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Europas Automarkt im Aufwind, Tesla im Abwärtstrend: Elon Musks Konzern schwächelt im Vergleich zur Konkurrenz – trotz E-Auto-Boom. VW bleibt Marktführer.
Berlin – Elon Musks Autokonzern Tesla muss einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Der Absturz bei den Neuregistrierungen in Europa geht weiter. Im Vergleich zum Vorjahresmonat offenbart sich ein dramatischer Rückgang: In den Staaten der Europäischen Union sowie Norwegen, Island, Lichtenstein, der Schweiz und Großbritannien wurden 48,5 Prozent weniger Neuzulassungen gemeldet. In den ersten zehn Monaten sind es 29,6 Prozent weniger. Dabei nimmt der Anteil von Elektroautos besonders in der EU zu.
Insgesamt hat der europäische Automarkt im Oktober den vierten Monat in Folge ein Wachstum verzeichnet. Die Neuzulassungen legten um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, wie der Branchenverband ACEA am Dienstag, 25. November, mitteilte. Seit Jahresbeginn ist das ein Anstieg um 1,4 Prozent auf fast neun Millionen Fahrzeuge. „Trotz des jüngsten Schwungs liegen die Volumina aber immer noch weit unter dem Niveau, das vor der Corona-Pandemie erreicht wurde“, heißt es im Bericht.
Mehr Neuzulassungen für E-Autos – doch Teslas Absturz am Automarkt geht weiter
Der Elektroauto-Absatz legte von Januar bis Oktober zu. Batterieelektrische Fahrzeuge kommen auf einen Marktanteil von 16,4 Prozent. Sie liegen damit an dritter Stell. Auf dem ersten Platz liegen Hybridautos mit über einem Drittel Marktanteil. Benzinfahrzeuge liegen bei 27,4 Prozent.
Der Dieselmarkt ist laut den ACEA-Daten dagegen um fast ein Viertel eingebrochen. Ihr Anteil liegt nur noch bei 9,2 Prozent. Gemeinsam liegen die Verbrenner jedoch weiterhin auf dem ersten Rang – mit einem gemeinsamen Absatz von 36,6 Prozent. Mercedes-Benz blieb von Januar bis Oktober nahezu konstant, wobei die Zahl der Neuzulassungen im Oktober im Vergleich zum selben Monat des Vorjahrs um 2,9 Prozent zurückgegangen ist.
Volkswagen verzeichnet Absatzplus – fast 2,5 Millionen Neuzulassungen
Neben Tesla mussten auch Opel-Mutterkonzern Stellantis (minus 4,7 Prozent) und Toyota (minus 6,4 Prozent) Rückgänge bei den Neuzulassungen verkraften. Die VW-Gruppe konnte dagegen die Spitzenposition behaupten. Gruppenweit stieg die Zahl der Neuzulassungen im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,5 Prozent. Der Marktanteil liegt bei 28,3 Prozent. Die Kernmarke Volkswagen verzeichnete ein Absatzplus von 5,1 Prozent.
Den deutlichsten Anstieg verzeichnet der chinesische E-Autobauer BYD. Im Oktober verzeichnete der Konzern 17.470 Neuzulassungen, was im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von rund 206 Prozent ist. (ms mit Reuters)
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