Deutsche Autoindustrie in der Krise: Trumps Zölle treffen uns hart
VonNicola de Paoli
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US-Zölle setzen der deutschen Autoindustrie zu. Unternehmen wie VW und Ford reagieren bereits. Welche Maßnahmen werden ergriffen?
München – Die deutsche Automobilbranche sieht sich mit erheblichen Konsequenzen durch die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle konfrontiert. Diese „markieren einen fundamentalen handelspolitischen Einschnitt“, erklärte Hildegard Müller, die Präsidentin des Verbands der Autoindustrie. „Die angekündigten Maßnahmen sind zudem eine massive Belastung und Herausforderung sowohl für die Unternehmen als auch für die globalen Lieferketten der Automobilindustrie.“
Die USA sind der bedeutendsten Exportmarkt für deutsche Automobilhersteller
Die USA stellen den bedeutendsten Exportmarkt für deutsche Automobilhersteller dar. Im Jahr 2024 wurden fast 450.000 Fahrzeuge aus deutscher Produktion in die USA exportiert. Fast jeder vierte Porsche fand dort einen Käufer. Bei BMW und Mercedes lag der Anteil bei über 16 Prozent, während Audi und VW zwischen 8 und 12 Prozent erreichten. BMW wollte sich auf Anfrage nicht detailliert äußern und erklärte lediglich, dass die Ankündigungen intern bewertet würden.
Laut einem Bericht des Wall Street Journal plant Volkswagen, eine Importgebühr auf Fahrzeuge einzuführen, die von den US-Zöllen betroffen sind. Diese Information wurde den VW-Händlern bereits mitgeteilt. Das Memo, das vor der offiziellen Verkündung der Strafzölle verschickt wurde, informierte auch darüber, dass der Bahntransport von Fahrzeugen aus Mexiko vorübergehend eingestellt und Autos aus Europa im Hafen zurückgehalten würden.
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VW bezeichnete diese Maßnahmen als vorübergehende Anpassung und kündigte an, mit Logistikunternehmen zusammenzuarbeiten, um den Fahrzeugtransport zu optimieren, sobald sich die Zollsituation stabilisiert habe. „Wir wollen sehr transparent durch diese Zeit der Unsicherheit navigieren“, erklärte das Unternehmen gegenüber dem Journal. Weitere Details zu den Preisstrategien für die betroffenen Fahrzeuge sollen den Händlern bis Mitte April mitgeteilt werden.
Medienbericht: Ford plant Preisnachlässe
Ford plant, aufgrund der hohen Lagerbestände Preisnachlässe für mehrere Modelle anzubieten, wie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Reuters erklärten. Das Programm, das den Namen „Von Amerika für Amerika“ tragen wird, sieht vor, dass alle Kunden die Mitarbeiterpreise von Ford erhalten. Obwohl Ford 80 Prozent seiner in den USA verkauften Fahrzeuge im Inland produziert und damit besser vor den Zöllen geschützt ist, muss das Unternehmen dennoch mit hohen Abgaben auf importierte Fahrzeugteile rechnen. Ford selbst hat sich zu den Ermäßigungen nicht geäußert.
Hyundai hingegen plant keine Preiserhöhungen in den USA als Reaktion auf die Zölle. „Wir haben die Ankündigung der Zölle gesehen und evaluieren die Auswirkungen“, sagte Co-Chef Jose Munoz auf einer Automesse in Südkorea. In einer früheren Mitteilung an die Händler schloss der Konzern Preisanhebungen jedoch nicht aus.