Mitte September

Bahn-Sperrung in Köln: Zahlreiche Züge müssen tagelang Umleitungen fahren

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Mitte September wird eine Bahnstrecke in Köln teilweise gesperrt. Viele IC- und ICE-Züge müssen deshalb ausweichen. Einige wichtige Haltestellen fallen weg.

Köln/Bonn – Auch im September gibt es für die Deutsche Bahn viel zu tun am Streckennetz in NRW. Im ganzen Land stehen wieder einige Bauarbeiten samt Sperrungen an. Köln trifft es dabei besonders stark. Seit Ende August gibt es bereits massive Einschränkungen im Regio-Verkehr der Domstadt, nun kommen auch Einschränkungen für den IC- und ICE-Fernverkehr hinzu. Vom 16. September (8 Uhr) bis 22. September 2023 (20 Uhr) ist die Bahnstrecke zwischen Köln West und Köln Hauptbahnhof eingleisig gesperrt. Wegen der reduzierten Kapazität werden alle Fernverkehrszüge in Richtung Norden über die andere Rheinseite umgeleitet. Mehrere wichtige Haltestellen entfallen.

Bahnsperrung mitten in Köln: Diese ICE-Züge werden im September umgeleitet

Der Kölner Hauptbahnhof wird Mitte September von einigen ICE-Zügen nicht angefahren.
  • Zwischen Koblenz und Köln verkehrende Fernverkehrszüge werden in Fahrtrichtung Norden zwischen Koblenz und Köln umgeleitet. Dabei entfallen die Halte in Andernach, Remagen, Bonn Hauptbahnhof und Köln Hauptbahnhof. Ersatzweise halten die Züge in Köln Messe/Deutz, IC-Züge zudem in Bonn-Beuel.
  • Die Züge der ICE-Sprinterlinie Bonn–Köln–Berlin sowie die Züge der ICE-Linie Bonn–Köln–WuppertalDortmund–Hannover–Berlin verkehren weiterhin über ihren üblichen Laufweg.

Wie sich der ICE der Deutschen Bahn über die Jahre verändert hat

Der InterCityExperimental am 26. November 1985 im Hauptbahnhof Bielefeld.
Obwohl der erste ICE im regulären Betrieb erst 1991 auf die Schiene kam, gab es zuvor bereits den sogenannten InterCityExperimental. © teutopress/Imago
Der InterCityExperimental am 26. November 1985 im Hauptbahnhof Bielefeld.
Der InterCityExperimental war der Vorläufer des späteren ICE. Der Zug sorgte im November 1985 für großes Aufsehen, als er auf der Bahnstrecke zwischen Gütersloh und Hamm mit 317 km/h eine Rekordgeschwindigkeit im deutschen Schienenverkehr erreichte. © teutopress/Imago
Das Bild zeigt den Führerstand eines InterCityExperimental.
Das Bild zeigt den Führerstand eines InterCityExperimental. Der Zug wurde zwischen 1983 und 1985 gebaut. © Sven Simon/Imago
Ein ICE 1 und ein Lokführer.
1991 war es dann so weit. Der erste ICE kam in Deutschland auf die Schiene. Der ICE 1 leitete damit das Hochgeschwindigkeitszeitalter im deutschen Bahnverkehr ein. Schon die ersten Modelle erreichten rund 280 km/h. © Jürgen Heinrich/Imago
Ein Blick in die 1. Klasse des ICE 1.
Ein Blick in die 1. Klasse des ICE 1. Insgesamt bestand der erste ICE aus zwölf Mittelwagen und zwei Triebköpfen. Es gab 703 Sitzplätze. (Bild von 1991) © Jürgen Heinrich/Imago
Ein ICE 1 fährt durch Deutschland.
Im Sommer 2005 begann die Bahn mit einer großen Modernisierung des ICE 1. Mit diesem Redesign wurde die Sitzplatzkapazität nochmal erweitert. Zudem veränderten sich die Züge innen und außen auch optisch. © STAR-MEDIA/Imago
Ein ICE 1 am Münster Hbf.
Und auch heute noch ist der ICE 1 wichtiger Bestandteil im deutschen Bahnverkehr. 2020 wurden die Züge nochmal modernisiert. 18 von ihnen sind immer noch im Einsatz. © Rüdiger Wölk/Imago
Ein ICE 2 fährt durch Deutschland.
1996 kam mit dem ICE 2 die zweite ICE-Generation in Deutschland auf die Schiene. Die Züge erreichten genau wie der ICE 1 eine Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h. © Christian Kielmann/Imago
Ein ICE 2 in Berlin.
Der ICE 2 wird von der Bahn als „der Flexible“ bezeichnet. Der Grund: Mit sechs Mittelwagen und einem Steuerwagen ist der ICE 2 kürzer als sein Vorgänger, kann bei Bedarf aber auch zu einem Doppelzug gekoppelt werden. © Christian Kielmann/Imago
Innenaufnahme eines ICE 2.
Innenaufnahme eines ICE 2: 2011 wurden die Züge der zweiten ICE-Generation von der Bahn umfassend modernisiert. © Christian Kielmann/Imago
Ein ICE 2 der Deutsche Bahn DB in Gemünden am Main.
Bis heute zählt der ICE 2 zu den wichtigsten Fernverkehrszügen der Bahn. 44 der Züge sind weiterhin in Deutschland unterwegs. © Aviation-Stock/Imago
Ein ICE T in einer Kurve.
1999 wurde der ICE T in Betrieb genommen. Die Besonderheit dieses Zuges: Er verfügt über eine spezielle Neigetechnik, kann sich also ähnlich wie ein Motorradfahrer auf kurvenreichen Strecken zur Seite neigen. © STAR-MEDIA/Imago
Ein ICE T im Haunetal.
Das „T“ in ICE T steht eigentlich für „Triebzug“. Aufgrund der Neigetechnik wurde aber teilweise auch der englische Begriff „Tilt“ für „neigen“ als Abkürzung interpretiert. © Deutsche Bahn AG / Oliver Lang
Ein ICE T am Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe.
Vom ICE T gibt es mehrere Baureihen. Die Züge wurden 2013 umfangreich modernisiert. Für alle gilt aber: Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h. Damit ist er der langsamste ICE. © Rüdiger Wölk/Imago
Ein ICE 3 der Deutsche Bahn AG auf der Schnellstrecke Köln-Frankfurt neben der Autobahn A3.
2000 folgte die Inbetriebnahme des ICE 3. Der Turbo-ICE erreicht Geschwindigkeiten bis 330 km/h (hier auf der Schnellfahrstrecke zwischen Frankfurt und Köln). © Rainer Unkel/Imago
DEU Deutschland Frankfurt am Main 14 02 2019 Hauptbahnhof Frankfurt ICE Baureihe 403 ICE 3
Vom ICE 3 gibt es inzwischen drei unterschiedliche Baureihen. Die Züge der Baureihe 403 sind nur in Deutschland unterwegs. ICE 3 der Reihe 406 werden auch grenzübergreifend in Belgien und den Niederlanden eingesetzt. © Arnulf Hettrich/Imago
Ein Lokführer bei der Bahn in einem ICE 3.
Ein Blick ins Cockpit eines ICE 3 (Archivbild von 2020). © Arne Dedert/dpa
Ein ICE 3 und ein ICE 4.
2017 kam dann der ICE 4 (rechts) auf die Schiene. Hier im direkten Vergleich zu einem ICE 3 (links) am Kölner Hauptbahnhof. © Deutsche Bahn AG / Axel Hartmann
ICE 4 auf der Bahnstrecke Münster - Osnabrück.
Vom ICE 4 gibt es drei unterschiedliche Modelle mit sieben, zwölf oder 13 Wagen. Der größte verfügt über 918 Sitzplätze. © Rüdiger Wölk/Imago
Ein ICE 4 bei Stadthagen.
Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ist der ICE 4 der langsamer als sein direkter Vorgänger und auch nicht so flott unterwegs wie die Modelle 1 und 2. © Deutsche Bahn AG / Wolfgang Klee
ICE 4 mit Fahrrad-Abteil.
Eine Besonderheit des ICE 4: Er hat als erster ICE gesonderte Fahrradstellplätze. © Deutsche Bahn AG / Tobias Gromatzki
Ein ICE 3neo der Baureihe 408.
Im Dezember 2022 folgte der ICE 3neo, der, wie der Name bereits verrät, auf dem ICE 3 basiert und weiterentwickelt wurde. Der Hochgeschwindigkeitszug erreicht bis zu 320 km/h. © Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben
Taufe des ersten ICE 3neo auf den Namen Rheinland im Kölner Hauptbahnhof.
Im Februar 2023 wurde ein ICE 3neo in Köln in Karnevalsoptik präsentiert und auf den Namen „Rheinland“ getauft. © R. Schmiegelt/Future Image/Imago
Ein ICE Führerstand bei der Taufe des ersten ICE 3neo auf den Namen Rheinland im Kölner Hauptbahnhof.
Der Führerstand des ICE 3neo. Die Flotte der Bahn soll bis 2029 um insgesamt 73 neue ICE 3neo erweitert werden. © R. Schmiegelt/Future Image/Imago
Der 1. ICE L auf dem Weg nach Deutschland.
Im Oktober 2024 folgt mit dem ICE L ein weiterer neuer Schnellzug der Bahn. Dabei ist der ICE L eigentlich kein richtiger ICE, wie sie bislang bekannt sind. Anders als die bisherigen ICEs ist er nämlich kein Triebzug, sondern wird von einer Lok gezogen. © Deutsche Bahn AG / Dirk Wittmann

Welche Bahnsperrungen gibt es aktuell in NRW?

Immer wieder werden etliche Bahnstrecken, teils wochenlang, für den Zugverkehr gesperrt. 24RHEIN zeigt, welche Bahnsperrungen es aktuell in NRW gibt und welche bald kommen.

Mehrere Streckensperrungen im Ruhrgebiet sorgen für Bahnchaos im Herbst

Auch im Rheinland stehen im September mehrere Bahnbauarbeiten an. Besonders weitreichend ist die Streckensperrung bei Duisburg, durch welche es bei über zehn RE-, RB- und S-Bahn-Linien zu Ausfällen und Umleitungen kommt. Ursache ist der Abriss einer Autobahnbrücke auf der A3. Zudem gibt es eine Bahnsperrung in Gelsenkirchen, welche ebenfalls zu einigen Einschränkungen im Zugverkehr zwischen Recklinghausen und Essen/Duisburg sorgt. (os) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Roberto Pfeil/dpa

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