Drei Millionen Menschen profitieren

7,5 Prozent mehr Rente ab Juli: Wer sich auf die Erhöhung freuen kann

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Ab Juli gibt es mehr Geld für Rentner. Eine besondere Erhöhung erwartet die Bezieher von Erwerbsminderungsrente.

Berlin – Eine erfreuliche Nachricht für die Rentner in Deutschland: Ab Juli des laufenden Jahres dürfen sie eine höhere Summe auf ihrem Konto erwarten. Nach aktuellen Prognosen wird die Rentenerhöhung voraussichtlich 3,5 Prozent betragen. Der definitive Prozentsatz wird jedoch erst im Frühjahr offiziell festgelegt.

Eine besonders signifikante Erhöhung ist für einige Empfänger der Erwerbsminderungsrente vorgesehen. Dies betrifft speziell etwa drei Millionen Rentner, deren Rentenbeginn zwischen Januar 2002 und Juni 2014 lag. Sie können mit einer Erhöhung von 7,5 Prozent rechnen. Für diejenigen, deren Rente zwischen Juli 2014 und Dezember 2018 begann, ist eine Erhöhung von 4,5 Prozent vorgesehen.

Renten werden automatisch geprüft und angepasst

Die Deutsche Rentenversicherung erklärt diesen Unterschied mit den deutlichen Verbesserungen, die es für Neuzugänge bei der Erwerbsminderungsrente zwischen 2014 und 2019 gab. Das bedeutet, dass diese Verbesserungen für alle, die früher in Rente gingen, nicht galten. „Ziel des Gesetzes ist es daher, auch für diesen Personenkreis die Erwerbsminderungsrenten zu erhöhen“, so die Rentenversicherung.

Rentner-Ehepaar bei einem Spaziergang

Neben den Erwerbsminderungsrentnern sollen laut der Deutschen Rentenversicherung auch „alle Bezieher einer laufenden Alters- oder Hinterbliebenenrente, bei denen unmittelbar zuvor eine solche Erwerbsminderungsrente gezahlt wurde“ einen Zuschlag erhalten. Die Rentenversicherung betont, dass die betroffenen Rentner keinen speziellen Antrag für die Erhöhung stellen müssen. Die Prüfung, wer Anspruch auf die Erhöhung hat und wer nicht, erfolgt automatisch.

Die Rentenerhöhung wird den Staatshaushalt in diesem Jahr etwa 1,3 Milliarden Euro mehr kosten. Für das Jahr 2025 rechnet die Bundesregierung mit zusätzlichen Kosten in Höhe von 2,6 Milliarden Euro.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Gstettenbauer

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