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Bahnstreik am Dienstag: Sind auch Flixtrain und Flixbus betroffen?

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In Deutschland fallen wegen des Bahnstreiks der GDL Züge aus. Doch nicht alles steht still. Wie sieht es bei Flixtrain und Flixbus aus?

Hamm - Einmal mehr werden Reisende und Pendler auf die Probe gestellt. Die GDL hat zum 24-stündigen Streik bei der Bahn aufgerufen. Im Personenverkehr startet der Arbeitskampf am Dienstagmorgen, 12. März, um 2 Uhr.

Das bedeutet: Viele von der DB selbst betriebenen Züge – wie etwa in NRW – fallen deutschlandweit aus oder fahren stark eingeschränkt. Das Gute für Bahnfahrer: Es gibt trotz des Bahnstreiks einige Alternativen. Wie sieht es da mit Flixtrain bzw. Flixbus aus?

Sind auch Flixtrain und Flixbus vom Bahnstreik der GDL betroffen?

Das Unternehmen stellt mit Blick auf den GDL-Streik am 12. März unmissverständlich klar: „Flixbusse und Flixtrains werden wie gewohnt unterwegs sein.“ Schließlich sind lediglich Gewerkschaftsmitglieder zum Streik aufgerufen, die bei der Deutschen Bahn AG beschäftigt sind. Private Unternehmen, wie etwa die Flix SE, zählen nicht dazu und verkehren „normal“. Auf den meisten Strecken seien noch Tickets verfügbar, heißt es auf der Homepage (Stand: 11. März, 12 Uhr).

Wie bei vorherigen Bahnstreiks ist bei allen Privatbahnen, die ihre Linien bedienen, mit erhöhter Nachfrage zu rechnen. Daher auch bei Flixbus bzw. Flixtrain. Der Zug-Ableger des Unternehmens fährt allein in Nordrhein-Westfalen viele Großstädte an wie zum Beispiel, Köln, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Dortmund, Münster und Bielefeld. Deutschlandweit sind unter anderem Berlin, Hamburg, Bremen, Hannover, Frankfurt und Stuttgart vertreten. Ähnliches gilt auch für den Flixbus, wo das Netz noch dichter ist und bis München und darüber hinaus reicht.

GDL kündigt weitere Bahnstreiks an – dann ohne Vorankündigung

Es ist davon auszugehen, dass dies nicht der letzte Bahnstreik sein wird. Die GDL um ihren mächtigen Chef Claus Weselsky kündigte zuletzt „Wellenstreiks“ an. Das bedeutet: Dann sind Arbeitskämpfe bei den Betrieben der DB jederzeit und ohne Vorwarnung möglich. Zuletzt hatte die Gewerkschaft bisherige Streiks stets 48 Stunden im Voraus angekündigt. „Damit ist die Eisenbahn kein zuverlässiges Verkehrsmittel mehr“, erklärte Claus Weselsky.

Flixtrain und Flixbus sind nicht vom Bahnstreik der GDL betroffen.

Die Bahn zeigte sich derweil echauffiert und nannte die Wellenstreiks eine „blanke Zumutung für unsere Fahrgäste“. Personalvorstand Martin Seiler erklärte, die Gewerkschaft beharre „stur und egoistisch“ auf ihren Maximalforderungen. Diese seien „jedoch unerfüllbar und gefährden massiv das Eisenbahnsystem“.

Rubriklistenbild: © Rüdiger Wölk/Imago

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