Trotz Turbulenzen der Konzernmutter

Betriebsrat hält Galeria für zukunftsfähig – unter einer Bedingung

Der Warenhauskette Galeria steckt in der Krise, es droht die Insolvenz. Weil die Geschäfte aktuell aber gut laufen, hat der Betriebsratschef Hoffnung.

Düsseldorf – Trotz der Turbulenzen bei der Konzernmutter Signa sieht der Betriebsrat von Galeria Karstadt Kaufhof die Kaufhauskette als zukunftsfähig an. „Dass nun die Kerngesellschaften der Signa-Gruppe insolvent sind, bedeutet, dass wir uns von der Signa-Gruppe und ihren Interessen befreien können“, sagte Betriebsratschef Jürgen Ettl der Wirtschaftswoche.

Betriebsrat hält Galeria-Kette für zukunftsfähig – doch dafür braucht es einen Investor

Er betonte, dass die Galeria-Kette zukunftsfähig wäre, wenn ein neuer Besitzer gefunden würde, der „ebenso wie wir ein Interesse daran hat, dass es Galeria gut geht“. Doch dafür muss erst einmal ein neuer Besitzer gefunden werden. Nach Einschätzung des BWL-Professors Peter Kenning, wäre es das Ende für Galeria Karstadt Kaufhof, wenn kein neuer Investor gefunden würde, wie er vor einigen Wochen gegenüber 24RHEIN sagte.

Bedeuten die Turbulenzen der Sigma-Gruppe doch nicht das Aus von Galeria Karstadt Kaufhof? So sieht es zumindest der Betriebsrat. (Symbolbild)

Doch wenn ein neuer Investor oder eine Investorengruppe gefunden würde, könnte Galeria nach Ansicht von Betriebsratschef Ettl eine Rendite zwischen sechs und 17 Prozent bieten. „Garantieren können wir in schlechten Zeiten 3 Prozent und in guten Zeiten mindestens 6“. Um dies zu erreichen, müssten unter anderem die Mieten an den Standorten von Signa auf ein marktgerechtes Niveau reduziert werden.

Stellenabbau in der Galeria-Unternehmenszentrale in Essen – „Für mich ist das hart“

In der Zentrale des Unternehmens in Essen sei ein weiterer Stellenabbau unvermeidlich. Ettl äußerte sich dazu mit den Worten „Für mich als Betriebsrat ist das hart“. Und weiter: „Ich möchte gerne jeden Arbeitsplatz erhalten. Aber in unserer Lage darf es auch für Betriebsräte keine Denkverbote geben“.

Das Unternehmensnetzwerk des österreichischen Immobilienmilliardärs René Benko, zu dem auch Galeria gehört, ist aufgrund steigender Zinsen, Baukosten und Energiepreise ins Straucheln geraten. Mehrere Teile der Signa-Gruppe sind insolvent. (mg mit dpa) Täglich informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Christoph Hardt/Imago

Kommentare