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Von 0 auf 20 Millionen: Darum lohnt es sich in ETFs zu investieren

Seit ihrer Einführung haben sich ETFs zu einer der erfolgreichsten Anlageformen entwickelt. Sie bieten breite Diversifikation und geringe Kosten. Doch es ist wichtig, die Risiken zu verstehen.

Vor 25 Jahren, im April 2000, wurden die ersten ETFs (Exchange Traded Funds) in Deutschland eingeführt. Was damals kaum jemand kannte, hat sich seither zu einer der beliebtesten und erfolgreichsten Anlageformen entwickelt. Heute investieren Millionen Deutsche regelmäßig in ETFs – sei es über Sparpläne, einmalige Investitionen oder als Bestandteil der privaten Altersvorsorge.

Was sind ETFs?

ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, die einen bestimmten Marktindex – wie den DAX, den MSCI World oder den S&P 500 – möglichst genau nachbilden. Statt auf einzelne Aktien oder Fondsmanager zu setzen, investieren Anlegerinnen mit einem ETF automatisch in Hunderte oder sogar Tausende Unternehmen gleichzeitig. Das sorgt für eine breite Risikostreuung und macht die Geldanlage besonders effizient.

25 Jahre ETFs in Deutschland

Wie haben sich ETFs entwickelt?

Seit ihrer Einführung in Deutschland hat sich der Markt für ETFs rasant entwickelt:

- 2000: Erste ETFs auf den DAX werden an der Börse Frankfurt eingeführt.

- 2024: Über 2.300 ETFs sind an deutschen Börsen handelbar.

- Die Anzahl der ETF-Sparpläne stieg von 200.000 (2014) auf 7,1 Millionen (2023).

- Prognose: Bis 2028 werden voraussichtlich über 20 Millionen ETF-Sparpläne bestehen.

Die Beliebtheit liegt nicht zuletzt an der einfachen Handhabung, der hohen Transparenz und den geringen Kosten. Während aktiv gemanagte Fonds oft eine Gesamtkostenquote von 1,5–2,5 % pro Jahr haben, sind viele ETFs bereits für unter 0,2 % jährlich erhältlich.

Was sind die Vorteile von ETFs?

- Geringe Kosten: Da ETFs passiv verwaltet werden, entfallen hohe Managementgebühren.

- Breite Diversifikation: Schon mit kleinen Beträgen wird weltweit investiert.

- Transparenz: Die Zusammensetzung ist jederzeit einsehbar.


- Liquidität: ETFs können täglich börslich gehandelt werden.

- Flexibilität: Sparraten lassen sich anpassen, pausieren oder erhöhen.

Was Sie über ETFS wissen sollten

Wer 10.000 Euro vor 25 Jahren auf ein klassisches Sparbuch oder Tagesgeldkonto gelegt hat, erhielt im Schnitt 1–2 % Zinsen pro Jahr. Unter Berücksichtigung der Inflation hätte sich der reale Wert des Vermögens kaum verändert oder sogar leicht verringert.

Ein ETF auf den MSCI World hingegen hätte im gleichen Zeitraum rund 8 % durchschnittliche Jahresrendite erzielt. Das bedeutet:

- Sparbuch: ca. 13.000 € nach 25 Jahren
- ETF: ca. 68.500 € nach 25 Jahren (bei 8 % p.a. Zinseszins)

Dieses Beispiel zeigt eindrücklich, wie stark der Zinseszinseffekt bei ETFs wirkt – und wie wichtig es ist, langfristig zu investieren.

Wissen aufbauen ist der Schlüssel

Content-Partnerschaft

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Fortunalista entstanden. Auf Fortunalista.de finden Anlegerinnen und Interessierte wertvolle Impulse für den Einstieg an der Börse – von kostenlosen Webinaren bis hin zu fundierten Artikeln und praxisnahen Tipps für den langfristigen Vermögensaufbau.


Trotz aller Vorteile gilt: ETFs sind kein Selbstläufer. Wer nachhaltig Vermögen aufbauen will, sollte verstehen, wie ETFs funktionieren, welche Risiken es gibt und welche Anlagestrategie zu den eigenen Zielen passt. Finanzbildung ist der erste Schritt, um selbstbestimmt und informiert investieren zu können. Denn nur wer weiß, was er tut, bleibt langfristig investiert – auch in turbulenten Zeiten.

25 Jahre nach ihrer Einführung in Deutschland sind ETFs fester Bestandteil moderner Geldanlage. Sie ermöglichen es Anlegerinnen, mit wenig Aufwand und geringen Kosten vom Wachstum der Weltwirtschaft zu profitieren. Wer frühzeitig beginnt und kontinuierlich spart, legt den Grundstein für finanzielle Freiheit im Alter.

Rubriklistenbild: ©  IMAGO / Panthermedia

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