisiert E-Auto mit Partner aus China - Produktion in Europa

Ein chinesisches Unternehmen unterstütze das Projekt, um die Entwicklung schneller und kostengünstig zu gestalten, während die Leitung des Projekts bei Ampere liege. Um welchen Partner der Volksrepublik es sich konkret handelt, scheint jedoch noch unklar: Die wahrscheinlichsten Kandidaten sind laut dem Portal Geely und Dongfeng, mit denen die Franzosen bereits anderweitig gemeinsame Sache machen.

Die Entwicklung soll hauptsächlich in Frankreich stattfinden und der Produktionsstandort in Europa liegen, ein heißer Anwärter ist offenbar Slowenien: denn dort wird bereits der aktuelle Renault Twingo montiert. Den elektrischen Nachfolger hat Renault für das Jahr 2026 angekündigt, zu Preisen ab etwa 20.000 Euro.

Effiziente Verbrennungsmotoren: Renault und Geely gründen Joint-Venture

Doch nicht nur Stromer spielen bei Renault in der Zukunft eine große Rolle. Der Konzern setzt weiterhin auch auf Verbrennungsmotoren. Und in diesem Bereich macht das Unternehmen ebenfalls gemeinsame Sache mit China:

Mit Geely ist das gemeinsame Projekt Horse Powertrain Limited gestartet: Das Joint-Venture soll Motoren, Getriebe und auch Batterien für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und Hybridantrieb entwickeln und produzieren, wie die Unternehmen mitteilten. 

Die Leitung wurde mit Matias Giannini einem Ex-Manager von Continental übertragen. Den Angaben zufolge halten beide Konzerne jeweils 50 Prozent, während sich der Hauptsitz von Horse in der britischen Metropole London befindet.

Horse Powertrain: Motoren für Renault, Geely und weitere Hersteller

Das gemeinsame Ziel ist die Entwicklung von effizienten „Verbrennungsmotoren mit sehr niedrigen Emissionen und sehr sparsamen Hybriden“, erklärte Renault-Chef Luca de Meo. Auch Antriebe mit alternativen Kraftstoffen wie grünes Methanol, Ethanol und Wasserstoff sollen bei Horse Powertrain spielen eine Rolle.

Die schwedische Traditionsmarke Volvo gehört mittlerweile zum chinesischen Geely-Konzern.

Mit den Aggregaten sollen dann beide Autokonzerne versorgt werden, um in der Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Darüber hinaus gehören Nissan und Mitsubishi zu den Kunden von Horse Powertrain. Weiterhin setzen Renault als auch Geely auf E-Mobilität, zu dem chinesischen Konzern gehören die E-Auto-Marken Volvo, Polestar, Zeekr und Lotus. 

Renault setzt auf Technologie-Offenheit statt reiner Elektrifizierung

Laut Renault sei eine Kombination verschiedener Antriebstechnologien erforderlich, um bei der Dekarbonisierung Fortschritte zu erzielen. Der Konzern rechnet damit, dass 2040 voraussichtlich immer noch die Hälfte der verkauften Fahrzeuge einen Verbrennungsmotor haben. 

Warum Verbrenner neben E-Autos existieren müssen

Infrastruktur: E-Autos benötigen eine entsprechende Infrastruktur, um aufgeladen zu werden. Derzeit gibt es noch nicht genügend öffentliche Ladestationen, um den Bedarf zu decken. Für lange Strecken oder abgelegene Orte sind Verbrenner daher immer noch die praktikablere Option.
Infrastruktur: E-Autos benötigen eine entsprechende Infrastruktur, um aufgeladen zu werden. Derzeit gibt es noch nicht genügend öffentliche Ladestationen, um den Bedarf zu decken. Für lange Strecken oder abgelegene Orte sind Verbrenner daher immer noch die praktikablere Option. © IMAGO/Robert Poorten
Kosten: E-Autos sind in der Regel teurer als Verbrenner und nicht jeder kann sich diese höheren Kosten leisten. Zudem sind E-Autos nicht in allen Größen und Varianten erhältlich, so dass es für manche Anforderungen noch keine entsprechenden E-Autos gibt.
Kosten: E-Autos sind in der Regel teurer als Verbrenner und nicht jeder kann sich diese höheren Kosten leisten. Zudem sind E-Autos nicht in allen Größen und Varianten erhältlich, so dass es für manche Anforderungen noch keine entsprechenden E-Autos gibt. © IMAGO
Reichweite: E-Autos haben im Vergleich zu Verbrennern immer noch eine begrenzte Reichweite, die oft nicht ausreicht, um lange Strecken zurückzulegen. Auch wenn die Reichweite von E-Autos in den letzten Jahren gestiegen ist, können Verbrenner immer noch eine größere Reichweite bieten.
Reichweite: E-Autos haben im Vergleich zu Verbrennern immer noch eine begrenzte Reichweite, die oft nicht ausreicht, um lange Strecken zurückzulegen. Auch wenn die Reichweite von E-Autos in den letzten Jahren gestiegen ist, können Verbrenner immer noch eine größere Reichweite bieten. © IMAGO/Ralf Homburg
Umwelt: Obwohl E-Autos eine sauberere und umweltfreundlichere Alternative zu Verbrennern sind, müssen auch ihre Produktionsprozesse und ihre Stromversorgung berücksichtigt werden. Bis zur vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien werden Verbrenner noch benötigt, um den Energiebedarf zu decken.
Umwelt: Obwohl E-Autos eine sauberere und umweltfreundlichere Alternative zu Verbrennern sind, müssen auch ihre Produktionsprozesse und ihre Stromversorgung berücksichtigt werden. Bis zur vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien werden Verbrenner noch benötigt, um den Energiebedarf zu decken. © IMAGO/Florian Gaertner
Bedienkomfort: Für viele Menschen ist das Fahren eines Verbrenners noch immer vertrauter und einfacher als das Fahren eines E-Autos. Auch wenn sich dies mit der Zeit ändern wird, kann es eine Weile dauern, bis sich die breite Bevölkerung an das Fahren von E-Autos gewöhnt hat.
Bedienkomfort: Für viele Menschen ist das Fahren eines Verbrenners noch immer vertrauter und einfacher als das Fahren eines E-Autos. Auch wenn sich dies mit der Zeit ändern wird, kann es eine Weile dauern, bis sich die breite Bevölkerung an das Fahren von E-Autos gewöhnt hat. © IMAGO/David Munoz
Ladezeit: Das Aufladen eines E-Autos dauert länger als das Betanken eines Verbrenners. Dies kann zu Verzögerungen und Wartezeiten führen, die bei Verbrennern nicht auftreten. Für Menschen, die viel unterwegs sind und nicht auf eine schnelle Mobilität verzichten können, sind Verbrenner daher oft die praktikablere Option.
Ladezeit: Das Aufladen eines E-Autos dauert länger als das Betanken eines Verbrenners. Dies kann zu Verzögerungen und Wartezeiten führen, die bei Verbrennern nicht auftreten. Für Menschen, die viel unterwegs sind und nicht auf eine schnelle Mobilität verzichten können, sind Verbrenner daher oft die praktikablere Option. © IMAGO/Michael Gstettenbauer
Verfügbarkeit von Ladestationen: Auch wenn die Anzahl der öffentlichen Ladestationen zunimmt, sind E-Auto-Fahrer immer noch auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Ladestationen angewiesen. In ländlichen Gebieten oder auf Fernstraßen kann es jedoch immer noch an Ladestationen mangeln, was Verbrenner zu einer zuverlässigeren Wahl macht.
Verfügbarkeit von Ladestationen: Auch wenn die Anzahl der öffentlichen Ladestationen zunimmt, sind E-Auto-Fahrer immer noch auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Ladestationen angewiesen. In ländlichen Gebieten oder auf Fernstraßen kann es jedoch immer noch an Ladestationen mangeln, was Verbrenner zu einer zuverlässigeren Wahl macht. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Wartung: E-Autos haben in der Regel weniger bewegliche Teile als Verbrenner, was sie insgesamt wartungsärmer macht. Dennoch können Reparaturen oder Wartungsarbeiten an einem E-Auto teurer und zeitaufwendiger sein als an einem Verbrenner. Für Menschen, die keine Zeit oder das nötige Geld haben, können Verbrenner daher immer noch die bessere Wahl sein.
Wartung: E-Autos haben in der Regel weniger bewegliche Teile als Verbrenner, was sie insgesamt wartungsärmer macht. Dennoch können Reparaturen oder Wartungsarbeiten an einem E-Auto teurer und zeitaufwendiger sein als an einem Verbrenner. Für Menschen, die keine Zeit oder das nötige Geld haben, können Verbrenner daher immer noch die bessere Wahl sein. © IMAGO/Bernd Feil
Reichweite bei schlechtem Wetter: Die Reichweite von E-Autos kann bei extremen Temperaturen oder schlechtem Wetter beeinträchtigt werden. Dies kann zu Problemen führen, insbesondere wenn das E-Auto für lange Strecken eingesetzt werden soll. Verbrenner haben hier einen Vorteil, da sie nicht von solchen Faktoren beeinflusst werden.
Reichweite bei schlechtem Wetter: Die Reichweite von E-Autos kann bei extremen Temperaturen oder schlechtem Wetter beeinträchtigt werden. Dies kann zu Problemen führen, insbesondere wenn das E-Auto für lange Strecken eingesetzt werden soll. Verbrenner haben hier einen Vorteil, da sie nicht von solchen Faktoren beeinflusst werden. © IMAGO/Ray van Zeschau
Flexibilität bei der Energieversorgung: Verbrenner können mit einer Vielzahl von Brennstoffen betrieben werden, darunter Benzin, Diesel, Ethanol oder Wasserstoff. E-Autos sind hingegen auf eine Stromversorgung angewiesen und müssen daher an eine Stromquelle angeschlossen werden. In einigen Gebieten kann die Stromversorgung jedoch instabil sein oder es kann zu Stromausfällen kommen. Verbrenner bieten hier mehr Flexibilität in Bezug auf die Energieversorgung.
Flexibilität bei der Energieversorgung: Verbrenner können mit einer Vielzahl von Brennstoffen betrieben werden, darunter Benzin, Diesel, Ethanol oder Wasserstoff. E-Autos sind hingegen auf eine Stromversorgung angewiesen und müssen daher an eine Stromquelle angeschlossen werden. In einigen Gebieten kann die Stromversorgung jedoch instabil sein oder es kann zu Stromausfällen kommen. Verbrenner bieten hier mehr Flexibilität in Bezug auf die Energieversorgung. © IMAGO/Arnulf Hettrich

Das Gemeinschaftsunternehmen hat laut einer Mitteilung das Ziel, jährlich einen Umsatz von rund 15 Milliarden Euro zu erreichen. (PF mit Material von AFP/Reuters)

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