Hoffnung auf gute Zeichen

Ende der Öko-Wirtschaft: Reiche bewirkt „eine gewisse Anspannung“ in der Erneuerbaren-Branche

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Seit wenigen Wochen führt Katherina Reiche das Wirtschaftsministerium. Die Erneuerbaren-Branche hält trotz eines komplizierten Beginns an ihrer positiven Einstellung fest.

Berlin – Schon bevor die neue Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) im Amt war, war klar, dass mit der neuen Regierung einiges anders werden würde. Der Koalitionsvertrag bleibt, wenn es um den Klimaschutz und die Energiewende geht, vage. Sätze wie „wir werden das Heizungsgesetz abschaffen“ sind so offen, dass sich keiner wirklich vorstellen kann, was damit gemeint ist. Auch, dass die neue Regierung die Regeln zur Einspeisevergütung „prüfen“ will – was kann sie damit meinen, fragt man sich.

Reiche macht Ansage zum Heizungsgesetz – und löst ein ungutes Gefühl aus

Und dann der erste Paukenschlag der neuen Ministerin: Sie will nicht nur die Ampel-Vorgaben für Heizungen kippen, sondern auch jene der letzten Merkel-Regierung. Auch Heizungen, die vor 1991 eingebaut wurden und Stand heute längst ausgetauscht sein müssten, sollen wieder erlaubt sein. Auch nach 2045 sollen fossil betriebene Heizungen weiterlaufen dürfen.

In der Branche, die sich mit Erneuerbaren Energien und ihrer Technologie auseinandersetzt, löst das Unbehagen aus. „Eine gewisse Anspannung ist schon da“, sagt Jasper Honig, Förderexperte beim schwedischen Wärmepumpenhersteller Aira, zu IPPEN.MEDIA. Aber auch: „Am Ende entscheidet der Erfolg bei der Dekarbonisierung – nicht, wie lange wir das Fossile noch künstlich am Leben halten“.

Katherina Reiche (CDU), Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, spricht während eines gemeinsamen Pressestatements mit EU-Wettbewerbskommissarin Ribera.

Bei der Frage nach dem Heizungsgesetz hat Honig eigentlich nur einen Wunsch: „Es sollte behutsam reformiert werden. Und wir müssen hier nicht das Rad neu erfinden.“ Also: Im Hintergrund an einem guten, neuen Aufschlag arbeiten, der auf dem Erfolg der vorangegangenen Maßnahmen aufbaut und erst dann vorlegen, wenn es fertig ist.

Neue Regeln zur Einspeisevergütung wurden schlecht kommuniziert

Beim Solar-Anbieter enerix ist man ebenfalls vorsichtig optimistisch. Geschäftsführer Peter Knuth sagt im Gespräch, dass er „hoffnungsvoll“ sein will, schließlich kennt sich die ehemalige Energieministerin zumindest mit den Themen aus. „Das hätte auch anders kommen können“, sagt er mit Blick auf die Namen, die vor der Nominierung Reiches im Raum gestanden hatten. Er befürchtet aber auch, dass „die Erneuerbaren nicht mehr so im Fokus sein werden“. Dabei gäbe es da einiges zu tun, um mit dem Solarzubau voranzukommen.

„Die neue Regierung sollte den Eigenverbrauch von PV-Strom fördern, vor allem auch in der Kommunikation“, findet Knuth. Die Berichterstattung um vermeintliche Blackouts durch Solaranlagen sowie falschen Behauptungen, dass sich Anlagen durch die neuen Regeln für die Einspeisevergütung nicht mehr lohnen würden, hätten seiner Branche geschädigt. „Die Zubauzahlen sind gesunken.“

PV-Strom lohnt sich noch, auch bei Teileinspeisung

Die rot-grüne Minderheitsregierung hatte noch vor der Bundestagswahl zusammen mit der Union ein Gesetz durch den Bundestag gebracht, der dazu dienen sollte, mehr Anreize für das Speichern von eigens produziertem Strom zu setzen. Das geschieht unter anderem, indem die Vergütung für die Einspeisung zu Zeiten mit sehr hoher Produktion von Solarstrom (also wenn die Sonne im ganzen Land scheint), gestoppt wird.

Das hat laut Knuth einige Hausbesitzer verunsichert, die nun glauben, ihre Solaranlage rentiere sich nicht mehr. „Die Volleinspeisung lohnt sich vielleicht nicht mehr, aber das tut sie schon lange nicht. Die Kombination von Teileinspeisung und Eigenverbrauch macht die Anlage dennoch rentabel“, erklärt er. Sollte die neue Regierung nochmal an diesen Regeln schrauben, dann nur mit guter und sachlicher Kommunikation, so sein Wunsch.

Strompreiszonen: Norwegen hat die Trennung längst hinter sich gebracht

Das sieht auch Andreas Thorsheim vom norwegischen Solarexperten Otovo so. „Alles, was unklar ist, ist schlecht für uns“, bringt er es auf den Punkt. Unsicherheiten lösen Attentismus aus, die Menschen kaufen nicht mehr aus Sorge, dass sich etwas nochmal ändert und sie schlechter dastehen.

Der Norweger ist auch gespannt, wie Katherina Reiche die Frage nach den Strompreiszonen lösen will. Im Koalitionsvertrag versprechen Union und SPD, dass Deutschland eine einheitliche Zone bleiben wird – auch wenn die Brüsseler Netzbehörden empfehlen würden, das Land in bis zu fünf Strompreiszonen aufzuteilen. Denn im Norden und Osten des Landes wird viel günstiger, erneuerbarer Strom produziert, der allerdings nicht in die südlichen und westlichen Industriegebiete gebracht werden kann.

Neue Gaskraftwerke notwendig – Reiche sollte bei der Menge vorsichtig sein

„Als norwegischer Verbraucher kenne ich das nicht anders. Wir haben fünf Preiszonen für fünf Millionen Menschen“, erklärt Thorsheim. Auch bei ihnen werde viel Windenergie im Norden produziert, im Süden ist aber die Wirtschaft angesiedelt. Vor Jahren hat das zur Trennung in mehrere Zonen geführt. „Ich verstehe aber, dass das gerade in Deutschland zu Diskussionen führt. Extreme Ereignisse lösen extreme Gefühle aus“, so der CEO. Die Energiepreissteigerungen der vergangenen Jahre haben das Thema aufgeladen.

Neue Wirtschaftsministerin Katherina Reiche: Hinter den Kulissen war sie die ganze Zeit dabei

Katherina Reiche (M.) ist schon lange dabei. 1998 kam sie erstmals in den Deutschen Bundestag und wurde 2002 von Edmund Stoiber (r.) als Expertin für Familienpolitik zusammen mit Angela Merkel ins Team geholt.
Katherina Reiche (M.) ist schon lange dabei. 1998 kam sie erstmals in den Deutschen Bundestag und wurde 2002 von Edmund Stoiber (r.) als Expertin für Familienpolitik zusammen mit Angela Merkel ins Team geholt. Damals war sie als Unverheiratete mit ihrem zweiten Kind schwanger, was innerhalb der christlich-konservativeren Seite der Union für Unmut sorgte. 2003 heiratete sie ihren Lebensgefährten Sven Petke.  © Thomas Koehler
Im Wahlkampf 2005 unterstützte Reiche die Kandidatur von Angela Merkel, die daraufhin Kanzlerin wurde.
Im Wahlkampf 2005 unterstützte Reiche die Kandidatur von Angela Merkel, die daraufhin Kanzlerin wurde. Nach der Wahl wurde sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag. Sie war für die Bereiche Bildung, Forschung, Umwelt, Naturschutz und Atomsicherheit zuständig.  © IMAGO
Katherina Reiche heiratete Sven Petke, der ebenfalls CDU-Abgeordneter war und der Vater ihrer drei Kinder ist. Seit Jahren sind die beiden aber getrennt.
Katherina Reiche heiratete Sven Petke, der ebenfalls CDU-Abgeordneter war und der Vater ihrer drei Kinder ist. © IMAGO
Katherina Reiche und Sven Petke
Hier besuchte Kaherina Reiche und Sven Petke ein klassisches Konzert im Grand Hyatt Hotel am Potsdamer Platz im Jahr 2003. Im selben Jahr gaben sich die Beiden auch das Ja-Wort. Mittlerweile leben sie aber getrennt voneinander. © imago
2009 wurde Katherina Reiche als Parlamentarische Staatssekretärin ins Bundesumweltministerium berufen (hier im Bundestag, 2010).
2009 wurde Katherina Reiche als Parlamentarische Staatssekretärin ins Bundesumweltministerium berufen (hier im Bundestag, 2010). Sie war damit im zuständigen Haus, als Deutschland den Atomausstieg beschloss. Sie hat die Nutzung der Kernenergie aber immer befürwortet und stimmte noch im Herbst 2010 für die Laufzeitverlängerung.  © Thomas Trutschel
Katherina Reiche, Norbert Röttgen und Ursuka Heinen
imago53568798.jpg © imago
Reiche ist mit ihren Positionen immer wieder angeeckt. Jahrelang hat sie sich zum Beispiel gegen die Ehe für alle ausgesprochen (hier im Bild bei Maischberger 2012).
Reiche ist mit ihren Positionen immer wieder angeeckt. Jahrelang hat sie sich zum Beispiel gegen die Ehe für alle ausgesprochen (hier im Bild bei Maischberger 2012). „Unsere Zukunft liegt in der Hand der Familien, nicht in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften […] Neben der Euro-Krise ist die demografische Entwicklung die größte Bedrohung unseres Wohlstands“, sagte sie 2012 zur Bild-Zeitung. Dafür wird sie bis heute scharf kritisiert. Seit 2017 ist die Ehe für alle in Deutschland möglich.  © IMAGO
2013 wechselte Katherina Reiche ins Verkehrsministerium, wo sie unter Alexander Dobrindt (CSU) Parlamentarische Staatssekretärin wurde.
2013 wechselte Katherina Reiche ins Verkehrsministerium, wo sie unter Alexander Dobrindt (CSU) Parlamentarische Staatssekretärin wurde. Heute darf sie wieder mit Dobrindt an einem Kabinettstisch sitzen – er wird Innenminister.  © Michael Gottschalk
Katherina Reiche, Boris Pistorius, Johann Wadephul, Alexander Dobrindt
Ihrem ehemaligen Vorgesetzten Alexander Dobrindt (r.) begegnet Katherina Reiche (l.) nun im Kabinett von Friedrich Merz wieder. Dobrindt vertritt dort als Innenminister auch die bayerische Schwesterpartei CSU. Ebenfalls regelmäßig auf der Regierungsbank Platz nehmen werden SPD-Politiker Boris Pistorius (2.v.l.) in seiner Rolle als Verteidigungsminister und Johann Wadephul (CDU), den Merz zu seinem Außenminister machte.  © imago
2015 entschied Reiche, dass sie in die Wirtschaft wechseln will und legte ihr Abgeordnetenmandat nieder. Sie wurde im Februar diesen Jahres zur Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen (VkU).
2015 entschied Reiche, dass sie in die Wirtschaft wechseln will und legte ihr Abgeordnetenmandat nieder. Sie wurde im Februar 2015 zur Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen (VkU).  © Imagos
Als Chefin des VkU hat sie die kommunale Wirtschaft vertreten. Hauptaufgabe des Verbands ist es, die 1592 Mitglieder, die vor allem in der Energie-, Wasser- und Abfallversorgung tätig sind, zu unterstützen.
Als Chefin des VkU hat sie die kommunale Wirtschaft vertreten. Hauptaufgabe des Verbands ist es, die 1592 Mitglieder, die vor allem in der Energie-, Wasser- und Abfallversorgung tätig sind, zu unterstützen.  © IMAGO
2018 hat sie zum Beispiel zusammen mit dem damaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) eine Absichtserklärung unterzeichnet, dass die Nachrüstung aller Lkw-Flotten mit Abbiege-Assistenten ermöglichen sollte.
2018 hat sie zum Beispiel zusammen mit dem damaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) eine Absichtserklärung unterzeichnet, dass die Nachrüstung aller Lkw-Flotten mit Abbiege-Assistenten ermöglichen sollte.  © IMAGO
Katherina Reiche in ihrer Funktion als Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen
Im Jahr 2017 begutachtete Katherina Reiche in ihrer Funktion als Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) die Bauarbeiten des Kreuzbergtunnels in Berlin. Begleitet wurde die heutige Wirtschaftsministerin von Jörg Simon, damals als Vorstand der Berliner Wasserbetriebe tätig. © IMAGO
Im Herbst 2019 machte Katherina Reiche bekannt, dass sie den VkU verlassen wird und an die Spitze des Energiekonzerns Westenergie wechseln wird.
Im Herbst 2019 machte Katherina Reiche bekannt, dass sie den VkU verlassen wird und an die Spitze des Energiekonzerns Westenergie wechseln wird. Diesen Job hatte sie seit 1. Januar 2020 inne.  © IMAGO
Ebenfalls 2020 wurde Reiche die Vorsitzende des Nationalen Wasserstoffrats, das am 10. Juni 2020 einberufen wurde.
Ebenfalls 2020 wurde Reiche die Vorsitzende des Nationalen Wasserstoffrats, das am 10. Juni 2020 einberufen wurde. Der Wasserstoffrat berät die Bundesregierung beim Ausbau von Wasserstoff als Energieträger der Zukunft.  © IMAGO
Als Vorsitzende von Westenergie hat sie NRW die Energiewende vorangetrieben und gestaltet. Dazu musste der Kontakt in die Politik intakt bleiben: Hier ist Katherina Reiche mit Wirtschafts- und Energieministerin Mona Neubaur (Grüne) bei einem Termin.
Als Vorsitzende von Westenergie hat sie NRW die Energiewende vorangetrieben und gestaltet. Dazu musste der Kontakt in die Politik intakt bleiben: Hier ist Katherina Reiche mit Wirtschafts- und Energieministerin Mona Neubaur (Grüne) bei einem Termin.  © Imago
Dann die Überraschung: Im April 2025 wird bekannt, dass Katherina Reiche für das Amt der Wirtschaftsministerin im Kabinett Merz gehandelt wird.
Dann die Überraschung: Im April 2025 wird bekannt, dass Katherina Reiche für das Amt der Wirtschaftsministerin im Kabinett Merz gehandelt wird. Zuvor hatte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann seine Absage erteilt – damit war der absolute Favorit aus dem Rennen. Am 28. April bestätigte Merz dann Reiche als designierte Ministerin.  © Florian Gaertner/IMAGO
Karl-Theodor zu Guttenberg und Katherina Reiche
Auch überraschend kam die Information, dass Reiche mittlerweile mit dem ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zusammen ist. Das Paar ist wohl schon seit einiger Zeit liiert, hatte aber bisher Gerüchte über eine Partnerschaft nie bestätigt. © Sebastian Gollnow/Kay Nietfeld/dpa
Katherina Reiche und Karl-Theodor zu Guttenberg
Öffentlich machten Katherina Reiche und Karl-Theodor zu Guttenberg ihre Beziehung im April 2025. Guttenberg ist aber nicht nur der neue Partner Reiches, er ist auch einer ihrer Vorgänger. Im Jahr 2009 bekleidete er für rund acht Monate das Amt des Wirtschaftsministers. Noch im selben Jahr wurde Guttenberg Verteidigungsminister und besuchte gemeinsam mit Reiche das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam. © imago
Katherina Reiche als Bundesministerin für Wirtschaft und Energie
Aus den Gerüchten wurde Gewissheit. Friedrich Merz holte Katherina Reiche als Bundesministerin für Wirtschaft und Energie in sein Kabinett. Am 06.05.2025, kurz nach der Kanzlerwahl von Merz, legte Reiche in dessen Beisein ihren Amtseid vor der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ab. © Michael Kappeler/dpa
Friedrich Merz (l.) geht mit Reiche ein gewisses Risiko ein. In der Wirtschaft wird ihre Nominierung zwar gelobt, innerhalb der Partei gibt es aber Grummeln darüber.
Friedrich Merz (l.) geht mit Reiche ein gewisses Risiko ein. In der Wirtschaft wird ihre Nominierung zwar gelobt, innerhalb der Partei gibt es aber Grummeln darüber. Mehrere starke Landesverbände sind bei der Besetzung der Posten leer ausgegangen – stattdessen kommt eine aus der letzten Reihe zum Zug. Katherina Reiche wird liefern müssen, um sowohl die Partei als auch die Wirtschaft zu beruhigen.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Kabinett von Bundeskanzler Friedrich Merz
Im 19-köpfigen Kabinett von Bundeskanzler Friedrich Merz ist Katherina Reiche (4. v. l.) eine von acht Frauen. Sie ist außerdem die erste Frau, die in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zur Wirtschaftsministerin berufen wurde. © imago
Katherina Reiche erstmals als Chefin das Minsterium für Wirtschaft und Energie
Einen Tag nach ihrer offiziellen Vereidigung im Bundestag betrat Katherina Reiche erstmals als Chefin das Ministerium für Wirtschaft und Energie. Dort übergab der bisherige Wirtschaftsminister Robert Habeck offiziell die Amtsgeschäfte an seine Nachfolgerin. © Hannes P Albert/dpa
Übergabe des Bundeswirschaftsministerium von Robert Habeck an Katharina Reiche
In ihrer Antrittsrede vor der Belegschaft des Wirtschafsministeriums bedankte sich Katherina Reiche bei Robert Habeck. Den Grünen-Politiker überschüttete Reiche dabei mit Lobeshymnen. Er habe eine „fast übermenschliche Leistung“ in seiner Amtszeit erbracht, so Reiche. © IMAGO/Matthias Gränzdörfer
Katherina Reiche, die Wirtschafstministerin im Kabinett unter Kanzler Friedrich Merz
Unter den Namen der ehemaligen Wirtschaftsminister finden sich neben Katherina Reiches Vorgänger Robert Habeck und ihrem Lebensgefährten Karl Guttenberg weitere prominente Politiker. Unter anderem zwei spätere Bundeskanzler: Sowohl der zweite Bundeskanzler Deutschlands, Ludwig Erhard (CDU), als auch der fünfte Regierungschef, Willy Brandt (SPD), waren als Wirtschaftsminister tätig, ehe sie zu Bundeskanzlern aufstiegen. Ob auch Reiche in der Zukunft derartige Karrierepläne verfolgen wird, bleibt abzuwarten. © Michael Kappeler

„Man kann natürlich so tun, als ob der Strom dort ist, wo er nicht existiert und das durch eine einheitliche Preiszone abbilden. Aber dann muss man auch das Netz viel mehr ausbauen“, so seine pragmatische Forderung.

Auch bei der Frage nach 40 neuen Gaskraftwerken, die Reiche bauen lassen will, ist Thorsheim pragmatisch. „Ich widerspreche nicht, dass es Gas vielleicht brauchen wird. Aber bei der Menge werde ich stutzig. Gaskraftwerke werden gebaut, um dann gut 40 Jahre am Netz zu sein. Wenn sich das also irgendwann nicht mehr lohnt, dann sind es die deutschen Steuerzahler, die das trotzdem abbezahlen müssen“.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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