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Deutsches Skigebiet kapituliert vor Klimawandel: Insolvenz angemeldet

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Skifahrer fahren neben einem Lift die Piste hinunter.
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Der Klimawandel zwingt Wintersportorte in die Knie. Aktuell hat ein deutsches Skigebiet Insolvenz angemeldet.

Winterberg/Züschen – In Deutschland wird der Klimawandel immer spürbarer, was insbesondere Liebhaber des Wintersports zu spüren bekommen. Die Schneefälle in der kalten Jahreszeit nehmen ab und die Skisaison verkürzt sich. Dieser Trend setzt Skigebiete zunehmend unter Stress. Ein deutsches Skigebiet musste nun Insolvenz anmelden.

Skigebiet ist insolvent: „Mein Homberg“ erst vor zwei Jahren übernommen

Die Betreiber des Skigebiets „Mein Homberg“ und des dazugehörigen Gastronomiebetriebs „Homberg Jause“ in Winterberg-Züschen, Nordrhein-Westfalen, mussten Insolvenz anmelden. Der Sauerlandkurier berichtet, dass das Verfahren beim Amtsgericht Arnsberg bereits läuft. Besonders tragisch: Vor nur zweieinhalb Jahren wechselte das Skigebiet den Besitzer. Die Käufer, Jan und Nina Homann, wollten sich damit einen Lebenstraum erfüllen.

Neben den milden Wintern haben auch steigende Energiekosten, Investitionen in Skiliftanlagen und die Kaufzurückhaltung der Verbraucher das Unternehmen belastet. Laut Sauerlandkurier gehören 75 Prozent des Skigebiets Homann, während die restlichen 25 Prozent unter anderem vom Ski Club Züschen und dem Heimatverein gehalten werden. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter aus Dortmund wurde bestellt.

Insolventes Skigebiet: Webseite nicht mehr erreichbar

Das kleine Skigebiet im Sauerland, das als Geheimtipp galt, verfügt über sieben Lifte und vier Kilometer Piste sowie 30 Kilometer für Langlauf. Schneehoehen.de, ein Informationsportal für Skigebiete, berichtet, dass die Webseite und die Webcams mittlerweile abgeschaltet wurden. Tatsächlich ist die Webseite nicht mehr erreichbar. Ob die Lifte im kommenden Winter in Betrieb gehen werden, ist laut dem Portal mehr als fraglich.

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