Reaktion auf Wirtschaftsflaute

Bekannter Maschinenbauer baut 430 Stellen am Stammsitz ab

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Der angesehene Laserfachmann Trumpf kann der momentanen Konjunkturabkühlung nicht trotzen und entlässt am Ursprungsort in Ditzingen 430 Mitarbeiter.

Ditzingen – Die Herausforderungen der Weltwirtschaft belasten auch den familiengeführten Maschinenbauer Trumpf mit Stammsitz in Ditzingen bei Stuttgart (Baden-Württemberg) bereits seit einiger Zeit. Nachdem der Laserspezialist im vergangenen Jahr die Arbeitszeit und die Gehälter von rund 500 Mitarbeitern gekürzt hat, sind nun drastischere Maßnahmen notwendig. Wie der Maschinenbauer basierend auf Informationen von IPPEN.MEDIA bestätigt, plant Trumpf am Hauptsitz rund 430 von insgesamt 6.200 Stellen abzubauen.

Das sind die 12 größten Unternehmen aus Baden-Württemberg

Die Zentrale der Schwarz-Gruppe, derSchwarz Finanz und Beteiligungs GMBH & Co. KG und derLIDL Stiftung & Co. KG in Neckarsulm.
Sagt Ihnen die Schwarz-Gruppe etwas? Der Mischkonzern ist mit 575.000 Mitarbeitern das größte Unternehmen aus Baden-Württemberg.  © Marijan Murat/dpa
Ein Schild weist auf eine Filiale des Lebensmitteldiscounters Lidl hin. Im Hintergrund befindet sich eine Filiale des Großflächen-Discounters Kaufland.
Weltweit bekannt sind die Discounter Lidl und Kaufland, die zur Schwarz-Gruppe gehören, aber dennoch Konkurrenten sind.  © Christian Johner/dpa
Die Hinterhof-Werkstatt von Robert Bosch, die er in den Jahren 1897 bis 1901 in der Kanzleistraße 22 in Stuttgart betrieb.
In diesem Hinterhof in Stuttgart wurde der größte Industriekonzern Baden-Württembergs gegründet. Wissen Sie welcher?  © Robert Bosch GmbH
Das Logo des Industriekonzerns Bosch ist an der Hauptverwaltung zu sehen.
Richtig: Die Robert Bosch GmbH mit weltweit 417.900 Mitarbeitern.  © Bernd Weißbrod/dpa
Das Werk der Daimler-Motoren-Gesellschaft in Stuttgart-Untertürkheim im Jahr 1908.
Wir bleiben historisch: Daimler-Motoren-Gesellschaft, Daimler-Benz, DaimlerChrysler, Daimler AG und heute... © Mercedes-Benz AG – Communications
Der Besuchereingang an der Mercedes-Benz Konzernzentrale in Stuttgart-Untertürkheim.
... Mercedes-Benz Group: Der Stuttgarter Autokonzern mit weltweit rund 175.000 Mitarbeitern darf hier nicht fehlen.  © Corporate Communication (MS/CC)
Die Stadt Friedrichshafen liegt am Bodensee, während im Hintergrund die Alpen in der Schweiz und in Österreich zu sehen sind.
Von Stuttgart an das Bodenseeufer: Hier hat ein weiterer global bedeutender Technologiekonzern seinen Hauptsitz.  © Felix Kästle/dpa
Das Forum der ZF Friedrichshafen wird von der Abendsonne angestrahlt.
Die ZF Friedrichshafen ist mit über 161.600 Mitarbeitern einer der größten Autozulieferer der Welt.  © Felix Kästle/dpa
Blick auf Gebäudeteile der Firmenzentrale des Software-Unternehmens SAP in Walldorf.
Darüber hinaus hat auch das wertvollste Unternehmen Europas seinen Sitz in Baden-Württemberg.  © Uwe Anspach/dpa
SAP-Unternehmenszentrale in Walldorf.
Genau, die SAP: der Softwarekonzern beschäftigt weltweit mehr als 109.000 Mitarbeiter. Nun geht es aber zurück in die Industrie.  © Uwe Anspach/dpa
Ein Mitarbeiter putzt vor der Präsentation den Mercedes-Stern des neuen Fernverkehrs-Lkw eActros 600.
Mercedes hatten wir doch schon in der Liste! Richtig, es gibt aber noch ein Unternehmen, das dieses legendäre Logo tragen darf.  © Jonas Walzberg/dpa
Ein Mercedes-Benz Lastwagen steht vor der Zentrale von Daimler Truck.
Daimler Truck gilt mit rund 102.900 Mitarbeitern als größter Nutzfahrzeughersteller der Welt.  © Bernd Weißbrod/dpa
Influencerin Pamela Reif (l) kassiert in einer dm Filiale für einen guten Zweck.
Na gut, ein Export-Schlager aus Karlsruhe darf auch nicht fehlen. Und damit ist nicht Influencerin Pamela Reif gemeint.  © Christoph Schmidt/dpa
Eine dm-Filiale in Homburg, Saarland.
Sondern dm. Die Drogeriemarktkette gilt mit 4.100 Filialen und knapp 90.000 Mitarbeitern als größte der Welt. © IMAGO/Lobeca
Eine Zweigstelle von Würth in Kempten im Allgäu, Bayern.
Wenn wir schon bei Superlativen sind: Auch das weltgrößte Unternehmen für Befestigungstechnik hat seinen Sitz im Ländle.  © IMAGO/imageBROKER/Manfred Bail
Der Konzernsitz der Würth-Gruppe in Künzelsau, Baden-Württemberg.
Würth: Aus einem Schraubenhandel in Künzelsau entwickelte sich ein Weltkonzern mit heute über 88.000 Mitarbeitern. © IMAGO/Arnulf Hettrich
Arnd Franz, der Vorstandsvorsitzende des Automobilzulieferers Mahle, betrachtet bei der Bilanz-Pressekonferenz am Stammsitz in Stuttgart ein Gravel-Bike mit einem Mahle Antrieb.
Ein bekannter Fahrrad-Hersteller aus Baden-Württemberg? Nein, hier geht es um den Antrieb.  © Bernd Weißbrod/dpa
Das Logo des Autozulieferers Mahle ist an der Zentrale des Unternehmens zu sehen.
Autozulieferer Mahle, der natürlich nicht nur Fahrrad-Antriebe baut, beschäftigt weltweit knapp 70.000 Menschen.  © Marijan Murat/dpa
Die Werkszentrale von Freudenberg in Weinheim.
Freudenberg? Hier geht es nicht um die bayerische Gemeinde, sondern um einen echten Hidden Champion. © Ronald Wittek/dpa
: Ein Putzgerät der Marke Vileda liegt im Showroom des Technologiekonzerns Freudenberg.
Der Freudenberg-Konzern beschäftigt mehr als 52.000 Mitarbeiter und ist vor allem für die Marke Vileda bekannt.  © Uwe Anspach/dpa
Eine Firmenlogo des Baustoffkonzerns „Heidelberg Materials“, ehemals „HeidelbergCement“, ist an einem vor der Firmenzentrale geparkten Betonmischer angebracht.
Von Reinigungsprodukten zum weltgrößten Baustoffhersteller? So ist das halt mit Listen, die nach Mitarbeiterzahl geordnet sind.  © Uwe Anspach/dpa
Firmenzentrale des börsennotierten Baustoffkonzerns Heidelberg Materials in Heidelberg, Baden-Württemberg.
Heidelberg Materials, ehemals unter anderem HeidelbergCement, beschäftigt rund 51.000 Mitarbeiter auf fünf Kontinenten.  © IMAGO/Udo Herrmann
Eine Mitarbeiterin geht im Lager des Pharma-Großhändlers Phoenix in Gotha (Thüringen) zwischen Regalen entlang.
Und was wird hier gelagert? Schrauben, Werkzeuge? Nein, Pharmazubehör - und Ausrüstung.  © Martin Schutt/dpa
Ein Firmenschild mit dem Unternehmenslogo steht vor der Firmenzentrale des Pharmahändlers Phoenix.
Der Pharmagroßhändler Phoenix Pharma mit Hauptsitz in Mannheim beschäftigt über 48.000 Mitarbeiter.  © Uwe Anspach/dpa
Das Logo des Optikkonzerns Zeiss auf Flaggen vor dem Firmensitz (links). Das Wappen von Sportwagenbauer Porsche (rechts).
Weitere große Unternehmen sind Zeiss (rund 46.000 Mitarbeiter) und der Sportwagenbauer Porsche (mehr als 42.000 Angestellte).  ©  IMAGO/CHROMORANGE & Marijan Murat/dpa

Die Maschinenbaubranche hat bereits seit einiger Zeit mit steigenden Kosten und gleichzeitig einer sinkenden Nachfrage sowie Investitionsbereitschaft zu kämpfen. Dem kann sich auch das 1923 gegründete Traditionsunternehmen Trumpf nicht entziehen. „Aufgrund der damit verbundenen Auftragsrückgänge passen wir unsere Strukturen in der gesamten TRUMPF Gruppe an“, erklärte ein Sprecher gegenüber unserer Redaktion. „Wir wollen mit den Strukturanpassungen TRUMPF robust und zukunftsfähig aufstellen.“

Trumpf reagiert mit Stellenabbau auf Auftragsrückgang – fast 1400 Mitarbeiter verzichten aktuell auf Gehalt

Im vergangenen Jahr hatte die Trumpf-Gruppe, die weltweit mehr als 19.000 Mitarbeiter beschäftigt, einen deutlichen Umsatz- und Auftragseingang verzeichnet, wie das Unternehmen zum Ende des Geschäftsjahres 2023/2024 am 30. Juni 2024 verkündet hatte. Auch beim Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr erwartete der Konzern weitere Herausforderungen. „Beim Ausblick gehen wir davon aus, dass die anhaltend schwache Nachfrage auch die kommenden Monate des laufenden Geschäftsjahrs prägen wird“, hatte Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller erklärt.

Name TRUMPF SE + Co. KG
Gründung 1923
Sitz Ditzingen, Baden-Württemberg
Branche Maschinenbau
Mitarbeiter 19.018 (2023/2024)
Umsatz 5,2 Milliarden Euro (2023/2024)

Diese Voraussage hat sich offenbar bewahrheitet, weshalb das Familienunternehmen nun auch am Stammsitz im schwäbischen Ditzingen mit einem Personalabbau gegensteuern muss. Laut dem Konzernsprecher soll der Abbau von rund 430 Stellen möglichst sozial verträglich erfolgen. Die Gespräche mit dem Betriebsrat seien bereits angelaufen. Außerdem verzichten mittlerweile fast 1400 Mitarbeiter auf einen Teil ihres Gehalts. Zu Beginn des vergangenen Jahres hatte Trumpf auch an einem Standort in der Schweiz temporär Kurzarbeit eingeführt.

Maschinenbauer Trumpf baut am Stammsitz in Ditzingen bei Stuttgart rund 430 Stellen ab.

Maschinenbauer Trumpf erwägt angesichts der Weltlage Einstieg in Rüstungsbranche

Der Maschinenbauer Trumpf wurde ursprünglich in Stuttgart gegründet und verlegte seinen Sitz 1933 zunächst in den heutigen Stadtbezirk Weilimdorf und schließlich nach Ditzingen. Während der Zeit des Zweiten Weltkriegs setzte das Unternehmen weiterhin auf die Herstellung von Wellen und elektrischen Handscheren und stieg nicht in die Rüstungsproduktion ein. Aufgrund der aktuellen Weltlage überlegt das Familienunternehmen derzeit aber, zum ersten Mal in der Firmengeschichte in diese Branche einzusteigen.

Rubriklistenbild: © TRUMPF SE + Co. KG

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