Rund 2000 Beschäftigte

Sorge um Stellenabbau an Mercedes-Standort – „Hängepartie“ setzt Mitarbeitern zu

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Bis 2023 sind die Jobs der rund 2000 Mercedes-Mitarbeiter in Ludwigsfelde voraussichtlich sicher, dann könnten Stellen wegfallen. Der Wirtschaftsminister will Klarheit.

Ludwigsfelde - Es ist eine „Hängepartie“, die die Belegschaft im Werk Ludwigsfelde aushalten muss. So zumindest beschreibt es der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Ludwigsfelde, Tobias Kunzmann, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Entsprechend unzufrieden seien die rund 2000 Mitarbeiter, weil sie noch nicht wissen, wie es nach dem Ende der Beschäftigungssicherung für sie weitergeht.

Am Mercedes-Benz-Werk in Ludwigsfelde (Brandenburg) geht die Angst um die Zukunft um.

IG Metall befürchtet Streichung von rund 1500 Stellen am Mercedes-Werk in Ludwigsfelde

Diese Unklarheit ruft Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) auf den Plan. „Wir müssen gemeinsam mit den Gewerkschaften helfen, Mercedes davon zu überzeugen, bereits heute ein klares und belastbares Konzept für Ludwigsfelde jenseits von 2030 zu entwickeln“, sagte er der dpa. Steinbach will sich für die Arbeitnehmer einsetzen und „direkten Kontakt mit der Konzernleitung in Stuttgart aufnehmen.“

Am Werk in Ludwigsfelde produziert Mercedes derzeit Sprinter. Da der neue vollelektrische Lieferwagen aber in Polen gebaut werden soll, sei laut Tobias Kunzmann von der IG Metall ein Stellenabbau zu befürchten. Er rechnet damit, dass die Zahl der Beschäftigten in Ludwigsfelde auf 500 sinken könnte. An einem wichtigen Standort in Baden-Württemberg kürzt Mercedes die Produktion.

Darauf fährt Deutschland ab: Die beliebtesten Automarken im Jahr 2024

Fahraufnahme eines Ford Explorer
Platz 10: Ford. Gerade so hat es der Autobauer Ford in die Top-10 des Rankings geschafft – mit 12,1 Punkten landete die Marke auf Rang 10. Das Foto zeigt einen Ford Explorer. © Ford
Fahraufnahme eines Opel Corsa
Platz 9: Opel. Die Rüsselsheimer landeten mit 12,3 Punkten ebenfalls unter den zehn beliebtesten Automarken der Deutschen. Das Foto zeigt einen Opel Corsa. © Opel
Fahraufnahme eines Porsche Taycan Turbo GT
Platz 8: Porsche. Die Stuttgarter landeten im YouGov-Ranking auf dem achten Platz, sie erreichten 14,8 Punkte. Das Bild zeigt einen Porsche Taycan Turbo GT. © Porsche
Fahraufnahme eines Volvo EX90.
Platz 7: Volvo. Schon lange ist der schwedische Autobauer in Händen des chinesischen Herstellers Geely – dennoch bleibt Marke in Deutschland beliebt. Volvo landete mit 14,7 Punkten auf dem siebten Platz. Das Foto zeigt einen Volvo EX90. © Volvo
Fahraufnahme eines Toyota Yaris
Platz 6: Toyota. Für die Top-5 hat es für die Japaner nicht ganz gereicht – dennoch sicherte sich die Importmarke im Ranking den sechsten Rang. Das Foto zeigt einen Toyota Yaris. © Toyota
Fahraufnahme eines Skoda Kodiaq
Platz 5: Skoda. In Deutschland ist die tschechische Marke längst sehr beliebt – das unterstreicht auch der fünfte Platz im Ranking (16,1 Punkte). Das Foto zeigt einen Skoda Kodiaq. © Skoda
Fahraufnahme eines BMW M5
Platz 4: BMW. Nur knapp verpassten die Münchner den Sprung aufs Treppchen – mit 24,3 Punkten landeten sie auf dem vierten Platz. Das Foto zeigt einen BMW M5. © BMW
Fahraufnehme eines VW Golf GTI
Platz 3: Volkswagen. Auch die „Ikone Golf“ hat sicherlich dazu beitragen, dass sich Volkswagen im Ranking den dritten Platz sichern konnte (24,4 Punkte). Das Foto zeigt einen VW Golf GTI. © VW
Fahraufnahme eines Mercedes-AMG SL 63 S E-Performance
Platz 2: Mercedes-Benz. Für die Spitze hat es nicht ganz gereicht – dennoch sicherten sich die Stuttgarter in der YouGov-Auswertung mit 24,7 Punkten Rang zwei. Das Bild zeigt einen Mercedes-AMG SL 63 S E-Performance. © Mercedes
Fahraufnahme eines Audi e-tron GT
Platz 1: Audi. Die Ingolstädter haben im Ranking mit 25,7 Punkten die Nase vorn. Das Foto zeigt den facegelifteten Audi e-tron GT. © Audi

Mercedes-Geschäftsführung in Ludwigsfelde will sich den Fragen der Mitarbeiter stellen

Mercedes-Benz selbst machte keine Angaben dazu, ob ein Stellenabbau geplant sei. Das Unternehmen verwies auf die Ausgestaltung eines Zukunftsbildes gemeinsam mit der Mitarbeitervertretung. Im Werk Ludwigsfelde werde eine sogenannte Anlauffabrik für bestimmte Elektro-Transporter in der Van-Sparte eingerichtet, hieß es unter anderem. Außerdem plane der älteste Autobauer der Welt, am Standort „ein Kompetenzcenter für eVan-Individualisierungen“ zu etablieren.

Am 15. November will sich die Geschäftsführung in Ludwigsfelde laut IG Metall den Fragen der Belegschaft stellen. Im Werk selbst sei eine „Taskforce“ eingerichtet worden, die sich mit der Zukunftssicherung beschäftige. Zuletzt musste Mercedes-Benz einen massiven Gewinneinbruch hinnehmen – selbst Analysten wurden überrascht. (df mit dpa)

Rubriklistenbild: © Mercedes-Benz AG – Global Communications

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