Nach der ING

Jetzt profitieren Sparer: DKB erhöht die Zinsen aufs Tagesgeld

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Die Zinswende der EZB macht sich langsam auch für Sparer bemerkbar. Die DKB erhöht jetzt die Zinsen auf das Tagesgeldkonto und ist damit nicht alleine.

Frankfurt - Die deutschen Banken steigern das Tempo im Wettbewerb um Kundeneinlagen. Am Donnerstag verkündete die Direktbank DKB, dass sie den Zinssatz für Tagesgeld ebenfalls auf 3,5 Prozent anheben wird. Das geschah nur drei Tage nach der die ING Deutschland den gleichen Schritt verkündete.

Im Gegensatz zur ING gilt der erhöhte Zinssatz bei der DKB aber auch für Bestandskunden. „Wir entscheiden uns bewusst gegen ungleiche Behandlung. Faire Produktbedingungen für alle – das ist unsere Strategie“, sagte DKB Managerin Maren Heiß.

DKB: Auf das Tagesgeldkonto gibt es bis Januar 2024 3,5 Prozent Zinsen.

Die 3,5 Prozent Zinsen auf Tagesgeldkonten sind auf den Zeitraum vom 01. August 2023 bis 31. Januar 2024 beschränkt. Um vom erhöhten Zinssatz zu profitieren, müssen Bestandskunden „nichts weiter tun“: Er gelte „ohne Beschränkung der Einlagenhöhe“ teilt die BayernLB Tochter mit.

Die Konkurrenz der Banken bringt Sparern attraktive Angebote

Dass immer mehr Banken ihre Zinssätze auf beispielsweise Tagesgeldkonten erhöhen, hat mit der Zinswende der Europäischen Zentralbank (EZB) zu tun. Seit Juli 2022 erhalten Banken eine Gutschrift, anstatt Strafzinsen zu zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken. Derzeit liegt der Einlagenzins, den die EZB den Geschäftsbanken gewährt, bei 3,5 Prozent. Verzögert profitieren jetzt auch Sparer vom Kurs der Zentralbank.

Der Konkurrenzdruck zwischen den Banken nimmt zu. Die Wechselbereitschaft der Kunden nimmt zu, sagte ING-Privatkundenchef Daniel Llano dem Handelsblatt. Die Zahl der Kunden, die nach attraktiv verzinsten Angeboten suchen, sei bereits gestiegen. „Ich erwarte, dass wir in den kommenden Monaten noch mehr Wechsel sehen werden“, sagte Llano der Wirtschaftszeitung.

Rubriklistenbild: © Thomas Trutschel/Imago

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