Energieversorgung

„Hungrige KI“ und E-Autos: Elon Musk warnt vor Stromkollaps in zwei Jahren

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Elon Musk gilt als Visionär, wird jedoch zugleich nicht müde, auf die Gefahren zukünftiger Technologien hinzuweisen. Der Unternehmer warnt vor einem Stromkollaps in der nahen Zukunft.

San Francisco/München - Der weltweite Energiebedarf wird stetig größer. Das hat zum einen mit der wachsenden Bevölkerungszahl zu tun, außerdem benötigen neue Technologien wie künstliche Intelligenz und Elektroautos wesentlich mehr Ressourcen an Strom. Obwohl es sich bei Elon Musk um einen der wichtigsten Treiber der benannten Technologiefelder handelt, warnt der Visionär gleichwohl vor den Auswirkungen.

Bei einer Konferenz mit Managern der amerikanischen Energiewirtschaft äußerte sich der Unternehmer zu der Gefahr eines „Stromkollaps“, in dem Gespräch rechnete er bereits innerhalb von zwei Jahren damit, dass es zu massiven Problemen komme. Dem umtriebigen CEO mit südafrikanischer Herkunft zufolge werde in den USA nicht genug getan, um dem wachsendem Bedarf der Stromversorgung gerecht zu werden.

Elon Musk sieht Stromkollaps kommen - Strombedarf wächst wegen KI und E-Autos

Wie das Wall Street Journal ausführt, nutzte Elon Musk für seine Botschaft auch den Start seines neuen KI-Projekts xAI. Auch bei dieser Plattform schilderte der Tesla- und SpaceX-Gründer, dass er die Welt auf eine Stromkrise zusteuern sehe. “Meine Prognose ist, dass wir von einer extremen Siliziumknappheit heute zu einer Stromknappheit in zwei Jahren übergehen”, so Musk. Er appellierte, dass man „mehr Strom“ benötige, um all den Herausforderungen gerecht zu werden. Speziell E-Autos und „energiehungrige künstliche Intelligenz“ bezeichnet er als Auslöser für den drohenden Stromkollaps.

Gegenüber den Teilnehmern aus der Energiebranche forderte der 52-Jährige, weniger an den Bau neuer Kraftwerke zu denken, sondern die bestehenden auszubauen und sich der Förderung „grüner Energiequellen“ wie Sonnenkraft zu verschreiben. „Wir haben nun mal die Sonne, die absurde Mengen von potenzieller Energie zu uns schickt“, fügte Musk an. Zudem sei diese Energiequelle völlig wartungsfrei.

Kommt es zum weltweiten Stromkollaps? Elon Musk zeigt auf die Folgen von künstlicher Intelligenz und Elektroautos hin.

Strombedarf der Erde wächst unaufhaltsam - zwei weitere Punkte maßgeblich

Zudem plädiert Elon Musk, den wachsenden Strombedarf besser zu decken, indem bestehende Kraftwerke rund um die Uhr laufen würden und die generierte Energie in riesigen Speichersystemen aufzubewahren. Das bestehende Tempo beim Ausbau der Kapazitäten hält Elon Musk für zu langsam - „in einer sich schnell verändernden Welt, in der die Stromnachfrage steigt“. Der größte Energieversorger der Vereinigten Staaten, Pacific Gas and Electric (PG&E), rechnet für die USA mit einem erhöhten Strombedarf von 70 Prozent gegenüber heute - Musk hält diese Schätzung für zu niedrig.

Möbel, Kühlschränke, Beleuchtung: Sieben Tipps, um in den eigenen vier Wänden Strom zu sparen 

Paar wechselt Glühbirne
Energiesparlampen verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen. Zusätzlich können sie im Flur, im Keller oder anderen Räumen, die nicht so oft durchquert werden, einen Bewegungsmelder installieren. Der sorgt dann für Licht, wenn es nötig ist.  © marcus/Imago
Eine Frau duscht.
Im Winter ist ein Vollbad etwas Herrliches, der Wasserverbrauch ist aber hoch und das geht ins Geld. Duschen geht schneller und verbraucht dreimal weniger. Allerdings nur, wenn wir weniger als fünf Minuten unter der Dusche verbringen. Und: beim Einseifen das Wasser besser abstellen.  © Lightpoet/Imago
Küche mit Kühlschrank
Kühl- und Gefriergeräte gehören zu den größten Stromfressern im Haushalt. Am besten sind Kühlschränke mit einer Energieeffizienzklasse A+++. Zudem sollte er nicht zu nah am Herd oder anderen Wärmequellen stellen. Ansonsten muss er mehr Strom verbrauchen, um die Temperatur zu halten. Das Gefrierfach sollte zudem ein- bis zweimal im Jahr abgetaut werden.  © Pro Creators/Imago
Eine Hand hält eine Fernsehbedienung.
Ihr Fernseher ist ständig auf Stand-by? Dann schalten Sie über Nacht besser aus. Das zieht viel Strom und das kostet. Dann sparen Sie sich viel Geld im dreistelligen Bereich.  © Patrick Daxenbichler/Imago
Person räumt Geschirrspüler aus.
Geschirrspüler sind so schön praktisch und verbrauchen sogar weniger als das Spülen von Hand. Aber nur, wenn man den Geschirrspüler immer voll belädt und das Geschirr nicht mit der Hand vorspült. Die Energieeffizienzklasse ist genauso wichtig zu beachten wie das Wählen von Energiespar- und Kurzprogrammen.  © Ute Grabowsky/Imago
Ein Wohnzimmer
Größere Möbel wie Sofas oder Schränke sollten Sie nie zu nah an die Außenwände schieben. Je näher es an der Wand steht, desto stärker sinkt die Wandtemperatur. Die Folge kann Feuchtigkeit und Schimmel sein. Optimal ist daher ein Abstand von fünf bis zehn Zentimetern.  © Pro Creators/Imago
Ein Mann wärmt eine Mahlzeit in einer Mikrowelle auf.
Speisen sind schnell in der Mikrowelle aufgewärmt. Zudem ist sie sparsamer, was den Energieverbrauch angeht, als der Herd. Deshalb kann sie in der kalten Jahreszeit gerne öfters in Gebrauch sein.  © Monkey Business 2/Imago

Dabei gibt es neben ressourcenaufwendiger KI und Elektromodellen einen weiteren Faktor, welcher den Energieverbrauch angeblich enorm steigen lässt: Wärmepumpen, das gilt auch für Deutschland. Das Analyseunternehmen Prognos rechnet ab Mitte des Jahrzehnts mit einem steigenden Stromverbrauch hierzulande, bedingt einerseits durch den Faktor E-Mobilität, dazu würde auch der Zuwachs in Sachen Wärmepumpen kommen. Ein weiterer Punkt ist dem Institut zufolge wachsender Strombedarf aufgrund der Herstellung von Wasserstoff. (PF)

Rubriklistenbild: © IMAGO/imageBROKER/David Talukdar

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