„STREAMLINE“

Autozulieferer startet Sparprogramm mit konzernweitem Stellenabbau

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Wie Bosch, ZF, Mahle und Co. muss auch der Autozulieferer ElringKlinger Ausgaben einsparen. Dies führt zu einem konzernweiten Stellenabbau.

Dettingen an der Erms – Vor der Krise der globalen Autoindustrie kann sich auch ElringKlinger mit Sitz in Dettingen (Erms) bei Reutlingen (Baden-Württemberg) nicht verwehren. Nachdem der Autozulieferer Ende vergangen Jahres die Schließung eines deutschen Werkes angekündigt hat, wurde nun ein Kosteneffizienzprogramm namens „STREAMLINE“ beschlossen, mit dem der börsennotierte Konzern ab 2026 mindestens 30 Millionen Euro pro Jahr einsparen will, wie ElringKlinger am 8. Mai in einer Pressemitteilung verkündete. Diese Sparmaßnahmen sind mit einem Stellenabbau verbunden.

Das sind die 12 größten Unternehmen aus Baden-Württemberg

Die Zentrale der Schwarz-Gruppe, derSchwarz Finanz und Beteiligungs GMBH & Co. KG und derLIDL Stiftung & Co. KG in Neckarsulm.
Sagt Ihnen die Schwarz-Gruppe etwas? Der Mischkonzern ist mit 575.000 Mitarbeitern das größte Unternehmen aus Baden-Württemberg.  © Marijan Murat/dpa
Ein Schild weist auf eine Filiale des Lebensmitteldiscounters Lidl hin. Im Hintergrund befindet sich eine Filiale des Großflächen-Discounters Kaufland.
Weltweit bekannt sind die Discounter Lidl und Kaufland, die zur Schwarz-Gruppe gehören, aber dennoch Konkurrenten sind.  © Christian Johner/dpa
Die Hinterhof-Werkstatt von Robert Bosch, die er in den Jahren 1897 bis 1901 in der Kanzleistraße 22 in Stuttgart betrieb.
In diesem Hinterhof in Stuttgart wurde der größte Industriekonzern Baden-Württembergs gegründet. Wissen Sie welcher?  © Robert Bosch GmbH
Das Logo des Industriekonzerns Bosch ist an der Hauptverwaltung zu sehen.
Richtig: Die Robert Bosch GmbH mit weltweit 417.900 Mitarbeitern.  © Bernd Weißbrod/dpa
Das Werk der Daimler-Motoren-Gesellschaft in Stuttgart-Untertürkheim im Jahr 1908.
Wir bleiben historisch: Daimler-Motoren-Gesellschaft, Daimler-Benz, DaimlerChrysler, Daimler AG und heute... © Mercedes-Benz AG – Communications
Der Besuchereingang an der Mercedes-Benz Konzernzentrale in Stuttgart-Untertürkheim.
... Mercedes-Benz Group: Der Stuttgarter Autokonzern mit weltweit rund 175.000 Mitarbeitern darf hier nicht fehlen.  © Corporate Communication (MS/CC)
Die Stadt Friedrichshafen liegt am Bodensee, während im Hintergrund die Alpen in der Schweiz und in Österreich zu sehen sind.
Von Stuttgart an das Bodenseeufer: Hier hat ein weiterer global bedeutender Technologiekonzern seinen Hauptsitz.  © Felix Kästle/dpa
Das Forum der ZF Friedrichshafen wird von der Abendsonne angestrahlt.
Die ZF Friedrichshafen ist mit über 161.600 Mitarbeitern einer der größten Autozulieferer der Welt.  © Felix Kästle/dpa
Blick auf Gebäudeteile der Firmenzentrale des Software-Unternehmens SAP in Walldorf.
Darüber hinaus hat auch das wertvollste Unternehmen Europas seinen Sitz in Baden-Württemberg.  © Uwe Anspach/dpa
SAP-Unternehmenszentrale in Walldorf.
Genau, die SAP: der Softwarekonzern beschäftigt weltweit mehr als 109.000 Mitarbeiter. Nun geht es aber zurück in die Industrie.  © Uwe Anspach/dpa
Ein Mitarbeiter putzt vor der Präsentation den Mercedes-Stern des neuen Fernverkehrs-Lkw eActros 600.
Mercedes hatten wir doch schon in der Liste! Richtig, es gibt aber noch ein Unternehmen, das dieses legendäre Logo tragen darf.  © Jonas Walzberg/dpa
Ein Mercedes-Benz Lastwagen steht vor der Zentrale von Daimler Truck.
Daimler Truck gilt mit rund 102.900 Mitarbeitern als größter Nutzfahrzeughersteller der Welt.  © Bernd Weißbrod/dpa
Influencerin Pamela Reif (l) kassiert in einer dm Filiale für einen guten Zweck.
Na gut, ein Export-Schlager aus Karlsruhe darf auch nicht fehlen. Und damit ist nicht Influencerin Pamela Reif gemeint.  © Christoph Schmidt/dpa
Eine dm-Filiale in Homburg, Saarland.
Sondern dm. Die Drogeriemarktkette gilt mit 4.100 Filialen und knapp 90.000 Mitarbeitern als größte der Welt. © IMAGO/Lobeca
Eine Zweigstelle von Würth in Kempten im Allgäu, Bayern.
Wenn wir schon bei Superlativen sind: Auch das weltgrößte Unternehmen für Befestigungstechnik hat seinen Sitz im Ländle.  © IMAGO/imageBROKER/Manfred Bail
Der Konzernsitz der Würth-Gruppe in Künzelsau, Baden-Württemberg.
Würth: Aus einem Schraubenhandel in Künzelsau entwickelte sich ein Weltkonzern mit heute über 88.000 Mitarbeitern. © IMAGO/Arnulf Hettrich
Arnd Franz, der Vorstandsvorsitzende des Automobilzulieferers Mahle, betrachtet bei der Bilanz-Pressekonferenz am Stammsitz in Stuttgart ein Gravel-Bike mit einem Mahle Antrieb.
Ein bekannter Fahrrad-Hersteller aus Baden-Württemberg? Nein, hier geht es um den Antrieb.  © Bernd Weißbrod/dpa
Das Logo des Autozulieferers Mahle ist an der Zentrale des Unternehmens zu sehen.
Autozulieferer Mahle, der natürlich nicht nur Fahrrad-Antriebe baut, beschäftigt weltweit knapp 70.000 Menschen.  © Marijan Murat/dpa
Die Werkszentrale von Freudenberg in Weinheim.
Freudenberg? Hier geht es nicht um die bayerische Gemeinde, sondern um einen echten Hidden Champion. © Ronald Wittek/dpa
: Ein Putzgerät der Marke Vileda liegt im Showroom des Technologiekonzerns Freudenberg.
Der Freudenberg-Konzern beschäftigt mehr als 52.000 Mitarbeiter und ist vor allem für die Marke Vileda bekannt.  © Uwe Anspach/dpa
Eine Firmenlogo des Baustoffkonzerns „Heidelberg Materials“, ehemals „HeidelbergCement“, ist an einem vor der Firmenzentrale geparkten Betonmischer angebracht.
Von Reinigungsprodukten zum weltgrößten Baustoffhersteller? So ist das halt mit Listen, die nach Mitarbeiterzahl geordnet sind.  © Uwe Anspach/dpa
Firmenzentrale des börsennotierten Baustoffkonzerns Heidelberg Materials in Heidelberg, Baden-Württemberg.
Heidelberg Materials, ehemals unter anderem HeidelbergCement, beschäftigt rund 51.000 Mitarbeiter auf fünf Kontinenten.  © IMAGO/Udo Herrmann
Eine Mitarbeiterin geht im Lager des Pharma-Großhändlers Phoenix in Gotha (Thüringen) zwischen Regalen entlang.
Und was wird hier gelagert? Schrauben, Werkzeuge? Nein, Pharmazubehör - und Ausrüstung.  © Martin Schutt/dpa
Ein Firmenschild mit dem Unternehmenslogo steht vor der Firmenzentrale des Pharmahändlers Phoenix.
Der Pharmagroßhändler Phoenix Pharma mit Hauptsitz in Mannheim beschäftigt über 48.000 Mitarbeiter.  © Uwe Anspach/dpa
Das Logo des Optikkonzerns Zeiss auf Flaggen vor dem Firmensitz (links). Das Wappen von Sportwagenbauer Porsche (rechts).
Weitere große Unternehmen sind Zeiss (rund 46.000 Mitarbeiter) und der Sportwagenbauer Porsche (mehr als 42.000 Angestellte).  ©  IMAGO/CHROMORANGE & Marijan Murat/dpa

„Um ElringKlinger weiter zielgerichtet für die Zukunft aufzustellen und die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns nachhaltig zu verbessern, hat der Vorstand das Programm STREAMLINE zur Überprüfung und Reduzierung der Personalkostenstruktur beschlossen“, heißt es konkret in der Mitteilung. Der Stellenabbau soll laut der Südwestpresse (SWP) auf Freiwilligkeit basieren und ist mit Abfindungen verbunden. Auch Autokonzern Mercedes-Benz setzt bei der Personalreduktion auf Freiwilligkeit, die aber offenbar nicht ganz so freiwillig ist.

ElringKlinger: Stellenabbau bei Autozulieferer auf Basis der doppelten Freiwilligkeit

ElringKlinger erklärt in der Pressemitteilung, dass für die Mitarbeiter der deutschen Standorte die sogenannte „doppelte Freiwilligkeit“ gelten wird. Das bedeutet konkret, dass sowohl der Angestellte, als auch der Konzern einem Abschied zustimmen müssen. Wie viele Stellen durch das Programm entfallen sollen und wie hoch die Abfindung sein wird, teilt der Konzern nicht mit. Auf Nachfrage der SWP wollte ein Sprecher die zirkulierende Summe von bis zu 250.000 Euro pro Kopf nicht kommentieren. Allerdings müssen sich die Beschäftigten vergleichsweise schnell entscheiden, da das Sparprogramm bereits Mitte Mai starten soll.

Name ElringKlinger AG
Gründung 1879
Sitz Dettingen an der Erms, Baden-Württemberg
Branche Automobilzulieferer
Mitarbeiter 9.083 (Ende März 2025)
Umsatz 1,8 Milliarden Euro (2024)

Der freiwillige Personalabbau ist allerdings nicht der einzige Bestandteil des „STREAMLINE“-Programms bei ElringKlinger. „Im Zuge des Wandels unserer Branche haben wir bereits strategische Entscheidungen zur Fokussierung getroffen und konzentrieren uns künftig auf unsere profitablen Bereiche“, erklärt Konzernchef Thomas Jessulat in der Mitteilung. Im vergangenen Jahr hatte sich der Autozulieferer von zwei Konzerngesellschaften getrennt, wovon rund 650 Mitarbeiter betroffen waren.

Der Autozulieferer ElringKlinger will konzernweit Personalkosten einsparen und setzt dabei auf die „doppelte Freiwilligkeit“.

ElringKlinger rechnet 2025 weiterhin mit Umsatz der dem Vorjahreswert entspricht

Die ElringKlinger AG geht auf ein 1879 in Stuttgart gegründetes Handelsunternehmen für Dichtungen und technische Produkte zurück und beschäftigt heute weltweit 9.083 Mitarbeiter (Stand: 1. Quartal 2025). Das sind zwar mehr als 500 weniger als im Vorjahreszeitraum, der Konzern zählt aber dennoch zu den größten Autozulieferern aus Baden-Württemberg. Obwohl der Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zurückgegangen ist, rechnet ElringKlinger für das Gesamtjahr weiterhin mit einem Betrag, der organisch dem Vorjahreswert entspricht.

Rubriklistenbild: © ElringKlinger AG

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