Verbrenner und Hybrid

BMW legt SUV-Bestseller X3 neu auf - E-Auto-Version fliegt vorerst aus Sortiment

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BMW präsentiert ein neues Mittelklasse-SUV und streicht das E-Auto aus dem Sortiment. Zudem erhält der beliebte X3 eine „Monsterniere“. Fans äußern Kritik.

München – Das BMW X3 ist ein mittelgroßes Premium-SUV, mit sportlicher Leistung und luxuriöser Ausstattung. Neben der 3er-Limousine und dem kleineren X1 handelt es sich um einen der Bestseller des Herstellers und alleine in Deutschland wurde die Modellreihe seit 2003 über 400.000 Mal neu zugelassen.

Im Herbst 2024 kommt die vierte Generation des beliebten BMW X3 und wartet in mehrerlei Hinsicht mit auffälligen Details auf: Da wäre zum einen die glattere Formgebung mit viel LED-Beleuchtung rund um den Kühlergrill, der mit seiner markanten Ausprägung an die „Monsterniere“ erinnert. Das Merkmal sorgte in der Vergangenheit bei Fans für hitzige Gemüter.

Neuer BMW X3 wächst und hat Benzin- sowie Dieselmotoren

Der neue X3 wird flacher, aber auch etwas länger (4,76 m) – was die Parkplatzsuche mit der künftigen Generation gewiss nicht leichter macht. Während das Platzangebot im Innenraum in etwa gleich bleibt, wächst der Kofferraum laut Hersteller deutlich, auf ein Ladevolumen zwischen 570 und 1700 Liter.

BMW bringt im Herbst 2024 den neuen X3 auf den Markt. Ein rein elektrisches Modell gibt es nicht, dafür einen Plug-in-Hybrid.

Während im Cockpit u. a. moderne Software und ein größeres Infotainment-Display Einzug erhalten, setzt BMW bei den Motoren wie erwartet auf Technologie-Offenheit: Es gibt einen Vierzylinder-Benziner und einen -Diesel mit 208 PS beziehungsweise 197 PS, die elektrische Unterstützung (48-Volt-Technologie) macht die Fahrzeuge zu Mildhybriden. Darüber hinaus bietet der Münchner Autobauer einen Sechszylinder-Benziner mit 398 PS für den BMW X3 M50 an, kommendes Jahr erweitert den Angaben zufolge ein sparsamer Sechszylinder-Diesel das Angebot.

BMW verbannt Elektroauto aus der X3-Modellreihe – das hat einen Grund

Eine einschneidende Änderung im Vergleich zu bisher gibt es bei der Elektroauto-Variante: Einen iX3 wird es künftig nicht mehr geben. Das liegt jedoch nicht daran, dass BMW der E-Mobilität abgeschworen hat: Vielmehr startet im nächsten Jahr mit der „Neuen Klasse“ eine rein elektrische Baureihe. die neue Plattform-Ära wird mit einem SUV im Format des X3 eingeläutet.

Für umweltbewusste Fahrer gibt es beim BMW X3 2024 einen optimierten Plug-in-Hybrid, mit einer Systemleistung von 299 PS und einer größeren Batterie im Vergleich zum PHEV-Vorgänger. Dementsprechend wächst auch die elektrische Reichweite gegenüber dem xDrive30e, um knapp 40 Kilometer auf bis zu 90 km.

Die ärgsten Rivalen sind jene Mittelklasse-SUV der deutschen Konkurrenz: Mercedes GLC und dem Audi Q5. Dazu gibt es auch international mehrere Mitstreiter, die dem meistverkauften BMW-Modell den Rang streitig machen.

Warum Verbrenner neben E-Autos existieren müssen

Infrastruktur: E-Autos benötigen eine entsprechende Infrastruktur, um aufgeladen zu werden. Derzeit gibt es noch nicht genügend öffentliche Ladestationen, um den Bedarf zu decken. Für lange Strecken oder abgelegene Orte sind Verbrenner daher immer noch die praktikablere Option.
Infrastruktur: E-Autos benötigen eine entsprechende Infrastruktur, um aufgeladen zu werden. Derzeit gibt es noch nicht genügend öffentliche Ladestationen, um den Bedarf zu decken. Für lange Strecken oder abgelegene Orte sind Verbrenner daher immer noch die praktikablere Option. © IMAGO/Robert Poorten
Kosten: E-Autos sind in der Regel teurer als Verbrenner und nicht jeder kann sich diese höheren Kosten leisten. Zudem sind E-Autos nicht in allen Größen und Varianten erhältlich, so dass es für manche Anforderungen noch keine entsprechenden E-Autos gibt.
Kosten: E-Autos sind in der Regel teurer als Verbrenner und nicht jeder kann sich diese höheren Kosten leisten. Zudem sind E-Autos nicht in allen Größen und Varianten erhältlich, so dass es für manche Anforderungen noch keine entsprechenden E-Autos gibt. © IMAGO
Reichweite: E-Autos haben im Vergleich zu Verbrennern immer noch eine begrenzte Reichweite, die oft nicht ausreicht, um lange Strecken zurückzulegen. Auch wenn die Reichweite von E-Autos in den letzten Jahren gestiegen ist, können Verbrenner immer noch eine größere Reichweite bieten.
Reichweite: E-Autos haben im Vergleich zu Verbrennern immer noch eine begrenzte Reichweite, die oft nicht ausreicht, um lange Strecken zurückzulegen. Auch wenn die Reichweite von E-Autos in den letzten Jahren gestiegen ist, können Verbrenner immer noch eine größere Reichweite bieten. © IMAGO/Ralf Homburg
Umwelt: Obwohl E-Autos eine sauberere und umweltfreundlichere Alternative zu Verbrennern sind, müssen auch ihre Produktionsprozesse und ihre Stromversorgung berücksichtigt werden. Bis zur vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien werden Verbrenner noch benötigt, um den Energiebedarf zu decken.
Umwelt: Obwohl E-Autos eine sauberere und umweltfreundlichere Alternative zu Verbrennern sind, müssen auch ihre Produktionsprozesse und ihre Stromversorgung berücksichtigt werden. Bis zur vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien werden Verbrenner noch benötigt, um den Energiebedarf zu decken. © IMAGO/Florian Gaertner
Bedienkomfort: Für viele Menschen ist das Fahren eines Verbrenners noch immer vertrauter und einfacher als das Fahren eines E-Autos. Auch wenn sich dies mit der Zeit ändern wird, kann es eine Weile dauern, bis sich die breite Bevölkerung an das Fahren von E-Autos gewöhnt hat.
Bedienkomfort: Für viele Menschen ist das Fahren eines Verbrenners noch immer vertrauter und einfacher als das Fahren eines E-Autos. Auch wenn sich dies mit der Zeit ändern wird, kann es eine Weile dauern, bis sich die breite Bevölkerung an das Fahren von E-Autos gewöhnt hat. © IMAGO/David Munoz
Ladezeit: Das Aufladen eines E-Autos dauert länger als das Betanken eines Verbrenners. Dies kann zu Verzögerungen und Wartezeiten führen, die bei Verbrennern nicht auftreten. Für Menschen, die viel unterwegs sind und nicht auf eine schnelle Mobilität verzichten können, sind Verbrenner daher oft die praktikablere Option.
Ladezeit: Das Aufladen eines E-Autos dauert länger als das Betanken eines Verbrenners. Dies kann zu Verzögerungen und Wartezeiten führen, die bei Verbrennern nicht auftreten. Für Menschen, die viel unterwegs sind und nicht auf eine schnelle Mobilität verzichten können, sind Verbrenner daher oft die praktikablere Option. © IMAGO/Michael Gstettenbauer
Verfügbarkeit von Ladestationen: Auch wenn die Anzahl der öffentlichen Ladestationen zunimmt, sind E-Auto-Fahrer immer noch auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Ladestationen angewiesen. In ländlichen Gebieten oder auf Fernstraßen kann es jedoch immer noch an Ladestationen mangeln, was Verbrenner zu einer zuverlässigeren Wahl macht.
Verfügbarkeit von Ladestationen: Auch wenn die Anzahl der öffentlichen Ladestationen zunimmt, sind E-Auto-Fahrer immer noch auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Ladestationen angewiesen. In ländlichen Gebieten oder auf Fernstraßen kann es jedoch immer noch an Ladestationen mangeln, was Verbrenner zu einer zuverlässigeren Wahl macht. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Wartung: E-Autos haben in der Regel weniger bewegliche Teile als Verbrenner, was sie insgesamt wartungsärmer macht. Dennoch können Reparaturen oder Wartungsarbeiten an einem E-Auto teurer und zeitaufwendiger sein als an einem Verbrenner. Für Menschen, die keine Zeit oder das nötige Geld haben, können Verbrenner daher immer noch die bessere Wahl sein.
Wartung: E-Autos haben in der Regel weniger bewegliche Teile als Verbrenner, was sie insgesamt wartungsärmer macht. Dennoch können Reparaturen oder Wartungsarbeiten an einem E-Auto teurer und zeitaufwendiger sein als an einem Verbrenner. Für Menschen, die keine Zeit oder das nötige Geld haben, können Verbrenner daher immer noch die bessere Wahl sein. © IMAGO/Bernd Feil
Reichweite bei schlechtem Wetter: Die Reichweite von E-Autos kann bei extremen Temperaturen oder schlechtem Wetter beeinträchtigt werden. Dies kann zu Problemen führen, insbesondere wenn das E-Auto für lange Strecken eingesetzt werden soll. Verbrenner haben hier einen Vorteil, da sie nicht von solchen Faktoren beeinflusst werden.
Reichweite bei schlechtem Wetter: Die Reichweite von E-Autos kann bei extremen Temperaturen oder schlechtem Wetter beeinträchtigt werden. Dies kann zu Problemen führen, insbesondere wenn das E-Auto für lange Strecken eingesetzt werden soll. Verbrenner haben hier einen Vorteil, da sie nicht von solchen Faktoren beeinflusst werden. © IMAGO/Ray van Zeschau
Flexibilität bei der Energieversorgung: Verbrenner können mit einer Vielzahl von Brennstoffen betrieben werden, darunter Benzin, Diesel, Ethanol oder Wasserstoff. E-Autos sind hingegen auf eine Stromversorgung angewiesen und müssen daher an eine Stromquelle angeschlossen werden. In einigen Gebieten kann die Stromversorgung jedoch instabil sein oder es kann zu Stromausfällen kommen. Verbrenner bieten hier mehr Flexibilität in Bezug auf die Energieversorgung.
Flexibilität bei der Energieversorgung: Verbrenner können mit einer Vielzahl von Brennstoffen betrieben werden, darunter Benzin, Diesel, Ethanol oder Wasserstoff. E-Autos sind hingegen auf eine Stromversorgung angewiesen und müssen daher an eine Stromquelle angeschlossen werden. In einigen Gebieten kann die Stromversorgung jedoch instabil sein oder es kann zu Stromausfällen kommen. Verbrenner bieten hier mehr Flexibilität in Bezug auf die Energieversorgung. © IMAGO/Arnulf Hettrich

BMW X3 2024 erhitzt die Gemüter – „muss den Schuss nicht gehört haben“

In diversen Internetforen zeigen sich viele Auto- und auch BMW-Fans jedoch nicht nur begeistert und äußern kritische Töne zur vierten X3-Generation. Es geht vorrangig um die Themen Umweltverträglichkeit und Antriebstechnologie:

  • „Warum müssen die bei jeder neuen Version noch länger und breiter werden? Kann ja fast nur an den Fahrern liegen.“
  • „Ich werde meine Entscheidung nochmal überdenken und mich bei anderen Herstellern umschauen. Was für ein Debakel.“
  • „Er wirkt sehr clean und modern, gleichzeitig nachhaltig und optimierter in Sachen Verbrauch und Fahrleistungen.“
  • „Diesem panzerartigen SUV-Design kann ich, vor allen Dingen mit Blick auf Effizienz etc., gar nichts mehr abgewinnen.“
  • „Da zeigt sich, wie gut die Lobbyarbeit funktioniert, dass man in 2024 so was noch als ‚hocheffizient‘ vorstellen und in Masse verkaufen darf.“
  • „BMW muss den Schuss nicht gehört haben, immer noch auf Verbrenner zu setzen.“
  • Der Design-Kurs, den BMW jetzt einschlägt, ist mir suspekt. Angefangen von den übergroßen Nieren, diese neue Kantigkeit und nahezu kitschig wirkende Acrylglaselemente für den chinesischen und orientalischen Geschmack.“

Die Verkaufsstatistik 2023 zeigt: Die wichtigsten Märkte für BMW sind Asien (über 1 Mio.) mit China, gefolgt von Europa (942.805). (PF)

Rubriklistenbild: © BMW AG

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