VonMarcel Reichschließen
Von Chefärzten bis zu Azubis: Ein Blick auf die Einkommensverteilung in Deutschland zeigt, wer zu den obersten Einkommensklassen gehört.
München – Im Verlauf dieses Jahres dürfen sich zahlreiche Arbeitnehmer auf beträchtliche Gehaltserhöhungen einstellen. Fachleute prognostizieren eine durchschnittliche Lohnerhöhung von nahezu sechs Prozent.
Das mittlere Einkommen aller rentenversicherungspflichtigen Personen beträgt in diesem Jahr 45.358 Euro. Allerdings übersteigen viele dieses Durchschnittseinkommen deutlich. Eine Übersicht verdeutlicht, wer zu den höchsten Einkommensgruppen zählt. Das Bundesfinanzministerium stellt Daten zu den verschiedenen Einkommensstufen bereit, wie die Bild-Zeitung berichtet.
Die Spanne reicht dabei von Geringverdienern bis hin zu den besonders Vermögenden in Deutschland. Als reich gilt laut Wirtschaftswissenschaftlern jemand, der mindestens das Dreifache des Durchschnittseinkommens bezieht.
| Monats-Einkommen in € | Jahres-Einkommen in € | |
| Top-Verdiener | über 23.277 | über 279.324 |
| Spitzenverdiener | 8360 bis 23.277 | 100.320 bis 279.324 |
| Gutverdiener | 5860 bis 8359 | 70.320 bis 100.308 |
| Besserverdiener | 4072 bis 5859 | 48.864 bis 70.308 |
| Normalverdiener | 3315 bis 4071 | 39.780 bis 48.852 |
| Mittlerer Verdiener | 2379 bis 3314 | 28.548 bis 39.768 |
| Niedrigverdiener | 1793 bis 2378 | 21.516 bis 28.536 |
| Geringverdiener | 1195 bis 1792 | 14.340 bis 21.504 |
| Quelle: Bundesfinanzministerium, bild.de |
Top-Verdiener: Zu der Gruppe mit einem Jahreseinkommen von mehr als 279.324 Euro zählt ein Prozent der Bevölkerung. Diese Top-Verdiener tragen zudem fast ein Viertel der gesamten Einkommensteuern. Der „Reichen-Steuersatz“ von 45 Prozent wird übrigens von Alleinstehenden ab einem Einkommen von 277.826 Euro pro Jahr gezahlt – das entspricht 23.152 Euro im Monat.
Spitzenverdiener: Wer mindestens 8360 Euro im Monat verdient, zählt beim Einkommen zu den obersten zehn Prozent. Dazu gehören beispielsweise Chefärzte, erfolgreiche Juristen und Parlamentarier.
Gutverdiener: Diejenigen, die mindestens 5860 Euro im Monat beziehen, also 70.320 Euro pro Jahr. Dies sind etwa Uni-Professoren und Führungskräfte.
Besserverdiener: Wer mindestens 48.850 Euro im Jahr verdient, zählt zu dieser Gruppe. Hierzu zählen zum Beispiel Lehrer und andere Akademiker.
Normalverdiener: Als Normalverdiener gelten diejenigen, die monatlich ab 3314 Euro erhalten, also knapp 40.000 Euro pro Jahr. Viele Angestellte fallen in diese Kategorie.
Mittlere Verdiener: Viele Arbeitnehmer wie Pflegekräfte verdienen jährlich mehr als 28.536 Euro und fallen in diese Gruppe.
Geringverdiener: Etwa 30 Prozent der Deutschen, darunter Auszubildende und Studierende, gehören zu dieser Gruppe. Bei ihnen fällt in der Regel keine Einkommensteuer an.
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